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8. April 2021

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- Neues städtisches Wohnbauprojekt direkt an der Mur - Prozess: Streit und Schlägerei in der Grazer Straßenbahn - Jerusalema Hype in Graz geht weiter - Weinitzen: 900.000 Euro für neuen Geh- und Radweg - Die Poxrucker Sisters im Interview

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2 graz www.grazer.at 8. APRIL 2021 Neues Wohnprojekt direkt an der Mur Die Smart Factory bietet die erste universitäre 5G-Campus-Lösung. TU GRAZ Smart Factory startete Betrieb ■ An der TU Graz nimmt die Smart Factory nun nach vierjähriger Bauzeit den Betrieb auf. In der neuen, themenspezifischen Pilotfabrik können ab sofort Klein-, Mittel- und Großunternehmen mit Blick auf die Industrie 4.0 Fertigungskonzepte erproben, welche sich vor allem durch Agilität und Datensicherheit auszeichnen. Die Finanzierung von vier Millionen Euro wurde aus Mitteln des BMK, der Wirtschaftskammer Steiermark, des Landes Steiermark und der Stadt Graz zusammengetragen. Die Experten sind sich einig: die steirische Wirtschaft kehrt zurück. RIEDLER Comeback der Wirtschaft ■ Gestern fand das 31. Konjunkturgespräch der Raiffeisen Bank Steiermark statt. Experten sprachen live vor der Kamera darüber, wie das Comeback der steirischen Wirtschaft gelingen könnte. Unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ wurde unter anderem auch skizziert, was die Generation Z bewegt, beziehungsweise was diese sich erwartet. Die Experten sind sich einig: Der Konjunkturmotor dreht wieder hoch, es ist demnach in naher Zukunft mit einem kräftigen Aufschwung zu rechnen. Die Wohnanlage hat einen dorfähnlichen Charakter und bildet einen Kontrast zu den gegenwärtigen Projekten. WOHNEN GRAZ SPATENSTICH. Am Grazer Grünanger entsteht innerhalb der nächsten 20 Monate ein neues Wohnprojekt mit 60 Wohnungen. Von Nina Wiesmüller nina.wiesmueller@grazer.at Der Wohnungsmarkt in Graz boomt, Anleger und jene, die Wohnraum für den eigenen Bedarf benötigen, fordern die Stadt Graz. Aus diesem Grund wird ständig neuer Wohnraum geschaffen, so zum Beispiel das Brauquatier Puntigam, das gesamte Stadtviertel Reininghaus oder die Smart City. Momentan steigt die Nachfrage nach leistbaren und schönen Wohnungen noch mehr. „Besonders in diesen schwierigen Zeiten hat sich gezeigt, wie wichtig unsere städtischen Wohnungen sind, die Nachfrage ist nach den Corona- Lockdowns massiv gestiegen.“, berichtet Wohnbaustadtrat und Vizebürgermeister Mario Eustacchio. Baubeginn Aufgrund all dieser Faktoren errichtet die Stadt Graz nun ein komplett neues Wohnprojekt. In Liebenau entstehen am Grünanger innerhalb der nächsten zwanzig Monate sechzig neue Wohnungen, welche alle Eigentum der Stadt Graz sind. Das Besondere an den Wohnungen ist die hohe Lebensqualität, welche vor allem durch die direkte Nähe zur Mur gegeben ist. Jede der Wohneinheiten hat einen eigenen Garten und kann somit voll vom neu gestalteten Murraum profitieren. Der Fokus liegt bei dem Bauprojekt auf einem gemütlichen, dorfähnlichem Charakter. Dieser steht gewollt im Kontrast zu der ansonsten allgegenwärtigen baulichen Nachverdichtung in Graz. Da das Gebäude auf einem Areal entstehen wird, welches vollständig als archäologische Bodenfundstätte ausgewiesen ist, ist hier fachmännische Begleitung notwendig. Diese wird übernommen von der renommierten steirischen Firma AR- GIS Archäologie Service GmbH, die Leitung übernimmt Gerald Fuchs. Wohnungen für jeden Das neue Wohnprojekt soll jedem, der Anspruch darauf hat, den Zugang zu einer Gemeindewohnung ermöglichen. Ohne lange Wartelisten, dafür mit hohem Standard. „Mit den neuen Gebäuden am Grünanger können wir garantieren, dass jeder anspruchsberechtigte Grazer weiterhin eine lebenswerte und leistbare Wohnung bekommt.“, freut sich Eustacchio. Günther Lederhaas (Geschäftsführer Granit), Mario Eustacchio (Wohnbaustadtrat) und Gerhard Uhlmann (Geschäftsführer Wohnen Graz) (V.L.) FISCHER

