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9. Juni 2019

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- Grazerin errichtet Skulpturenpark auf Ibiza - Feuerwehr rüstet für Hochwasser auf - Nächster Misstrauensantrag im Landtag - Bauarbeiten beim ASKÖ-Center auf der Zielgeraden - 10. „Grazer" Wirtschafts-Stammtisch

44 sport graz

44 sport graz www.grazer.at 9. JUNI 2019 Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at 44 Wir haben den Verein wieder nahe an dorthin gebracht, wo er einst falsch abgebogen ist.“ GAK-Manager Matthias Dielachers Resüme nach den Jahren im Unterhaus. Freitag feierte man den Drittliga-Titel. RAUCH Mit viel Grazer Klasse gegen Auf Hannes Wolf setzt Gregoritsch (o.). Gegen Topstars wie Werner (u.) wird ein bestens disponierter Kader Voraussetzung sein, um zu bestehen. GEPA (3) ANALYSE. U21-Teamchef Werner Gregoritsch checkt Österreichs Gruppengegner bei der Euro in Italien. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Wenn Österreichs U21- Nationalteam am 17. Juni in die Europameisterschaft in Italien startet, stehen unserem „Zweier“-Nationalteam einige ordentliche Brocken in der Gruppenphase vor der Brust. Teamchef Werner Gregoritsch analysiert sie für den „Grazer“: Serbien: „Ein gutes Resultat gleich zu Beginn wird aufgrund der Auslosung extrem wichtig sein. Die Serben zählen für mich zu den Geheimfavoriten, verfügen über einen sehr ausgeglichenen Kader, zum Teil mit U19- Weltmeistern, und sind souverän durch die Quali marschiert – ungeschlagen! Der Mann schlechthin ist natürlich Luka Jovic, der kürzlich von Frankfurt zu Real Madrid wechselte.“ Dänemark: „Im Test letzten März setzte es für uns ein heftiges 0:5. Sie waren schon achtmal bei einer EM dabei. Auch sie verfügen mit Kasper Dolberg von Ajax über einen Top-Mann, kommen aber vor allem übers Kollektiv. Test-Watschn hin oder her: Gegen die Dänen haben wir intakte Chancen.“ Mit Rekord ins siebente Jahr CITY-TOUR EXTREM. Mit so vielen Startern wie nie wird der E-Grazathlon am Samstag Graz begeistern. Von wegen „verflixtes siebtes Jahr!“ Der E- Grazathlon geht heuer in sein siebentes Bestandsjahr – und das mit einem Anmeldungsrekord! Über 6000 Starter (davon 800 Juniors, die schon beim Puma-Junior-Grazathlon am 14. Juni beim Center West dabei sind) werden erwartet. Stark: der Frauenanteil, der sich auf aktuell 35 Prozent erhöht hat. Neu ist am Lauf-Tag, 15. Juni, Start um 15.30 Uhr, zum Teil die Streckenführung, so werden etwa Lend- und Kapistran-Pieller-Platz erstmals bespielt, Start-/Zielbereich ist die Burgringwiese, da der Augarten teilweise baulich gesperrt ist. Natürlich kann der Grazathlon auch 2019 wieder mit einigen prominenten Namen im Starterfeld aufwarten: Ex-Kicker Mario Haas ist sowieso schon Stammgast, Fitness-Influencer Philipp Knefz sowie Vorjahressieger Hannes Meißel und Veronika Windisch sind ebenso am Start. Als Gast wird Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister vor Ort sein, die man also auch als Zuschauer (15.000 werden prognostiziert) hautnah erleben kann. Für Fans und Sportler gibt’s natürlich auch jede Menge Musik (u.a. 8020 Records) und Co, die Aftershow-Party steigt im Kottulinsky und Monkeys. Nicht nur Muskeln und Hirn werden beim Bewerb gefragt Das Kletternetz ist nur eine der fordernden Hürden beim E-Grazathlon. GEPA sein, auch das Herz. Im Charity- Sinne nämlich: Pro Anmeldung geht ein Euro an Herzkinder Österreich. Apropos Österreich: Der E-Grazathlon ist inzwischen zum Exportschlager über die Grazer Grenzen hinaus geworden, so gibt es inzwischen auch den „Innsbruckathlon“ sowie den „Linzathlon“. PHIL

