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9. Mai 2021

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- Grünraum-Leiter warnt nach Umsturz: Drittel der Grazer Bäume massiv geschädigt - Experte über Blackout in GU: Ich schließe das Horror-Szenario eigentlich aus - Lärm in Gösting bleibt - 1,7 Millionen Euro für Sozialpaket - Ärger in der Kuwasseggasse

graz 4

graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Ich weiß nicht, ob er Arzt ist, ich bin es nicht.“ Hermann Schützenhöfer über die Kritik von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zum österreichischen Grünen Pass SCHERIAU Grünraum-Leiter warnt nach Umsturz: www.grazer.at 9. MAI 2021 Drittel der Grazer Alle Fotos auf www.grazer.at Holding-Vorstände Malik und Mark Perz und Nagl (v. l.)HOLDING/FISCHER Neu: „tim“ auf dem Griesplatz ■ Der neue „tim“-Knoten am Griesplatz wurde jetzt eröffnet. Bürgermeister Siegfried Nagl sieht tim als „ein zukunftsweisendes Mobilitätsangebot für den urbanen Raum“. Für Verkehrsstadträtin Elke Kahr passt „,tim‘ als ergänzendes Angebot ins Verkehrskonzept der Stadt“. Holding-Vorstand Wolfgang Malik verrät: „Heuer wird noch ein weiterer Standort in Reininghaus dazukommen.“ Museumschef Otto Hochreiter (l.) und Riegler laden ein. FISCHER Muttertag gratis ins GrazMuseum ■ In diesem Jahr entfällt aufgrund der Pandemiebedingten Maßnahmen das alljährliche Schlossbergfest. Als quasi Ersatz dafür bieten die Häuser auf Betreiben von Kulturstadtrat Günter Riegler am heutigen Muttertag ganztägig freien Eintritt für alle ins GrazMuseum und GrazMuseum Schlossberg. Das Universalmuseum Joanneum bietet heute auch freien Eintritt für Mütter und ihre Kinder. Am Lendplatz stürzte eine Kastanie um. Ein Ast durchstieß sogar das Fenster einer Wohnung. derGrazer Welche Schäden sollten schneller behoben werden? „Vor allem die Straßen. Ich fahre teilweise extra einen Umweg, damit ich gewisse Straßen meiden kann.“ Johann Pessl, 69, Pensionist Grazer Bäume ■ Etwa 20.000 Stadtbäume gibt es in Graz – die bei städtischen Kindergärten und Schulen sind da noch gar nicht mitgezählt. ■ Für Pflege- und Sicherungsmaßnahmen ist die Holding Graz zuständig. ■ Laut Gemeinderatsbeschluss vom September 2020 sollen jedes Jahr 800 neue Bäume gepflanzt werden. ■ Gemäß Verordnung sind grundsätzlich alle Bäume mit einem Stammumfang ab 50 cm innerhalb der Baumschutzzone geschützt, langsamwüchsige Laubgehölze ab einem Stammumfang von 25 cm. ■ Genau einsehen kann man alle städtischen Bäume im Grazer Baumkataster. „Richtig katastrophal finde ich teils den Zustand von Gebäuden. Da sollte man etwas machen.“ Herta Pessl, 66, Pensionistin „Die alten Häuser sollten renoviert werden. Ich finde, dass dadurch alles unübersichtlich wirkt.“ Jessica Steiner, 23, Produktion Blitzumfrage „Definitiv die Schäden an den Bäumen! Es stürmt ja doch immer stark, da wird das schnell gefährlich.“ Manuela Eibl, 55, Angestellte KK (2) , STADT GRAZ/FISCHER ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Ich finde, die Stadt macht das ganz gut. Mir fällt nichts Konkretes ein, was schneller gehen muss.“ Ulrike Bernsteiner, 65, Pensionistin

