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8. September 2019

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- Heuer darf es keinen Unfall mehr geben: Stadt Graz startet Sicherheits-Paket für Schulwege - Graz soll Klima-Innovationsstadt Nummer eins werden - Baustart für neuen Park bei den Dominikanergründen - Univiertel: Orange wird zur Schrillen Grille - Thal: Mülldeponie ist einfach weggerutscht - Riedenweinpräsentation 2019

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6 graz www.grazer.at 8. SEPTEMBER 2019 K O M M E N T A R von Vojo Radkovic ✏ vojo.radkovic@grazer.at Klimaschutz ist für Politiker sichere Bank D er Grazer Bürgermeister Nagl und sein Stellvertreter Mario Eustacchio boten in dieser Woche großes Kino: Beide verabschiedeten sich zumindest vorübergehend vom umstrittenen Projekt Plabutsch-Gondel und setzen dafür auf volle Fahrt für den Klimaschutz in Graz. Das für die Plabutsch-Gondel vorgesehene Budget von 30 Millionen geht in den Klimaschutz. Auch wenn man beiden Politikern abnehmen kann, dass sie selbst voll und ganz hinter diesem Thema stehen, war das doch ein geschickter Schachzug. Die Regierer sind voll für den Klimaschutz, wer bitte soll was dagegen haben. Dem entsprechend auch die Reaktionen der Opposition. Stadträtin Elke Kahr, KP, die sonst meist alles gleich kritisiert, was aus dem Bürgermeistermund kommt, sieht hier wesentliche Bausteine für den Klimaschutz, wenngleich ihrer Meinung nach das Umdenken erst spät erfolgt. Judith Schwentner von den Grünen meinte, dass jetzt jeder und jede in Graz vom Klimaschutz profitieren soll. Dass es in Zeiten wie diesen, wo auch das menschliche Klima Schutz bedarf, möglich ist, dass in der Gemeindestube alle an einem Strang ziehen, ist die erfreulichste Meldung seit langem. Wir werden sehen, ob das Klima wirklich besser wird. Nagl: Messe-Preise und Uni für Klimaschutz TATENDRANG. Graz soll laut Bgm. Siegfried Nagl Klima- Innovationsstadt Nr. 1 werden. Im Gespräch mit dem „Grazer“ sagt er, wie das gehen soll. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Der Grazer Bürgermeister macht gleich Nägel mit Köpfen. Eine der ersten Ideen ist eine Einrichtung, ähnlich wie sie beim Menschenrechtspreis der Stadt Graz funktioniert, von mehreren Klimaschutzpreisen. Siegfried Nagl: „Es soll Klimaschutzpreise in fünf Kategorien geben: für Private, für Unternehmer, Bauprojekte, Öko-Projekte und einen Sonderpreis für die innovativste Idee. Dafür werden jährlich 15.000 Euro budgetiert und für jede Kategorie gibt es einen Preis von 3000 Euro.“ Nagl wartet mit zwei weiteren Premieren für Graz auf: „Lösungen der Zukunft werden von Forschungsorganisationen mitentwickelt. Deswegen unterstützen wir eine Stiftungsprofessur für Klimaschutz mit der TU Graz und der Karl-Franzens-Universität. Des weiteren wird es als österreichweit erstes neues Format T R E N D B A R O M E T E R Grazer im Rampenlicht 1. LH Hermann Schützenhöfer201 Die Landtagswahl 2019 katapultierte den Landeshauptmann in den Medien auf den ersten Platz. eine Klimaschutz-Messe in Graz geben, wo sich die Bürger über alle Fragen des Klimawandels und Klimaschutzes informieren können. Es soll eine große Messe sein, die alle Klimaschutz- Aspekte abdeckt.“ Die Bedeutung des Klimaschutzes sieht man am dafür vorgesehenen Budget. Für den Sportschwerpunkt gibt es drei Millionen Euro, für das Kulturjahr fünf Millionen und für den Klimaschutz 30 Millionen, ermöglicht durch Verschiebung des umstrittenen Plabutsch-Gondel-Projekts. Hilfe auch von Grün Nagl: „Ich freue mich darüber, dass beim Klimaschutz alle mitziehen und mich etwa die Grünen-Chefin Judith Schwentner schon fragte, wie sie mir da helfen kann. Wir werden sowohl den Plabutsch als auch Thal im Auge behalten. In Thal kommt ein völlig neues Restaurant und der Plabutsch soll auch ohne Gondel erlebbar werden. Wir werden gemeinsam mit der Holding Graz mit kleineren Elektro-Bussen auf den Berg fahren, der ja sehr kurvenreiche, enge Straßen hat, und mit Wasserstoff-Bussen werden wir die Normallinie nach Thal verstärken. Generell wollen wir in Graz nicht die Klima-Notstandsstadt sein, sondern Klima-Innovationsstadt Nr. 1 in Österreich werden. Jede Grazerin, jeder Grazer ist aufgerufen, auch auf sei- nen eigenen ökologischen Fußabdruck zu achten.“ Und wie sieht dieser persönliche ökologische Fußabdruck beim Bürgermeister aus? „Ich habe meine Ernährung umgestellt, kaufe regional ein, habe immer darauf geachtet, dass mein Wohnort und mein Arbeitsort möglichst nahe nebeneinander sind. Ich fliege weniger, kaufe so gut wie nie im Internet. Und wir alle sollten mehr zu Fuß gehen.“ Nagl weiter: „Wir haben schon sehr viel für den Klimaschutz getan. 2017 hatten wir 131 Feinstaub-Überschreitungstage, 2018 waren es nur mehr 39 Tage und bislang sind es zwölf Tage“, so Nagl. Wer diese Woche wie oft in heimischen Medien vorkam 2. Franco Foda, ÖFB-Team-Trainer 100 3. Andreas Gabalier, Volks-Rock-’n’-Roller 71 ex aequo Oliver Marach, Tennis-Star 71 5. Mario Kunasek, FP-Spitzenkandidat 61 LUNGHAMMER derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ &MARKETING: SilviaPfeifer (0664/806666918),LauraReiterer (0664/806666695) |CHEFREDAKTION/PROKURA: TobitSchweighofer (DW2618) |REDAKTION: VerenaLeitold (0664/806666691),VojoRadkovic (0664/806666694),ValentinaGartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Svjetlana Wisiak (0664/80 666 6491), Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891, Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 68 48), Robert Heschl (0664/80 66 66 897), Mag. Eva Semmler (0664/80 66 66 895), Thomas Maier (0664/80 666 6690), Egbert Triebl (0664 / 80 66 66 892) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0660/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 174.566 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2019). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

8. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at graz 7 Kaufmanns Homo-Ehe ist „schwer in Ordnung“ QUEER. Überraschung und heftige Wortgefechte begleiteten eine Debatte zur NR-Wahl. Von Svjetlana Wisiak svjetlana.wisiak@grazer.at Elefantenrunden anlässlich der anstehenden Nationalratswahl sind neuerdings keine Mangelware. Zu einer unkonventionellen luden die Rosa­ Lila PantherInnen in dieser Woche. Auf der Murinsel stellten sich die Grüne Wiener Gemeinderätin Jennifer Kickert, die steirischen Spitzenkandidaten Fiona Fiedler (NEOS) und Robert Krotzer (KPÖ) und die NR-Kandidaten Martina Kaufmann (ÖVP), Mario Lindner (SPÖ), Gabriele Faller (Jetzt) und Doro Blancke (Wandel) den Fragen von Vereinschef Joe Niedermayer. Überraschend kam Kaufmanns öffentliches Outing. Sie hatte im Frühjahr ihre Partnerin geheiratet. Wie das in der „konservativen“ Partei angekommen sei? Gut besucht war die von den RosaLila PantherInnen einberufene Polit-Runde, die sich auf Wahlkampf- Themen der „intersexuellen“ Szene spezialisierte. ANDY JOE „Schwer in Ordnung“, lautet die Antwort. Während sich Kaufmann mitunter heftigen Attacken stellen musste, war die FPÖ der Einladung gar nicht gefolgt. Welche Partei auch im Wahlprogramm auf „queere“ Personen eingeht? Eine Stichwortsuche ergibt: nur SPÖ und Grüne.

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