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8. September 2019

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- Heuer darf es keinen Unfall mehr geben: Stadt Graz startet Sicherheits-Paket für Schulwege - Graz soll Klima-Innovationsstadt Nummer eins werden - Baustart für neuen Park bei den Dominikanergründen - Univiertel: Orange wird zur Schrillen Grille - Thal: Mülldeponie ist einfach weggerutscht - Riedenweinpräsentation 2019

14 szene Verena Leitold

14 szene Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Riedenweinpräsentation 2019 www.grazer.at 8. SEPTEMBER 2019 Wir haben die Flüssigkeiten fälschlicherweise als Weine bezeichnet.“ Steiermärkische-Vorstand Oliver Kröpfl erinnert sich an die Einkaufsfahrten mit seinen Gastronomen-Großeltern. FOTOKUCHL Mehr als 400 der besten Winzer Walter Skoff (r.) mit seinem Verkaufsleiter Harald Wickhoff Silberberg-Direktor Reinhold Holler (l.) und Winzer Erwin Sabathi Saxofonist Ingo Herzmaier sorgte für die nötige Stimmung. Rene Kollegger, Sabine Flieser-Just und Robert Flieser (v. l.) ZUM WOHL. 56 steirische Winzer präsentierten diese Woche ihre besten Weine in der Alten Universität. Natürlich kam die Sprache unter den Gästen – darunter auch einige VIPs – auch auf den Jahrgang 2019. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Bevor es mit der diesjährigen Weinlese losgeht, kam die Crème de la Crème der heimischen Winzer noch einmal bei der Riedenweinpräsentation in der Alten Universität zusammen. 56 von ihnen präsentierten dort ihre besten Tropfen – mehr als 400 waren es an der Zahl. „Die werden wir wahrscheinlich nicht alle schaffen“, befürchtete Weinbaudirektor und Wein-Steiermark-Geschäftsführer Werner Luttenberger gleich zu Beginn. Bei den edlen Flaschen kam es aber auch weniger auf die Quantität als auf die Qualität an: „Riedenweine sind sehr vom Terroir geprägt: von der Hanglage, der Sonneneinstrahlung, dem Boden. Es sind einfach die besondersten Weine der Steiermark“, fasste es die neue Weinkönigin Katrin Dokter zusammen, die mit ihren Prinzessinnen Beatrix Luttenberger und Lisa Müller nach der Leibnitzer Weinwoche einen der ersten Termine in der neuen hoheitlichen Funktion absolvierte. Besonders waren aber nicht nur die Weine, sondern auch die Tatsache, dass alle Winzer persönlich da waren, um ihre Produkte zu präsentieren. „International gesehen ist das einzigartig!“, stellte Wein-Steiermark-Obmann Stefan Potzinger noch einmal klar. „Man hat die Gelegenheit, mit den Bauern selbst zu sprechen und zu fragen ,Was hast du dir dabei gedacht?‘“ Und wie hatte Landesrat Hans Seitinger schon im Vorfeld der Präsentation gescherzt: „Kennst du einen Weinbauern und der hat gute Weine, stell dich gut mit ihm, sonst trinkt er sie alleine!“ Diesen Spruch haben sich offensichtlich auch einige bekannte Gäste zu Herzen genommen: Zum Kosten und Weinphilosophieren kamen nämlich auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landwirt- LK-Direktor Werner Brugner (l.) und Werner Luttenberger Kultkellner Herbert Graf (l.) und Wolfgang Otter vom Landhaus Oswald kosteten ein paar der edlen Tropfen. Ritterliche Kostrunde: Winzer Thomas Polz (Mitte) mit den Weinrittern Alois Paul (l.) und Michael Azodanloo

8. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at szene graz 15 FOTOKUCHL (2) Armin Tement WIE VIELE WEINE HABEN SIE DABEI? Jürgen Trummer Sulz, Grassnitzberg, Zieregg: Sauvignon blanc und Morillon vom Vom Weingut Tement gab es 10 10 : 6 Ried Obegg unterschiedlicher Jahrgänge gab’s beim Weingut Weine (2013–2018) zu verkosten. Trummer. Weine zur Verkostung schaftskammer-Direktor Werner Brugner oder Gemeinderat Harry Pogner. Ex-Sturm-Präsident und Gastronom Alois Paul, gleichzeitig Vizeconsul des Weinritterordens, kam mit Proconsul Michael Azodanloo. Unter die Gäste mischten sich außerdem Spar-Chef Christoph Holzer, Sommeliersverbandspräsidentin Sabine Flieser-Just, der genau an diesem Tag frischgebackene Direktor der Weinbauschule Silberberg Reinhold Holler, Kultkellner Herbert Graf (ehemals Operncafé) und Caterer Wolfgang Otter (Landhaus Oswald). Jahrgang 2019 Auch wenn die Weine größtenteils schon länger gereift waren – es gab unterschiedlichste Jahrgänge vom Jahr 2006 aufwärts zu verkosten –, war der neue Jahrgang 2019 natürlich auch Thema der Diskussion. „Vor 50 Jahren haben wir am 9. Oktober mit der Lese gestartet, heuer könnte es ein ganzes Monat früher sein – das ist Klimawandel“, erklärte Werner Luttenberger. „Es schaut nach zirka dem 15. September aus“, schätzte Stefan Potzinger und gab gleich eine Prognose für das Weinjahr ab: „Es wird vielleicht kein Jahrhundertjahrgang, aber ein sehr, sehr guter!“ Der relativ kühle Mai mit der recht späten Blüte – „fast wie früher in den 80ern“ –, zwei Hitzeperioden, die aber nicht sehr geschadet haben, weil immer genug Wasser vorhanden war, und zumindest gleichmäßig verteilter Hagel lieferten die klimatischen Bedingungen für eine vermutlich auch mengenmäßig große Ernte. Herausforderungen Wirtschaftlich fasste Landesrat Seitinger, der die Riedenweinpräsentation aber zugunsten des Altausseer Kirtags verpasste, drei Schwerpunkte für die Zukunft zusammen: „Die Wein-Tourismus- Achse muss verstärkt werden, es müssen neue Lösungen für den Wein im Klimastress gefunden und die Türen nach außen geöffnet werden!“ Ein bisschen Sorge bereitet ihm der Blick zu den Nachbarländern: „Die Trauben sind nicht zu wenige, es gibt dort sehr günstige Preise. Aber wir geben uns der Marktprostitution nicht hin! Es braucht faire Preise für unsere Bauern!“ Alle Fotos auf www.grazer.at Wein-Steiermark-Obmann Stefan Potzinger, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Weinbaudirektor Werner Luttenberger (v. l.)LACH (8), FOTOKUCHL (3) Die frischgebackenen Weinhoheiten Lisa Müller, Beatrix Luttenberger und Katrin Dokter (v. l.) mussten noch einmal auf ihre königlichen Aufgaben anstoßen. Dieses Mal nicht aus dem Supermarktregal, sondern direkt vom Weingut: Spar-Chef Christoph Holzer und Winzerin Katharina Wruss Gemeinderat Harry Pogner (3. v. l.) mit den Winzern Johannes Rauch, Hannes Dreisiebner und Christof Winkler-Hermaden (v. l.)

2021