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9. August 2020

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- Erstes Projekt startet in Kürze: Jetzt wird die Mur Richtung Norden attraktiviert - Gemeinderatswahl 2020 in Graz-Umgebung: Die neuen Bürgermeister stehen fest - Grazer Feuerwehr hat jetzt einen Löschroboter - Wirbel um Gastro-Gutschein: Neue Idee von Freiheitlichen im Spiel - Ortskern in St. Radegund wird belebt - Neuer Corona-Drive-in in Mariatrost eröffnet - Albert Kriwetz wird Gastgeber im Fischwirt: Neues Mitglied der Familie Grossauer - Das Kirscherl wird zur Shisha-Bar

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16 graz www.grazer.at 9. AUGUST 2020 Modernste Technik macht VERSTEHEN. Hörgeräte sind lange kein Tabu- Thema mehr. Heutzutage sind sie wesentlich kleiner und können mit Apps bedient werden. Hörgeräte helfen einem, sich wieder wohlzufühlen und seine Mitmenschen endlich wieder deutlich zu verstehen. Mittlerweile ist die neueste Technik schon so winzig klein, dass man die Geräte kaum noch wahrnimmt. GETTY Wenn man im Alltag kaum noch etwas versteht, kann das schnell belastend werden. Gerade in der Corona-Zeit, wegen der man an einigen Orten noch Masken tragen muss, entstehen schnell Sprach- und Hörbarrieren. Dabei können Hörgeräte wieder für den perfekten Klang sorgen. Jedes Ohr ist anders, genauso individuell wie ein Fingerabdruck. Und auch die Anforderungen an ein Hörgerät sind individuell. Auf dem heutigen Markt gibt es diverse Modelle, einige davon bemerkt man an seinem Gegenüber kaum oder überhaupt nicht mehr. Ein Nebeneffekt eines gesunden Gehörs ist auch die geistige Fitness: Wer gut hört, hat ein geringeres Demenzrisiko. Neueste Technik Moderne Hörgeräte können bereits via Bluetooth mit dem Mobiltelefon oder Fernseher verbunden werden. Apps machen die Bedienung kinderleicht. Ständige Weiterbildungen garantieren, dass die Hörgeräteakus-

9. AUGUST 2020 www.grazer.at graz 17 Hörgeräte fast unsichtbar tiker immer am neuesten Stand der Hörgeräte-Technik sind. Hörgeräte sind heutzutage winzig klein und nahezu unsichtbar. Die Hörgeräte werden mittels einer Ohrabformung individuell an die persönlichen Gehörgänge angepasst, damit es perfekt am bzw. im Ohr sitzt. Alle Ohrpassstücke (Otoplastiken), die einen optimalen Sitz garantieren, werden aus einem gut verträglichen Material im 3D- Druckverfahren hergestellt. Bei besonders empfindlicher Haut oder für Allergiker können diese auch aus Titan angefertigt werden. Am besten lässt man sich beim Spezialisten seines Vertrauens beraten, welches Gerät zu einem passt. Vorteile eine Geräts Neben dem Fakt, dass man endlich wieder ein besseres Sprachverstehen etwa bei Gesprächen, beim Telefonieren, beim Fernsehen etc. hat, hat man auch eine bessere Wahrnehmung der Umgebung, wie zum Beispiel von Vogelgezwitscher oder Regenprasseln. Außerdem kann man sein Selbstbewusstsein stärken, da man sich in seiner Freundes- oder Familienrunde besser integrieren kann. Wesentlich ist auch der Fakt, dass es weniger Anstrengung ist – wer gut hört, bleibt laut verschiedenen Studien länger geistig und körperlich fit. Eine Hörminderung führt nämlich zu hoher körperlicher Anstrengung und vermehrt zu Kopfschmerzen, Erschöpfung und Stress. Man muss sich also nicht schämen, wenn man ein Hörgerät verwendet, eher könnte man stolz darauf sein. Hörverlust erkennen Eine Hörminderung zu erkennen ist nicht so einfach. Ein Hörverlust tritt meist nicht plötzlich auf, sondern schleicht sich in der Regel in unser Leben. Das Verstehen von Sprache fällt immer schwerer und manche Geräusche nimmt man einfach nicht mehr wahr. Auch für das Gehirn ist es wichtig, eine Hörminderung rechtzeitig zu versorgen. Viele bemerken die ersten Zeichen einer Hörminderung selbst gar nicht. Schlecht zu hören bedeutet nämlich nicht unbedingt leiser zu hören. Alltägliche Dinge klingen auf einmal anders, als ob alles verschwimmt. Bei einer Hörminderung gehen gewisse Frequenzen und Laute verloren. Man hört nur mehr unvollständig und aus „schön“ wird z. B. „Föhn“. Gesprächen kann man nur mehr schwer folgen. Mögliche Anzeichen sind beispielweise das laute Hören von Radio oder Fernsehen, welches auf ein schlechteres Sprachverständnis hinweist, oder auch häufiges Nachfragen, was das Gegenüber gesagt hat. Telefongespräche werden vermieden und persönliche Gespräche bevorzugt, weil so der Gesprächspartner beim Sprechen angesehen werden kann. Schwerer wird das schon, wenn beide eine Maske im Gesicht tragen müssen. Sich selbst einzugestehen, dass man schlecht hört, ist für viele nicht einfach. Gleichzeitig ist es aber ein wichtiger Schritt, um gegenzusteuern. Mit den richtigen Hörgeräten wird das Hören – und vor allem das Zuhören – wieder leichter und entspannter. Wie schon eingangs erwähnt, haben Hörgeräte in der heutigen Zeit nichts mehr mit den großen „Hörapparaten“ der Urgroßeltern zu tun, sie sind winzig klein und kaum sichtbar. Sollten Anzeichen von schlechtem Hören da sein, auf zum HNO-Arzt! VALI

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