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9. Februar 2021

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- Fitnessstudios, Gastro & Kultur: Für Wiedereröffnung gewappnet - Neueröffnung in Graz: Erster Einblick in die neue Sushi-Bar Toshi - Neue Videoserie zu Covid-19: Die Impfung rettet die Wirtschaft - Kultur- und Finanzstadtrat Günter Riegler im Interview - Neues Projekt ist ins Spitzhaus eingezogen - Wiedereröffnung der Museen

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4 graz www.grazer.at 9. FEBRUAR 2021 Impfung rettet die Wirtschaft AUFGEKLÄRT. Die Universität Graz startet mit ihrer neuen Video-Serie „Clip und Klar“. Darin klären Forscher Fragen rund um das Thema Covid-19. Heute sprach Volkswirt Jörn Kleinert über die Impfung. Von Nina Wiesmüller nina.wiesmueller@grazer.at Gestern traten erste Lockerungen in Österreich in Kraft, unter anderem durfte der Handel wieder aufsperren und versuchte Kunden mit teils sehr hohen Rabatten zum Kauf zu locken. Schließlich sind die Lager voll und die Wintersaison neigt sich dem Ende zu. Dennoch bleibt die Siutation für Geschäftsinhaber angespannt, zu ungewiss sind die kommenden Wochen. Impfung als Retter Jörn Kleinert, Volkswirt an der Universität Graz, zeigt sich allerdings optimistisch: „Sobald die Impfung erste Auswirkungen zeigt, wird sich dies auch positiv auf die Wirtschaft und somit den Handel auswirken.“ Dies werde vielleicht nicht sofort, aber jedenfalls im Laufe der nächsten ein bis zwei Jahre geschehen. Laut Kleinert resultiert der wirtschaftliche Einbruch hauptsächlich aus dem Verbot des Aufeinandertreffens von Anbietern und Nachfragern - also den Ausgangsbeschränkungen. Diese Einschränkungen hören mit der abgeschlossenen Impfkampagne auf. Bis es so weit ist, ist allerdings noch eine große Insolvenzwelle vorhergesagt. Wie viele Unternehmen es nicht schaffen werden, lässt sich jetzt noch kaum sagen, so der Volkswirt. „Die ganz große Pleitewelle mit dem Zerreißen vieler Wertschöpfungsketten ist entgegen anfänglicher Sorgen ausgeblieben. Das verarbeitende Gewerbe hat sich insgesamt sehr robust gezeigt“, ist Kleinert erleichtert. Dazu beigetragen haben sicher die vielen wirtschaftspolitischen Unterstützungspakete. Diese sind „ein Versprechen an die Zukunft“ - sie müssten schließlich zurückgezahlt werden. Jörn Kleinert, Volkswirt und Lehrender an der Universität Graz zeigt sich optimistisch, dass die Coronaschutzimpfung die Wirtschaft retten wird. UNIGRAZ Frischluftaktivtage am Hausberg SPORTLICH. Der heurige Winter ist noch lange nicht vorbei. Wie sich die GrazerInnen draußen im Freien am liebsten betätigen und was die Frischluftaktivtage am Schöckl zu bieten haben. Rodeln, Schneeschuhwandern oder Laufen: Möglichkeiten, sich an der frischen Luft auszupowern, gibt es im Winter so einige in Graz. Ein Highlight sind die Frischluftaktivtage am Schöckl, die auch dieses Jahr wieder mit winterlichen Attraktionen auf den Grazer Hausberg locken – mit Maske und Abstand. In den Semesterferien, von 6. Bis 14. Februar, und am Wochenende darauf kann man täglich von 11 bis 15 Uhr das vielfältige Angebot nutzen: Schneeschuhwanderungen, Rodeln, Bobfahren und Schneerutschen, Snowdecks, Hillboards und vieles mehr warten auf die Besucherinnen und Besucher. Die Ausrüstung wird gegen einen Einsatz kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch in der Stadt kommen zumindest diese Woche die winterlichen Temperaturen zurück. Zur Freude aller Eislauffans: Noch bis zum 21. Februar hat die Winterwelt am Karmeliterplatz geöffnet und mit etwas Glück, wird auch das Eis am Mariatroster Teich wieder dick genug zum Eislaufen. Für alle hartgesottenen, die sich vom Wetter nicht abschrecken lassen, laden die Walking- und Laufstrecken sowie die Radwege in Graz zu einer Runde an der frischen Luft ein. Alles rund um das Wintersportangebot in und um Graz findet man in der neuen Februar BIG unter graz.at/big. Hier noch bei Schnee auf der Rodelwiese in Kalkleiten, demnächst vielleicht schon auf dem Schöckl. Vinzent mit kleiner Schwester Frieda. STADT GRAZ/FSICHER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

