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8. März 2021

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- Weltfrauentag in Graz - Anwalt bekräftigt Vorwürfe an Zahnärztin - Grazer verletzte Polizist - verurteilt - Rock für Parkinson-Forschung - Private Parkplätze zu vermieten

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4 graz www.grazer.at 8. MÄRZ 2021 Die „Faustina“ wurde zurück nach Libyen gebracht. JOANNEUM/B. SCHLIBER-KNECHTL Libyscher Kopf zurückgegeben ■ Der steirische Kulturlandesrat Christopher Drexler übergab dem libyschen Botschafter Jalal Alashi gemeinsam mit dem Direktor des Universalmuseums Joanneum Wolfgang Muchitsch eine aus Libyen stammende Skulptur, die sogenannte „Faustina“. Der marmorne Frauenkopf wurde 1967 in der Nähe von Graz gefunden. Das Team um Tobias Madl forscht an der Entstehung des Grauen Stars, MEDUNI MedUni forscht an Grauem Star ■ Der Graue Star ist die häufigste Augenerkrankung bei alten Menschen. Die genaue Ursache für die Krankheit ist nach wie vor ungeklärt, allerdings gelang es Forschern der Medizinischen Universität Graz jetzt gemeinsam mit internationalen Kollegen herauszufinden, dass vor allem die alterbedingte Verschiebung des Linsenproteins für die Entstehung verantwortlich ist. Anwalt bekräftigt Vorwürfe an Zahnärztin: „Meine Klienten haben noch heute starke Schmerzen!“ Anwalt Frank Carlo Gruber im Interview über den Fall der Zahnärztin aus dem Süden von Graz-Umgebung. LUEF INTERVIEW. In unserer gestrigen Ausgabe zeigten wir den Fall einer Zahnärztin auf, die an gesunden Zähnen Behandlungen durchgeführt haben soll. Frank Carlo Gruber, der Anwalt der Betroffenen, im großen Interview. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Wie kamen Sie an den Fall? Gruber: Herbert Rath, ein Reitkollege von mir, hat mich kontaktiert, da er nach einem Zahnarztbesuch sehr stark und schon sehr lange Schmerzen litt. Nach Einholung einer zweiten ärztlichen Meinung bat er mich um Hilfe. So fing es an und einige Wochen später bekam ich zufällig einen Anruf von Familie Haid, die mich ebenfalls um Hilfe bat. Ich wusste sofort, um welche Zahnärztin es sich handelte, da die Fälle fast identisch waren. Die Betroffenen kannten sich vorher aber nicht? Gruber: Nein, die haben sich durch mich kennengelernt. Was werfen Sie der Ärztin vor? Gruber: Unser Hauptvorwurf ist, dass gesunde Zähne bewusst zerstört wurden. Mit teils irreperablen Schäden, wie das neue Sachverständigen-Gutachten bestätigt. Sie klagen, neben der Sachver- haltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft, aktuell zivilrechtlich. Was fordern Sie da? Gruber: Drei Dinge: Schadenersatz, weil meine Klienten für etwas bezahlt haben, das sie nicht gebraucht hätten. Schmerzensgeld, für die Körperverletzung und die psychische Belastung, und außerdem ein Feststellungsbegehren, dass die Beschuldigte dreißig Jahre für alle Folgeschäden – die das Gutachten auch bestätigt – haftet. Die Gegenseite wiederum meint, das Gutachten sei fehlerhaft. Gruber: Das kann ich mir nicht vorstellen. Peter Dobida, der das Gutachten angefertigt hat, ist ein renommierter Zahnarzt und Sachverständiger. Selbst wenn, was ich nicht glaube, Fehler enthalten sind, kann sich ein solcher Experte ja nicht bei mehreren Gutachten bei so vielen Zähnen derart vertun. Es ist immerhin kein Gefälligkeitsgutachten, sondern wurde von der Staatsanwaltschaft bestellt. Da so etwas in den Raum zu stellen, nur weil das Ergebnis einem nicht passt, das finde ich