9. JUNI 2019 www.grazer.at sport graz 45 HERO➜ Timna Zach, Dressurreiterin Die Eggersdorferin kam vom Internationalen Turnier in München mit zwei Stockerlplätzen (1. und 2.) retour. Roman Mählich, Fußballtrainer Ziel Europacup erreicht, aber null überzeugt: Sturm trennt sich kurz nach Saisonschluss von seinem Coach. ZERO ➜ U21-Weltstars Deutschland: „Titelverteidiger, überragende Quali, da brauchst nicht viele Worte. Ein Kader mit Leroy Sane, Timo Werner, Niklas Süle, Serge Gnabry oder Mitchell Weiser – das Team von Stefan Kunz ist klarer Titelanwärter. Da sie der letzte Gruppengegner sind, müssen wir schon vorher Punkte aufweisen, um einen gewissen Polster zu haben. Hier setzen wir auf die Freude unserer Jungs, sich gegen diese Kapazunder beweisen zu können. Das kann viel bewegen.“ Jede Menge Grazer Auf die Grazer Jungs setzt „Gregerl“ große Stücke. Mit Dario Maresic, Ivan Ljubic und John Lema (auf Abruf) sind drei ■■ Die Entwicklungen rund um Sturms Trainerrochade beobachtet auch Vereinslegende Mario Haas. Der „Bomber“ hat in seinen letzten Sturm-Jahren selbst einige Trainer kommen und gehen sehen und weiß, dass in dieser heiklen Phase vor allem eins zählt: „Ruhig bleiben und die Fakten sehen.“ Genauer: „Zum einen bringen jetzt langwierige Diskussionen, ob die Entscheidung, Mählich zu entlassen, richtig war oder nicht, keinen weiter. Im Gegenteil, gefragt ist jetzt, die Ruhe zu bewahren.“ Die Entscheidung wurde von jenen getätigt, die dazu vorgesehen sind, eben der Vorstand. Das, so Haas, Sturm-Kicker im Kader, Ex-Blacky Sandi Lovric übernimmt regelmäßig das Mittelfeld-Kommando. Hinzu kommt mit Hannes Wolf jener Grazer, den RB Leipzig kürzlich aus Salzburg holte. „Ich setz bei den Sturm- Kickern u. a. aufs gegenseitige Spielverständnis. Mit Wolf haben wir zudem einen starken Einzel-Akteur.“ Übrigens: An Gregoritschs Seite stehen mit Didi Pegam, Stefan Arvay und Ex-GAK-Trainer Enrico Kulovits drei weitere Grazer. Mögliches Plus: die Nähe der Spielorte Triest und Udine. Gregoritsch schmunzelnd: „Wir hoffen, dass sich viele Landsleute entscheiden, schnell mal einen Sprung bei uns vorbeizuschauen.“ „Ruhe bewahren!“ Nachdenklich: Otar Kiteishvili und Co steht ein Neubeginn bevor. GEPA gilt es zu akzeptieren – und vor allem: jetzt keine Zeit zu verlieren. „Denn wenn es einen guten Zeitpunkt für so einen Schritt gibt, dann ist es genau jetzt: Die Zeit, bis es wieder losgeht, ist kurz. Die Spieler wissen ab nächste Woche, mit wem sie in die neue Saison gehen, der Trainer selbst hat noch Zeit, sich einzuarbeiten, einen Überblick zu bekommen, Gespräche zu führen und gerüstet in die neue Saison zu starten. All diese wesentlichen Elemente hätten dem Neuen gefehlt, wäre er erst mitten in der neuen Spielzeit geholt worden. Und: Jetzt liegt’s auch an den Spielern, zu überzeugen!“ PHIL Bitter: Die Grazer Ringer ringen um ihr Überleben AM BODEN. Abschiebungen und Verlust der Kampfplätze führten zum Bundesliga-Ausstieg. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at So hat es einfach keinen Sinn mehr“, klingt Gerald Mollich, Obmann der Ringer des AC Vorwärts Graz, resignierend. Denn: Nicht nur die Kicker vom GSV Wacker stehen vor dem Aus, auch der Traditionsverein der Ringer ringt sprichwörtlich ums Überleben. Grund: Personalschwund und Heimatlosigkeit. „Wir haben viele Sportler aus Afghanistan und Tschetschenien. Darunter sind richtig leistungsstarke Burschen. Oder besser: waren ...“ Denn: Da einige der Sportler durch ein, nach durchlaufenem Asylverfahren, nicht erhaltenes fixes Aufenthaltsrecht abgeschoben wurden, sind sie nicht mehr im Kader. „Andere kriegen nur eine zeitlich begrenzte Aufenthaltserlaubnis, dürfen dann auch nicht arbeiten etc. So ist es jetzt schon mal vorgekommen, dass die Betroffenen von einem Tag auf den anderen weg waren. Und keiner mehr was von ihnen hörte“, so Mollich. „Darunter ist auch ein 15-jähriger Nachwuchsringer, eines unserer Top-Talente, gewesen. Zukunftshoffnungen Gerald Mollich (kl. B.) bedauert den Verlust mehrerer Grazer Athleten. KK(2) also, die mit einem Mal wegfallen. Das Grundproblem daher: „Eine Planung über eine ganze Saison ist nicht machbar. Wir können die Kader nicht immer wieder neu auffüllen, da die Leute ja auch beim Österreichischen Verband gemeldet werden müssen.“ Kein Platz für Kämpfe Problem zwei: Der AC Vorwärts hat keine Halle, wo die Liga- Wettkämpfe ausgetragen werden können! „Zuerst konnten wir wegen den Arbeiterkammerwahlen in den dortigen Räumlichkeiten nicht trainieren, in der Karl-Morre-Schule durften wir nicht regelmäßig trainieren, vor allem ist uns aber die eigentliche Heimat im Stadion Eggenberg abhanden gekommen.“ Denn: Dort verzögern sich die Umbaumaßnahmen so massiv, dass die Ringer-Halle noch länger nicht fertig sein wird. Status quo der Ringer: „Wir sind nicht mehr in der Bundesliga, hängen völlig in der Luft. Würden wir wieder einsteigen wollen, müssten wir in der Zweiten Liga ganz neu anfangen! Und ob das ob der aktuellen Lage sinnvoll ist, kann ich nicht sagen ...“

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