9. MAI 2021 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP KK, STADT GRAZ/FISCHER Graz startet Freizeitliga Im Zuge des Sportjahres startet im Mai eine Freizeitliga, in der man andere über eine App herausfordern kann. Liebesschlösser entfernt Unnötige Aktion: Ein Mann gab sich als Holding-Mitarbeiter aus und schnitt Liebesschlösser von der Hauptbrücke. FLOP ➜ Bäume massiv geschädigt ARG. Nach dem Umsturz des Baumes am Lendplatz herrscht Sorge: Laut dem Leiter der Grünraumabteilung Robert Wiener gibt es bei 30 bis 50 Prozent der Bäume in Graz hohen Sanierungsbedarf. Weitere könnten demnach stürzen. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at trieb, der Zulieferverkehr und der damit zusammenhängende Druck auf die Wurzeln, die Salzstreuungen sind eine hohe Belastung. Es muss dort dringend saniert werden.“ War es also grob fahrlässig, dass bisher nichts passiert ist? Wiener betont, dass die Bäume von der zuständigen Holding Graz in regelmäßigen Intervallen kontrolliert werden (siehe Kurz- Interview rechts). Danach werden Maßnahmen wie Sicherungen, Kronenreduzierungen und Entnahmen gesetzt. Massive Schäden Aber um den Baumbestand in Graz steht es allgemein nicht gerade gut. „Von den etwa 20.000 Stadtbäumen im eigenen Betrieb ist geschätzt ein Drittel massiv geschädigt, ein Drittel hadert mit dem Standort und nur ein Drittel ist zufrieden“, erklärt Wiener be- Als am Mittwochabend während eines Sturms plötzlich eine etwa 80 bis 90 Jahre alte Kastanie am südlichen Lendplatz umfiel und ein Ast sogar ein Wohnungsfenster durchstieß, war der ganze Platz in Schockstarre. „Gott sei Dank ist nicht mehr passiert“, so Bezirksvorsteher Wolfgang Krainer. Das Ereignis ruft natürlich Erinnerungen wach: 2018 wurde ein Grazer im Stadtpark während eines Unwetters von einem Baum erschlagen. Dabei hätten einige Baumstandorte am Lendplatz aufgrund ihres Alters im nächsten Jahr saniert werden sollen. „Der Baumbestand dort ist am Ende“, bestätigt auch Robert Wiener, Leiter der städtischen Grünraumabteilung. „Der Marktbetrübt. „Ich würde sagen, bei 30 bis 50 Prozent gibt es einen hohen Sanierungsbedarf!“ Diesen will man je nach Urgenz allerdings erst in der nächsten Regierungsperiode angehen. „Vor der Wahl werden wir – wenn nicht unbedingt notwendig – keine Bäume mehr ausreißen“, so Wiener. Neues Prinzip Die Neupflanzungen möchte man dann nach dem sogenannten Schwammstadtprinzip verwirklichen. Es handelt sich dabei in erster Linie um ein Regenwassermanagement, das die Bäume widerstandsfähiger macht. Gleichzeitig sind sie aber auch gegen Windwurf stärker geschützt, da mehr Wurzelraum zur Verfügung steht. „Nach diesem Prinzip hat ein Baum etwa 25 bis 50 Kubikmeter wurzelbare Fläche. Bei Baumscheiben sind es nur etwa zehn“, erklärt Wiener. Kurz gefragt … ... Robert Wiener 1 War mit dem Umsturz der Kastanie zu rechnen? Wiener: Rechnen muss man immer und nie. Alle Bäume werden laufend kontrolliert und Maßnahmen werden gesetzt. 2 Wo in der Stadt müsste man Bäume sanieren? Wiener: In der ganzen Stadt. Es ist leichter zu sagen, wo nicht. Nur bei ca. einem Drittel der Bäume passt der Standort. 3 Wo werden als Nächstes Bäume ausgetauscht? Wiener: Gerade in der Elisabeth- und Münzgrabenstraße. Nächstes Jahr sind etwa Leonhardgürtel und Leonhardstraße dran – und viele mehr.

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