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9. Jänner 2022

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- Littering: Immer mehr Müll auf Grazer Plätzern - Elisabethstraße: Wirbel um Allee - Stadt beruft Eissportgipfel ein - Millionen-Investitionen in Graz-Umgebung - Interview mit Claudia Garád von Wikipedia

12 graz www.grazer.at

12 graz www.grazer.at 9. JÄNNER 2022 Kampf gegen Fake News „Ohne seriöse Quelle In den letzten zwei Jahren wurden über 2000 Räder gesammelt.SCHERIAU Über 2000 Räder in zwei Jahren ■ Seit 1. Jänner 2020 übernimmt die Holding den Abtransport von sogenannten Fahrradleichen. Eine erste Bilanz zeigt, dass in den zwei Jahren rund 2000 Räder ordnungsgemäß entsorgt wurden. 22 Räder wurden im Auftrag der Behörde von Hotspots entfernt. Hotspots sind nach wie vor der Hauptbahnhof – wurde im Dezember von der Holding komplett geleert und die Bügel wurden repariert – und das Univiertel. Seitdem fanden nur wenige Räder zu ihren Besitzern zurück, einige wurden gespendet. Claudia Garád erklärt, wie Wissen auf der Wikipedia entsteht. KK, WIKIMEDIA FOUNDATION WISSEN. Am Samstag ist der Wikipedia- Tag. Claudia Garád, Geschäftsführerin von Wikimedia Österreich, im „Grazer“-Interview. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at F rrau Garád, Wikimedia Österreich wurde im Jahr 2008 mit Sitz in Graz gegründet, wie ist es dazu gekommen? Garád: Unser damaliger Grazer Obmann, Kurt Kulac, war einer der aktivsten Wikipedia-Autoren im deutschsprachigen Raum. Zu Beginn gab es einen Fotobewerb, um Denkmäler zu digitalisieren. Da hat man dann auch mit dem Denkmalamt zusammengearbeitet und es hat Sinn gemacht, die Akti- Begabtenschule in Graz Die Medizinische Universität Graz erhält künftig mehr Mittel. MED UNI Med Uni Graz: Budgetzuwachs ■ Bis 2024 steht den österreichischen Universitäten mit 12,3 Milliarden Euro mehr Geld zur Verfügung als je zuvor. Gemeinsam mit den Medizinischen Universitäten Wien und Innsbruck hat die Grazer Med Uni in der Gesamtbetrachtung von 2013 bis 2024 mit einem Zuwachs von mehr als einem Drittel (33,7 Prozent) die höchste Budgetsteigerung erhalten. Im Zeitraum 2022 bis 2024 liegt die Med Uni Graz mit einem Budgetzuwachs von +16,9 Prozent an erster Stelle. BILDUNG. Die FPÖ Graz fordert in der nächsten Gemeinderatssitzung per Dringlichkeitsantrag eine Schule für Hochbegabte. ■ In der nächsten Gemeinderatssitzung am 20. Jänner möchten sich die Freiheitlichen der – ihrer Meinung nach bisher „nicht existierenden“ – Begabtenförderung widmen. Studien zufolge weisen 15 bis 20 Prozent aller Schüler eine besondere Begabung auf, zwei bis drei Prozent verfügen über eine umfassende Hochbegabung. „Nachdem Bildung bekanntlich keine Corona-Pause macht, darf auch Begabtenförderung nicht zu kurz kommen, und so muss auch Graz endlich im Bereich der Begabtenförderung erste Schritte setzen. Immerhin braucht das Land die Talente für Naturwissenschaften, Technik, Mathematik, Sprachen, Kunst und – gerade in Zeiten wie diesen – für Medizin“, so Clubobmann Alexis Pascuttini. „Die Talente von heute sind die Mitarbeiter und Experten von morgen – aus diesem Grund ist es so wichtig, begabte Schüler adäquat zu fördern und sie in ihrer Potenzialentwicklung zu unterstützen.“ Konkret stellen sich die Blauen eine spezielle Schule für hochbegabte Kinder in Graz nach dem Vorbild der Sir-Karl-Popper- Schule in Wien vor und fordern die Errichtung einer derartigen Bildungseinrichtung sogar per Dringlichkeitsantrag. Eine derartige Schule in den Bundesländern und auch in Graz war seitens des Bundes ebenfalls im Gespräch. Die Stadt Graz hat 2016 eine „Begabungsakademie“ im Rahmen der Nachmittagsbetreuung an Volksschulen ins Leben gerufen. Seither gibt es Förderkurse an Samstagen und im Sommer. VENA Die FPÖ rund um Clubobmann Alexis Pascuttini möchte sich um besonders begabte Grazer Kinder kümmern. GETTY, STADT GRAZ/FISCHER

