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9. März 2021

- 2000 Delikte seit 2019 – Schutzzone im Grazer Stadtpark verlängert - Nach Vorwürfen: Zahnärztekammer beruhigt - Graz ist Nummer 1 bei E-Autos - Opus präsentiert neue Single - Paul Pizzera steht auf Bands aus Graz

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2 graz www.grazer.at 9. MÄRZ 2021 Seit gestern sind die Infektionszahlen in Graz gestiegen. GETTY Corona-Zahlen in Graz & GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen stiegen seit gestern etwas an. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 134,0 pro 100.000 Einwohnern (Gestern: 128,1) in Graz- Umgebung bei 107,0. Der Steiermark-Durchschnitt beträgt 166,1. Das geringste Infektionsgeschehen hat Murau mit 105,3, das höchste Hartberg- Fürstenfeld mit 258,3. Bisher sind 263 Menschen in Graz im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, das sind 90,4 Menschen pro 100.000 Einwohnern. Schutzzone im Grazer Stadtpark verlängert Barbara Eibinger-Miedl, Andreas Unterweger, Christopher Drexler (v.l.). STREIBL „manuskripte“- Archiv gekauft ■ In den Räumlichkeiten der Literaturzeitschrift „manuskripte“ im Palais Attems fand heute die offizielle Übergabe des manuskripte-Archivs an das Land Steiermark statt. Gekauft wurde das Archiv vom Wissenschaftsressort des Landes um 110.000 Euro, übernommen und erschlossen wird es von der Steiermärkischen Landesbibliothek, die es in weiterer Folge als Dauerleihgabe an das Franz-Nabl-Institut zur wissenschaftlich-literarischen Forschung übergibt. SICHERHEIT. Seit Beginn der Schutzzonen in Parks sprach die Polizei 873 Betretungsverbote aus. Die Schutzzone im Stadtpark wird um 6 Monate verlängert. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Der Anstieg an Anzeigen aufgrund von Drogenkriminialität und Suchtmittelkonsum seit dem Jahr 2008 machte es nötig, im Metahofpark, Volksgarten und im Stadpark Schutzzonen zu errichten. Letztere Zone wird um sechs Monate verlängert und um ein Teilstück zwischen Erzherzog-Johann- Allee und Franz- Graf-Alle erweitert. Seit Beginn der Schutzzonenverordnungen im Februar 2019 führte die Grazer Polizei insgesamt vier Amtshandlungen nach dem Verbotsgesetz/Waffengesetz, 1103 Amtshandlungen nach dem Suchtmittelgesetz und 50 Amtshandlungen nach dem Strafgesetzbuch durch. Die Beamten sprachen zudem insgesamt 873 Betretungsverbote aus. „Alleine im Zeitraum von 1. September 2020 bis März 2021, haben wir wieder 137 Betretungsverbote im Grazer Stadtpark ausgesprochen und 17 Festnahmen durchgeführt. Zwölf davon aufgrund von Suchtgiftdelikten“, so der Leiter des Kriminalreferates, Gerhard Lachomsek. Deliktszahlen gesunken „Die schwerpunktmäßige Überwachung der bestehenden Schutzzonen brachte eine deutliche Verbesserung der dortigen Situation. Seit Beginn der Maßnahmen sind die Deliktzahlen gesunken. Dies dürfte natürlich auch mit der Pandemie zusammenhängen. Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung konnte dennoch gestärkt werden. Diese Erfahrung haben wir von den Parkbenützern in beinahe täglichen Rückmeldungen an die Überwachungsorgane äußerst positiv wahrgenommen“, so der Stadtpolizeikommandant von Graz, Kurt Kemeter. Wer trotz eines gegen ihn ausgesprochenen Betretungsverbotes die Schutzzone betritt muss mit ei- ner Geldstrafe von bis zu 1000 Euro oder im Falle ihrer Uneinbringlichkeit mit einer Freiheitsstrafe von bis zu vier Wochen rechnen. Polizei-Verordnung ■ Schutzzone im Grazer Stadtpark erweitert: Teilstück zwischen Erzherzog-Johann- Allee und Franz- Graf-Alle ■ Verlängerung um 6 Monate: Tritt am 11. März um Mitternacht in Kraft. ■ Die Verordnung ist notwendig, weil an diesem Ort überwiegend minderjährige Personen im besonderen Ausmaß durch die Begehung von – wenn auch nicht unmittelbar gegen sie gerichteten – gerichtlich strafbaren Handlungen nach dem Strafgesetzbuch und nach dem Suchtmittelgesetz bedroht sind.