9. FEBRUAR 2021 www.grazer.at Kultur- und Finanzstadtrat Günter Riegler graz 5 „Ein Corona-Jahr kostet Graz hundert Millionen Euro!“ INTERVIEW. Trotz enormer Verluste: Fast noch mehr als die Finanzen bereitet Stadtrat Günter Riegler momentan die Kultur Sorge. Er ist für Planungssicherheit und Testungen vor dem Theater- und Konzertbesuch. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Herr Stadtrat, welches ist momentan ihr größeres Sorgenkind: die Kultur oder die Finanzen? Günter Riegler: Jedes auf seine Weise! Im Finanzbereich sind wir aber im Moment zumindest einigermaßen zur Ruhe gekommen, weil wir das Nachtragsbudget 2020 und das 2021er-Budget beschlossen haben und damit auch die Finanzierung für die nächsten zwölf Monate gesichert ist. So gesehen macht mir momentan eher die Kultur wieder mehr Sorgen, weil wir da natürlich jetzt wieder mit den negativen Effekten der Corona-Krise voll konfrontiert sind. Einerseits Stichwort Wiedereröffnung von Schauspielhaus, Opernhaus und andere Kultureinrichtungen. Wie geht man um mit dem Testen? Wenn die Bundesregierung sagt „Nur mit Test ins Opernhaus“: Wie können wir da die Möglichkeiten technisch und finanziell bewerkstelligen? Und andererseits Vereine und freie Szene: Künstlerinnen und Künstler rechnen jetzt das Jahr 2020 ab und melden uns zurück, sie haben extreme Löcher in den Finanzen. Was bräuchte die Kultur jetzt um nicht einen langsamen Tod zu sterben? Riegler: Ich glaube, dass es den Künstlern und insbesondere den Veranstaltern mehr gedient ist, wenn sie einen fixen Termin zur Öffnung wissen – auch wenn er spät sein sollte. Dieses ständige nach hinten Verschieben lässt viele verzweifeln. Eine gewisse Planungssicherheit wäre wichtig. Und natürlich, wie in allen Bereichen, auch Geld. Die freie Szene ist zwar durch die diversen mittlerweile erfolgten Pakete vom Bund, aber auch Pakete des Landes und der Stadt einigermaßen gut durchgekommen. Nur wenn es so weitergeht, dass weiterhin keine Veranstaltungen stattfinden können, dann wird der Druck auf die Politik immer größer noch einmal zu helfen. Was tut die Stadt da? Riegler: Sicherheitshalber habe ich im Budget 2021 einmal einen Posten für Corona-Kultur- Nothilfen vorgesehen. Wie sollen die genau ausschauen? Riegler: Ganz konkret habe ich eine Position hereingenommen in der Höhe von ungefähr 400.000 Euro, die für Notfälle im Kulturbereich reserviert sind. Und im übrigen Budget haben wir auch ein drei Millionen Euro Corona-Hilfspaket geschnürt, wo man je nach Bedarf wird Mittel abrufen können. Und wie stehen Sie zum Antigen- Test vor einem Konzert- oder Theaterbesuch? Riegler: Gründsätzlich würde ich das begrüßen. Ich bin da auch schon in intensiven Gesprächen mit dem Kollegen Drexler aus der Landesregierung. Es betrifft ja dann nicht nur Opernhaus, Schauspielhaus – also die Bühnen Graz –, sondern auch die gesamte freie Szene. Auch für die müssten Gratis-Testmöglichkeiten angeboten werden. Es ist nicht zumutbar, dass jemand zusätzlich zum Ticket-Preis auch noch vierzig Euro in einen Schnelltest investieren muss. Da wird die öffentliche Hand helfen müssen. Nicht nur bei den Tests, sondern Stadtrat Günter Riegler wünscht sich mehr Planungssicherheit für die Kul- tur- und Veranstaltungsszene. KANIZAJ Man darf nicht zu früh Hoffnungen wecken, wenn es noch nicht die nötige Sicherheit dafür gibt!“ Stadtrat Günter Riegler hat durch die Corona-Krise gelernt auf präzise Kommunikation zu achten. generell bei allen Corona-Maßnahmen und Hilfspaketen fragen sich viele: Wer soll das bezahlen? Riegler: Der Stadt Graz kostet dieses Corona-Jahr ungefähr hundert Millionen Euro. Dieser hundert Millionen Euro Negativ- Auswirkung steht die Staatshilfe gegenüber: Die Bundes- und Landeshilfe ist jetzt einmal mit 54 Millionen Euro gekommen, als kommunales Hilfspaket der Bundesregierung und dann Aufstockung durch das Land. Ungefähr die Hälfte dessen, was es uns kostet, ist also einmal abgegolten worden. Dazu kommt noch die Kurzarbeit und bei einzelnen Gesellschaften der Fixkostenzuschuss. Weiter geht‘s auf der nächsten Seite!

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