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November 2019

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16 powered by graz www.grazer.at 14. NOVEMBER 2019 So hilfst du dem Gemobbten SCHWIERIGER FREUNDSCHAFTSDIENST. Es ist nicht gerade leicht, jemandem zu helfen, der gemobbt wird. Schließlich möchte man es nicht noch schlimmer machen und auch selbst nicht in die Schusslinie geraten. Wir haben Tipps, was man tun kann, um das Mobbing zu beenden. VENA Sag dem Mobber, dass du nicht cool findest, was er macht. Schrei nicht und bring die Situation nicht zum Eskalieren, sondern sag ganz ruhig: „Das ist nicht okay. Bitte hör auf damit!“ Mobbe auf keinen Fall zurück, beschimpf den Mobber nicht. Zweimal falsch ist nicht einmal richtig! Wenn dein Freund im Internet gemobbt wird, schreib nicht öffentlich, sondern eine private Nachricht. Ansonsten könnte er das Gefühl haben, sich selbst behaupten zu müssen, und es wird schlimmer. Such dir Verstärkung! Wenn du dich nicht traust, deinem Freund alleine zu helfen, hol ein paar Kollegen, die gemeinsam mit dir etwas gegen den oder die Mobber unternehmen. Wenn sie sehen, dass der Gemobbte jemanden hinter sich hat, ist es nicht mehr so leicht, ihn zu mobben – schließlich ist er dann kein Außenseiter mehr. Und auch Mobber tun sich schwer, gegen eine größere Gruppe anzukommen. Lass den Gemobbten nicht alleine. Mobber greifen nämlich oft genau dann an, wenn das Opfer alleine ist. Setz dich zu deinem Kollegen, verbring die Pause mit ihm, verlasst die Schule gemeinsam. Sprich mit einem Lehrer, dem du vertraust. Gemeinsam könnt ihr überlegen, was zu tun ist. Ein einfaches Machtwort hilft oft auch nicht – dann wird das Mobbing nur kurzfristig beendet. Es sollte also jemand sein, der dir zuhört und mit dir eine Lösung findet. Wenn du nicht gegen das Mobbing an sich ankommst, hilf dem Gemobbten, mehr Selbstvertrauen aufzubauen, und zeig ihm, dass er nicht alleine ist. Mach ihm zum Beispiel Komplimente oder bezieh ihn direkt in Freizeitaktivitäten deiner Gruppe ein.

14. NOVEMBER 2019 www.grazer.at graz 17 Wann kannst du helfen? SCHWIERIG. Oft ist es hart, den Mut aufzubringen, um Gemobbten zu helfen. Ein Modell hilft. ■■ In manchen Situationen weiß man, dass man helfen sollte. So ganz kann man sich dann doch nicht die Entscheidung abringen. In Anlehnung an die Forschung der Wissenschaftler Gerd Meyer und Rolf Frankenberger hat die Arbeiterkammer ein Entscheidungsmodell ausgearbeitet, das der eigenen Zivilcourage den notwendigen Anstoß geben kann, um Mobber zu stoppen. Dir ist ein Vorfall aufgefallen? Stell dir folgende Fragen: Ja Was ist passiert? Wer ist beteiligt? Wie wichtig ist mir das? Und schlussendlich: Gibt es einen Konflikt? Verstößt die Situation gegen deine Grundsätze? Hast du eine persönliche Verantwortung? Ja Kann dir etwas passieren, wenn du dazwischengehst? Ja Ja Willst oder musst du handeln (privat oder öffentlich)? Nein Nein Lass es besser sein, es sprechen gute Gründe dagegen. Definitiv handeln! Zivilcourage ist angesagt! Ja Ja Kannst du mit deinen Fähigkeiten oder in deiner Lage überhaupt helfen? AK-Bildungsabteilungsleiterin Alexandra Hörmann und ihr Team haben das Zivilcourage-Modell ausgearbeitet. AK STMK

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