7 TAGE SONNTAG

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8. Juli 2018

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- Grazer Spielplatz-Test: Auch für Erwachsene - Chance vertan: Traum von Olympia in Graz ist geplatzt - Veranstalter fühlen sich vom Amt sekkiert - 3,7 Millionen Euro für digitale Schulen - Debüt für den Schlossbergball

Inhalts-Quiz Wem

Inhalts-Quiz Wem gehören diese Augen? SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ... die seite 2 www.grazer.at 8. JULI 2018 1 Dani Gmeinfarmer 2 Dagmar Gmeinwirt 3 Daniela Gmeinbauer Lösung Seite 19 Was ist das? 1 Nuss 2 Maden 3 Schneckenhaus Lösung Seite 12 Was kostet das? 1 ab 40.000 Euro 2 ab 16.599 Euro 3 ab 567.333 Euro Lösung Seite 30 Navigator Lokales4-17 Szene18-25 Eco26/27 Viva 28/29 Motor30-32 Wohnen 33-35 Sport 36/37 Rätsel38/39 der Grazer Bade-Pass 4-mal Therme um € 39,– www.grazer.at ...Tennis-Star Oliver Marach Der beim Wimbledon-Turnier antretende Grazer spricht über „sein“ Panama und die Schwierigkeit, Erfolg zu genießen. Im Leben will er „nix geschenkt“. Bei Heimatbesuchen in Graz landen heimische Produkte bei Tennis-Profi Marach nie im „Frühstücks- Out“: Genossen werden steirisches Joghurt, Obst und Gebäck. SCHERIAU Österreichs bester Doppel-Spieler frühstückt nicht zu zweit? Heute ausnahmsweise nicht, sonst immer! Mit meiner Frau Jessie, und dann sind auch meine Töchter Leah und Amelie dabei. Sie leben seit zwölf Jahren in Panama, Jessies Heimat. Wie frühstückt man panamesisch? Ganz klischeehaft, sprich kunterbunt: Wir essen frische Mangos, Ananas, Toast, Rührei und panamesische Tostillas. Das genieß’ ich besonders, weil auf Turnieren muss leistungsorientiert gegessen werden, glutenfrei sogar. Wie panamesisch ist Oliver Marach schon? Bin voll intergriert (lacht)! Als totaler „Sonnenmensch“ bin ich hier wunderbar aufgehoben. Wir sind schnell am Atlantik, haben eine Strandwohnung. Dort gibt’s am Wochenende Barbecue, wir spielen Paddle-Tennis. Für die Kinder ist’s ein Paradies. Wenn du nach wochenlangen Turnier-Reisen mit Jetlag, Stress und körperlicher Belastung dann runterkommst, ist das einfach nur paradiesisch. Die Kultur dort liegt Ihnen? In den letzten Jahren hat sich viel verändert. Es kamen viele Investoren ins Land, vieles wird teurer. Zum Teil sieht’s aus wie in Miami mit all den Wolkenkratzern. Die Mittelschicht bricht allerdings immer mehr weg. Kein Vergleich zu Österreich. ... aus dem Ihnen manches abgeht? Ja, das Steirische. Buschenschenken, die Weinstraße. Und natürlich meine Grazer Heimat. Ich schätze es sehr, wenn mich Freunde in Panama besuchen, die bringen auch Kernöl mit. Wenn ich in Graz bin, verbringe ich viel Zeit bei meinen Eltern am Ruckerlberg. Panama ist schön, aber Graz ist halt mein Zuhause. Und erkennt man Sie hier auf der Straße? Ja, kommt vor. Ich freu’ mich darüber, leg’ auf große Publicity aber keinen Wert. 2012 hätte eine Verletzung fast meine Karriere zerstört. Seitdem ordne ich die Dinge anders ein. Was belastend wirken kann: Ich schaffe es schwer, Erfolge wie den Sieg bei den Australian Open zu genießen. Freunde sagen oft: „Du hast’s so schön, genieß dein Leben.“ Mich treibt aber der Ehrgeiz an. Trotzdem hab ich dank mentaler Besinnung auf mich gelernt, mich zu entspannen. Womit denn? Mit viel Ruhe, gern aber auch mal einfach vorm Fernseher. Ich mag diese Talente-Shows. Spannend, wie sich Menschen aus schwierigen Milieus dort oft nach oben arbeiten. Wimbledon steht vor der Tür. Existieren im Tennis-Business Freundschaften trotz Konkurenz? Sicher. Roger Federer ist etwa ein richtiger Spaßvogel, mit dem ich abseits vom Court oft eine Hetz hab. Sportliches Ziel am „Heiligen Rasen“? Schwer zu sagen. Wie letztes Jahr das Finale zu erreichen, wäre ein Traum. Ich hoffe, dass sich meine Rückenverletzung von letztens nicht negativ auswirkt. Gibt es im Leben des Doppel-Stars Marach etwas, von dem er gern doppelt so viel hätte? Geschenkt kriegen will ich nichts. Dinge, die man sich selbst erarbeitet, sind viel mehr wert. An denen wächst du und weißt: Ja, der Aufwand lohnt sich. PHILIPP BRAUNEGGER Oliver Marach (geb. 16. Juli 1980 in Graz) spielte sich mit Doppel-Partner Mate Pavic ins Spitzenfeld der Doppel-Weltrangliste. Seit 1998 ist er Profi. Er lebt mit seiner Gattin und den zwei Töchtern in Panama. Marach schaffte bisher 20 Titel auf der ATP-Tour und erreichte 21 weitere Endspiele. Marachs Spielhand ist die rechte, sein Trainer ist John Farrington. Bisher erspielte sich der Grazer ein Preisgeld von 3.392.365 US-Dollar.

2021