befremdlich. Ihre Vorwürfe werden auch noch anders gestützt? Gruber: Ja, beispielsweise durch den früheren Zahnarzt von Rath. Der schloss praktisch aus, dass dessen Zähne nur wenige Monate nach der letzten Behandlung plötzlich in so viel schlechterem Zustand gewesen sein sollen, um derartige Behandlungen zu rechtfertigen. Unsere Kronzeugin, sozusagen, ist außerdem Vanessa Haid, die noch vor der Behandlung, gleich nach der Schocknachricht, unter Tränen eine zweite Meinung einholen ließ. Dort zeigte sich: Es musste nichts gemacht werden. Wie geht es Ihren Klienten heute? Gruber: Herbert Rath und Kurt Haid haben immer noch Schmerzen, ihre Zähne sind ein Jahr später noch sehr temperaturempfindlich. Gibt es noch weitere Betroffene? Gruber: Ja, ich bin mit einigen in Kontakt. Schon seit gestern, nach Erscheinen des Artikels, haben sich mehrere gemeldet, die zuvor schon einen Verdacht hatten und sich jetzt bestätigt sehen. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/ REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. 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8. MÄRZ 2021 www.grazer.at graz 5 C H R O N I K Blaulicht Report ✏ julian.bernoegger@grazer.at Grazer fuhr auf Drogen mit Auto ■ Der Grazer Polizei ist am Samstag schon wieder ein Drogenlenker ins Netz gegangen. Gegen 8.45 Uhr fiel einer Streife im Bezirk Gries ein verdächtiges Fahrzeug in der Mauergasse auf. Der Lenker des Autos (44) wirkte bei der Kontrolle apathisch und reagierte kaum auf Anweisungen der Beamten. Ein 34-Jähriger, der auf der Rückbank des Wagens saß, mischte sich in die Amtshandlung ein und störte diese. Trotz mehrmaliger Abmahnung wurde der 34-Jährige stets aggressiver und musste schließlich festgenommen werden. Polizisten stellten bei der Durchsuchung des Mannes einige Gramm Marihuana-Samen Am Samstag erwischte die Grazer Polizei erneut einen Drogenlenker. Erst letzte Woche gingen den Beamten drei berauschte Fahrer ins Netz. GETTY und ein weißes Pulver sicher. Der Fahrzeuglenker wurde der Polizeiärztin vorgeführt. Ein Urintest verlief auf mehrere Suchtmittel positiv. Die Personen werden nun wegen mehreren Übertretungen angezeigt. Nacht-Fahndung mit Hubschrauber ■ In der Nacht auf Samstag fahndete die Polizei in Stattegg nach einem Verdächtigen. Eine 30-Jährige alarmierte die Polizei, weil sie seltsame Geräusche gehört hatte. Den eintreffenden Polizeibeamten teilte sie mit, dass soeben ein Mann aus dem Garten geflohen sei. Die Beamten lösten umgehend eine Fahndung aus, an der sich auch ein nachtsichttauglicher Polizeihubschrauber der Flugeinsatzstelle Wien beteiligte. Die Fahndung musste vorerst ergebnislos eingestellt werden, der Mann war wohl von der Frau gestört worden, als er sich an deren Auto zu schaffen machte. Er hat einige Dokumente aus dem Pkw entwendet. Radfahrer (57) von Auto gestreift ■ Samstagabend kam es im Grazer Bezirk Jakomini zu einem Verkehrsunfall. Ein 57-jähriger Fahrradfahrer war auf dem Schönaugürtel unterwegs, als er plötzlich von einem schwarzen Alfa Romeo mit einem Grazer Kennzeichen überholt wurde. Der Wagen streifte den Fahrradfahrer, dieser kam zum Sturz und verletzte sich leicht. Der Mann wurde anschließend ambulant im Grazer UKH behandelt. Der Autofahrer dürfte den Unfall wohl nicht bemerkt haben, er fuhr jedenfalls einfach weiter. Die Polizei bittet Zeugen des Unfalls, sich bei der Verkehrsinspektion unter der Telefonnummer 0 59133/65 41 10 zu melden.

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