9. JÄNNER 2022 www.grazer.at graz 13 wird sofort gelöscht“ vitäten im Rahmen eines Vereins zu organisieren. Damals war noch alles ehrenamtlich. 2012 haben wir dann unsere Geschäftsstelle in Wien eröffnet. Welche Aufgaben hat der Verein? Garád: Die Aufgaben gliedern sich in drei Bereiche. Wir unterstützen die Community der Wikipedia, etwa mit Events und Reisekosten. Wir arbeiten mit Partnerorganisationen zusammen, um freies Wissen zu fördern und zu digitalisieren. Zuletzt setzen wir uns generell dafür ein, dass freies Wissen entstehen und gedeihen kann. Da beteiligen wir uns auch an Gesetzgebungsprozessen. Fake News und Desinformation im Internet haben in den letzten Jahren sehr zugenommen, wie stark ist die Wikipedia von der Problematik betroffen? Garád: Das ist natürlich ein Thema für uns. Viele von den großen anderen Plattformen verweisen einfach auf uns und sagen, schaut halt, was in der Wikipedia steht. Da ruft man Trolle und Menschen, die Fake News verbreiten, ja geradezu dazu auf, auch auf Wikipedia aktiv zu werden. Die Anzahl der Artikel ist über die Jahre extrem angewachsen, die Zahl der Mitglieder stagniert. Immer mehr Wissen muss von immer weniger Menschen gepflegt werden. Wir haben eine gute Community und es gibt Mechanismen, um Fake News zu finden und aufzudecken, aber es bereitet zusätzliche Arbeit. Bei Wikipedia kann jeder einen Artikel erstellen oder umschreiben, wie stellt man sicher, dass sich auf der Seite nur korrekte Informationen finden? Garád: Jede Wikipedia hat eigene Regeln, in der deutschsprachigen ist es so, dass man mit einem neuen Account keine Live-Änderungen machen kann. Das heißt, meine Änderungen sind zunächst nicht für andere sichtbar. Andere Nutzer schauen dann, ob die Änderungen korrekt und mit einer guten Quelle belegt sind. Viele Menschen haben ihre selbst verfassten Artikel auch auf der Beobachtungsliste und schauen, was andere Personen ergänzen. Wie funktioniert das denn bei einem stark diskutierten Thema wie der Covid-19 Pandemie? Garád: Wenn Autoren keine seriösen Quellen haben, werden Einträge gelöscht. Wenn auf irgendwelche Schwurblerblogs verwiesen wird, dann wird das entfernt. Es gibt Regeln für seriöse Quellen. Bei sehr umstrittenen Artikeln, auch bei Einträgen zu Politikern zum Beispiel, gibt es Diskussionsseiten. Da kann man sich anschauen, wie die Nutzer Veränderungen diskutieren. Ich kann jedem empfehlen, sich das einmal anzuschauen. Es ist sehr spannend zu beobachten, wie Wissen im Internet entsteht. Bikepark für Graz-Umgebung ■ Im letzten Jahr wünschte man sich einen Bikepark in Gratwein- Straßengel. Nun wird das Projekt in Angriff genommen: Der Park soll neben einem asphaltierten Pumptrack auch einen Dirtpark mit verschiedenen Rampen und Sprungelementen beinhalten, wo sich Sportler mit ihren Mountainbikes und BMX-Rädern zukünftig ordentlich austoben können. LH-Stellvertreter Anton Lang freut sich über die Einigung. Fahrräder im Zug erlaubt ■ Besitzer des KlimaTicket Steiermark können alle Züge der S- Bahn und des Fernverkehrs, alle Busse und die Straßenbahnen im Verkehrsverbund Steiermark uneingeschränkt nutzen. Um Kapazitätsprobleme zu vermeiden, wurde über eine kostenlose Fahrradmitnahme im Bahnbetrieb noch verhandelt. Nun sind die beteiligten Verkehrsunternehmen, das Land und der Verkehrsverbund zu einer Einigung LAND STEIERMARK gekommen: Auf den Bahnstrecken der Steiermarkbahn und der GKB ist eine kostenlose Fahrradmitnahme möglich. „Im vergangenen Jahr ist uns bei der Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs in der Steiermark viel gelungen. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir diesen erfolgreichen Weg auch 2022 weitergehen“, freut sich Verkehrsreferent und Landeshauptmann-Stv. Anton Lang.

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