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8. September 2021

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- Drei Meilensteine für den Hochwasserschutz in Graz - Gastro: Nachfolger fürs Capperi stehen fest - Neue Maßnahmen: Jetzt kommt die 2G-Regel - Verbindungen zur Muslimbruderschaft: Liga Kultur in Graz im Visier - Versöhnung im Gerichtssaal

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4 graz www.grazer.at 8. SEPTEMBER 2021 Neue Maßnahmen: Jetzt kommt die 2G-Regel Bei 15 Prozent Auslastung auf den heimischen Intensivstationen ist die Nachtgastronomie nur noch für Geimpfte und Genesene geöffnet. LUEF COVID-19. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen stellte die Bundesregierung ihren Plan für die kommende Zeit vor: Ab 15. September gelten neue Regeln für Ungeimpfte, ab 15 Prozent ICU- Auslastung sind Nachtgastro und große Events nur noch für Geimpfte und Genesene geöffnet. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Folgende neue Regeln sollen umgesetzt werden: • Ab dem 15. September (Auslas- Die Corona-Zahlen steigen wieder: Auch in Graz ist die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb der letzten drei Wochen von 102,4 Fällen pro 100.000 Einwohner am 18. August auf aktuell 134 Fälle gestiegen. Am 18. Juli waren es noch 36,8 Fälle. Die Werte sind jetzt ungefähr fünf Mal höher als im September 2020. Am heutigen Tag wurden 2.268 Neuinfektionen österreichweit vom Innenministerium vermeldet. Angesichts des Infektionsgeschehens scheinen neue Maßnahmen unumgänglich – durch die steigende Durchimpfungsquote ändern sich aber die Spielregeln. Nach einer Sitzung mit den Landeshauptleuten trat die Bundesregierung heute vor die Presse. „Wir erleben aktuell eine Pandemie der Ungeimpften“, stellte Bundeskanzler Sebastian Kurz klar. „Die Masse der Menschen, die sich anstecken, ist ungeimpft – die Masse der Menschen auf den Intensivstationen ist ungeimpft. Wer nicht geimpft ist, wird sich anstecken früher oder später.“ Der Fokus wird in Zukunft nicht mehr auf die Inzidenzwerte gelegt, sondern auf die ICU- Werte – also die Auslastung auf den Intensivstationen. „Wir haben keine Einschränkungen für Geimpfte vor, sondern werden Schutzmaßnahmen für Ungeimpfte umsetzen“, so Kurz, der einen Stufenplan präsentierte. Maßnahmen im Detail tung wird bei 10 Prozent liegen) wird es neben der FFP2-Maskenpflicht im Bereich des täglichen Bedarfs eine Verpflichtung für Ungeimpfte auch im Handel geben, für Geimpfte nur eine Empfehlung • Ebenfalls ab dem 15. September sind Antigen-Tests nur noch 24 Stunden gültig • Die 3G-Regel gilt ab 15. September schon bei Veranstaltungen ab 25 Personen (Bis jetzt waren es 100 Personen) • Ab 15 Prozent Auslastung (300 Betten): Die Nachtgastronomie sowie Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze mit mehr als 500 Personen sind nur mehr für Geimpfte und Genesene geöffnet • Ab 15 Prozent Auslastung werden Antigen-Wohnzimmertests nicht mehr als gültige Tests anerkannt. • Ab 20 Prozent Auslastung werden Antigen-Tests gar nicht mehr zugelassen. Überall, wo die 3G Regel gilt, muss man geimpft, genesen oder PCR-getestet sein. Keine Schikane Bundeskanzler Kurz betonte, dass es sich bei den neuen Maßnahmen nicht um eine Schikane handeln soll, sondern um Schutzmaßnahmen. Es gelte einen erneuten Lockdown mit aller Kraft zu verhindern. Dabei stellte er klar, dass es einen solchen zumindest für Geimpfte ohne hin nicht mehr geben könne. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein appellierte deshalb einmal mehr an die Bevölkerung sich impfen zu lassen. Aktuell werden in ganz Österreich bereits die Auffrischungsimpfungen für die Ältesten vorbereitet. In Pflegeheimen haben diese bereits begonnen. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

8. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at Verbindungen zur Muslimbruderschaft graz 5 Liga Kultur in Graz im Visier BRISANT. Eine aktuelle Studie der Dokumentationsstelle Politischer Islam deckt ideologische wie personelle Verbindungen der Liga Kultur in Graz zur islamistischen Muslimbruderschaft auf. Bild aus dem aktuellen Bericht: Ayman Ali (l.), der ehemalige Imam der al-Nur Moschee der Liga Kultur in Graz, mit Hamas-Führer Ismail Haniyya. SCREENSHOT Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die Dokumentationsstelle Politischer Islam veröffentlichte heute eine Studie zum „Liga Kultur-Verein in Österreich“ aus der hervorgeht, dass dieser in Graz und Wien eine langjährige ideologische, strukturelle und persönliche Nähe zur Muslimbruderschaft pflegt. So hatten führende Vertreter über die Jahre hinweg enge Kontakte zu Personen aus dem Umfeld der rechtsextremen Bruderschaft. Auch der ehemalige Imam der al-Nur Moschee der Liga Kultur in Graz hatte neben seinen Aktivitäten für die ägyptische und europäische Muslimbruderschaft nachweislich Kontakt zur von der Europäischen Union als Terroristische Vereinigung eingestuften Hamas. Social-Media-Postings In der Ideologie der Liga Kultur spielt auch Hasan al-Banna immer wieder eine wesentliche Rolle. Auf ihrer Facebook-Seite postete die Liga Kultur mehrfach Zitate des Gründers der Muslimbruderschaft, in denen das Märtyrertum und die Bereitschaft zum Tode im Dienst der Religion betont wird – ein wiederkehrendes Motiv in der Ideologie der Muslimbruderschaft. Die Liga Kultur selbst bestreitet jegliche Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Der 89-seitige Bericht ist unter www.dokumentationsstelle. at als Download verfügbar.

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