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8. März 2020

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- Innovative Ideen gegen den Klimawandel: Stadt setzt Tummelplatz mit Sprühnebel unter Wasser - 83.500 Pflanzen bringen die Stadt zum Leuchten - Neue Hilfe für Menschen mit Behinderung gestartet - Schlossberg Restaurant: Neue Ausstattung, neues Konzept - Neue Eisperle in der Färbergasse eröffnet - Orientierungshilfen kaum noch zu erkennen - Senioren-Inseln in Parks mit Boccia und Schach - Wirbel um Wohnbau im Hochwasserschutzgebiet - 4 von 5 Grazern finden: Corona-Hysterie ist übertrieben - Beisl-Rallies und Ganoven-Rundgänge: Newcomerin erfindet Stadtführungen neu - Fasching 2020

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8 graz www.grazer.at 8. MÄRZ 2020 Kinder: Graz investiert in SCHERIAU, LUEF, STADT GRAZ O., u. li.: Beim „Tag des Sports“ vom „Grazer“ zeigten Kids, was sie können. U.re.: Das Radfahrtraining soll auf die Radfahrprüfung vorbereiten. UNSPORTLICH. Unsere Kinder weisen massive körperliche Unzulänglichkeiten auf. Die Stadt investiert jetzt in viele Gegenmaßnahmen. Von S. Wisiak, T. Schweighofer, & V. Leitold redaktion@grazer.at Auf 40 Prozent hat sich die Durchfallquote unter Grazer Kindern bei der freiwilligen Radfahrprüfung eingependelt. Die Stadt hat diese alarmierende Zahl zum Anlass genommen, Prüfung wie auch Training zu überarbeiten. Mit 43.500 Euro fördern Straßenamt und Verkehrsplanung die Forschungsgesellschaft für Mobilität, die Trainings unter realen Bedingungen anbietet. Erstmals werden diese heuer in Schulen mit hoher Durchfallquote intensiviert. Außerdem wird die Zeitspanne für die praktische Prüfung verlängert. „Radfahren soll Spaß machen. Es ist schade, wenn Kinder bei der Prüfung durchfallen“, findet Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Sportliche Vorbilder Auch in anderen motorischen Fähigkeiten zeigen Kinder massive Defizite: So kann nur jeder zweite Österreicher zwischen fünf und 19 Jahren gut schwimmen. Immer weniger Kinder schaffen einen einfachen Purzelbaum. Rund 25 Prozent der Kinder bewegen sich entsprechend der WKO-Empfehlung 60 Minuten pro Tag. Zudem sind elf Prozent der Schüler zwischen erster und achter Schulstufe übergewichtig. Wenn es nach Sportamtsleiter Thomas Rajakovics geht, so liegt Seiersberg-Pirka wird bald zur e5-Gemeinde Roth, Hohenberg, Birgit Haberschrick und Cserni (v. l.) FOTO KK Von Elbharmonie bis Hadid-Haus ■■ Das nunmehr auch in Graz sesshafte steirische Traditionsunternehmen von Martin Cserni bekam durch den Auftrag zur Gestaltung des Inneren der Elbphilharmonie in Hamburg auch den Auftrag für das Argos-Gebäude der weltbekannten Architektin Zaha Hadid in Graz. Haus-Schirmherr Reinhard Hohenberg führte Martin Cserni und Saubermacher-Chef Hans Roth durch das neue Grazer Leuchtturmprojekt, wo Cserni gleich eine Dependance eröffnete. AKTIV. Die Gemeinde will in Zukunft noch stärker auf effiziente Energiepolitik setzen. ■■ In der letzten Gemeinderatssitzung wurde es beschlossen, ab April soll es schon so weit sein: Seiersberg-Pirka will sich als „e5- Gemeinde“ auszeichnen lassen. Bereits vor mehr als zehn Jahren wurde das europaweite e5- Programm für energieeffiziente Gemeinden entwickelt, in dessen Verlauf Schwachstellen und Verbesserungspotenziale der Energiepolitik der Gemeinden aufgedeckt werden sollen. Ziel ist, alle Akteure und Stakeholder der Gemeinde in ein Team zu bringen und gemeinsam, mit Unterstützung kompetenter e5-Betreuer, engagierte Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. „In der ersten Vorbesprechung hat sich unsere Ansprechperson der Energie Agentur beeindruckt von unseren schon umgesetzten Klimaschutzmaßnahmen gezeigt“, freut sich Bürgermeister Werner Baumann. Dazu gehören z. B. 10.000 neue Bäume in den letzten fünf Jahren, die Umstellung von Straßenlaternen auf LED oder verschiedene Öko-Förderungen. So sollte der Zertifizierung nichts im Weg stehen. FAB Bürgermeister Werner Baumann mit Heide Rothwangl-Heber (e5-Steiermark-Team) und Gemeinderätin Silvia Glatz (v. l.) GEMEINDE SEIERSBERG-PIRKA

8. MÄRZ 2020 www.grazer.at graz 9 Bewegung die Verantwortung bei den Eltern: „36 Prozent der Grazer treiben überhaupt keinen Sport. So geben sie kein gutes Vorbild für ihre Kinder ab“, mahnt er. Angebote gäbe es jedenfalls genug: Im Winter schickt die Stadt Graz im Rahmen der „Schneetage“ bis zu 2000 Kinder auf die Piste und lässt sich das 100.000 Euro kosten. Das Sportamt stellt außerdem insgesamt 7000 Kursplätze in rund 50 Sportarten jährlich zur Verfügung – die Stadt steuert 300.000 Euro bei. Um das Interesse der Kinder zu wecken, gibt es den Sportgutschein: „Wir stellen 800 Gratis- Jahresmitgliedschaften in den Grazer Sportvereinen zur Verfügung“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Im Frühjahr werden Schulen wieder zum Grazer Laufcup eingeladen. Die Klassen konkurrieren mit „erlaufenen“ Kilometern. Im kommenden Jahr startet ein Pilotprojekt an ausgewählten Schulen, wo ausgebildete Sporttrainer die Turnstunden begleiten. Zwei Drittel des jährlichen Sport-Budgets (4,3 Millionen Euro) fließen in Jugendsport. Zur Bewusstseinsbildung trägt auch „der Grazer“ mit dem „Tag des Sports“ bei, bei dem alle zwei Jahre Vereine bei Kindern Interesse am Sport wecken. Alarmierende Zahlen ■■Radfahren: 40 % fallen bei der Radfahrprüfung durch. ■■Gewicht: Jedes 9. Kind zwischen 6 und 14 ist zu dick. ■■Haltung: 12,4 % der Schüler zeigen Haltungsschwächen. ■■Schwimmen: 40 Menschen ertrinken im Jahr. 5 von ihnen sind Kinder. Jeder 2. zwischen 5 und 19 kann nicht schwimmen.

2021