9. MÄRZ 2021 www.grazer.at Nach Vorwürfen gegen Zahnärztin: graz 3 Zahnärztekammer beruhigt BERUHIGUNG. Eine Zahnärztin aus Graz-Umgebung soll gesunde Zähne behandelt haben. Die Zahnärztekammer-Präsidentin Veronika Scardelli betont: „Zahnärzte sind um das Wohl der Patienten bemüht.“ Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Die im „Grazer“ am Sonntag aufgedeckte Geschichte einer Zahnärztin, die ohne medizinische Notwendigkeit Behandlungen durchgeführt haben und laut einem Gutachten bei den Betroffenen lebenslange Schäden hervorgerufen haben soll, sorgt weiter für Aufregung. Gestern erklärte der Anwalt der Betroffenen, es würden sich stetig weitere potenziell Geschädigte melden, auch ansonsten deuten viele Lesermeldungen auf schwindendes Vertrauen in der Bevölkerung hin. Zu unrecht, wie Veronika Scardelli, Präsidentin der steirischen Zahnärztekammer betont: „Wir haben so einen Fall bisher noch nie in dieser Form in der Steiermark gehabt und nach wie vor das volle Vertrauen in unsere Mitglieder. Ich bin sicher, dass sie alles zum Wohle ihrer Patienten machen“. Die Kammer sei auch bemüht, bei etwaigen Problemen zu helfen: „Wenn Patienten vermuten, mangelhaft behandelt worden zu sein, können sie sich natürlich an uns über unsere Patientenschlichtungsstelle wenden und wir versuchen vorweg zwischen Patienten und Zahnärzten zu vermitteln und das notfalls auch außergerichtlich zu lösen.“ Grundsätzlich hält sie aber fest: „Unsere Zahnärzte sind immer um das Wohl der Patienten bemüht.“ Auch seien die Abläufe eigentlich klar geregelt: „Vom Beratungsgespräch über Vordiagnostik und Besprechung möglicher Therapievarianten bis zum Kostenvoranschlag, wird sich jeder Zahnarzt bemühen, die Patienten zufriedenzustellen“ Zum laufenden Verfahren könne sie nichts sagen, weil die Zahnärztekammer keine Parteistellung habe, auch das Gutachten kenne sie nicht: „Für uns gilt aber die Unschuldsvermutung. Die betroffene Veronika Scardelli Zahnärztin hat bisher einen tadellosen Leumund“, so Scardelli. Patienten müssen sich aktuell auch keine Sorgen machen: Nach den dem „Grazer“ vorliegenden Informationen hat die Beschuldigte vorübergehend ein Berufsverbot, praktiziert aktuell also nicht. Veronika Scardelli, Präsidentin der steirischen Zahnärztekammer, betont, dass Patienten ihren Zahnärzten weiterhin vertrauen können. GETTY, KK BürgerInnenbudget – so geht’s! MITGESTALTEN. Insgesamt 300.000 Euro stehen im Rahmen des BürgerInnenbudgets für Ideen aus der Bevölkerung zur Verfügung. Bis 8. April können Projekte eingereicht und online bewertet werden. Fünf Wochen lang können die Grazerinnen und Grazer auf mitgestalten.graz.at aktiv Ideen für eine lebenswerte Stadt einbringen, über eingereichte Projekte abstimmen und somit selbst entscheiden, welche Ideen umgesetzt werden. 300.000 Euro sind für die Realisierung von Projekten aus der Bevölkerung reserviert. Aber wie genau läuft das BürgerInnenbudget ab? Bis 8. April können Ideen online unter mitgestalten.graz.at oder per Post – an das Referat für BürgerInnenbeteiligung, Hauptplatz 1, 8010 Graz – eingebracht werden. Danach werden alle Ideen von den städtischen Fachabteilungen in einem Grobcheck auf ihre grundsätzliche Machbarkeit hin überprüft. In einer ersten Bewertungsphase können die BürgerInnen online über alle Einreichungen abstimmen. Die 30 beliebtesten Ideen werden wiederum von der Verwaltung in einem Detailcheck auf Herz und Nieren geprüft. In einer zweiten Voting-Phase wählen die Grazerinnen und Grazer ihre fünf Favoriten aus jenen Ideen, die den Detailcheck bestanden haben. Möglichst viele der beliebtesten Ideen werden letztendlich umgesetzt. Und welchen Kriterien müssen die eingereichten Projekte entsprechen? Alle Infos dazu im morgigen Grazer E-Paper oder auf mitgestalten.graz.at. Von der ersten Idee bis zur Umsetzung können die Grazer Bürger die eingereichten Projekte verfolgen und ihre eigenen Ideen einbringen. STADT GRAZ/ACHTZIGZEHN NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS

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