8. APRIL 2021 www.grazer.at graz 3 Streit und Schläge in der Bim GERICHT. Zwei junge Grazer, 21 und 22 Jahre alt, prügelten sich vergangenen August in der Straßenbahn. Heute standen sie dafür vor der Richterin. Für den 21-Jährigen stand viel auf dem Spiel. In einem Wagen der Straßenbahnlinie 7 begann im vergangenen August die Schlägerei zwischen den beiden jungen Männern (21 und 22 Jahre). KK Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Im Mittelpunkt des Konflikts zwischen den beiden Männern steht eine 18-jährige Grazerin. Die junge Frau war zuerst mit dem einen Angeklagten zusammen, dann mit dem anderen. Mit dem 21-Jährigen hat sie bereits eine Tochter, derzeit ist sie mit dem Kind des 22-Jährigen schwanger. Als das Paar vergangenen August in der Straßenbahn auf den Ex-Freund traf, kam es zum Streit. Nach einer Rauferei in der Bim stieg das Paar aus, verfolgte die Straßenbahn aber mit einem Roller bis zum Bahnhof. Dort ging der 22-Jährige erneut auf den Ex-Partner seiner Freundin los. Er nahm sein Handy in die Hand und schlug ihm damit ins Gesicht. Eine blutige Lippe und ein Auftritt beim Landesgericht für Strafsachen folgten. Aber auch der 21-Jährige ist angeklagt, er soll versucht haben, seinen Gegner über die Treppe am Bahnhof zu schubsen. Für den jungen Mann stand viel auf dem Spiel: Er hat bereits ein paar Vorstrafen, bei einer weiteren Verurteilung droht ein Aufenthalt im Gefängnis. Schuld und Sühne „Ich möchte sagen, dass mir das alles sehr leid tut“, entschuldigt er sich heute. Auch der 22-Jährige, der den Streit angefangen hatte, reicht die Hand zur Versöhnung. Die Raufbolde kommen glimpflich davon: Der 22-Jährige muss 600 Euro Strafe zahlen, der 21-Jährige wird freigesprochen, weil er sich nur gewehrt hatte. Sportjahr startet in den April LET‘S GO. Bereits über einen Monat motiviert das Grazer Sportjahr die Bevölkerung zu mehr Bewegung. Mit dem „Active Friday“ und vielen weiteren tollen Projekten geht es im April weiter. Schon der Start in den April war mit der erfolgreichen sportlichen Ostereiersuche im Grazer Stadtpark äußerst vielversprechend. Nun folgen drei weitere Aktivitäten, die in diesem Monat für Bewegung bei den Grazerinnen und Grazern sorgen sollen. Mit „7 Summits Extreme“ wird aus dem Run auf die höchsten Gipfel in Graz und Umgebung eine Extreme-Challenge: Zu Fuß oder mit dem Rad sollen alle sieben Gipfel aufeinmal erklommen werden. Nicht ganz so anspruchsvoll ist dagegen die 80 Kilometer lange „Tour Around Graz“. Die Radstrecke verläuft entlang der Stadt- grenze und soll Graz aus einer anderen Perspektive erleb- und erfahrbar machen. Kunst und Kultur mit Sport und Bewegung zu verbinden ist die Idee der „Sportlichen Sightseeing-Tour“, die mit Hilfe der „MapRun“-App zu den 25 wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt führt. Außerdem ruft das Sportjahr im April ganz bewusst zum „Active Friday“ auf. „Wir wollen es schaffen, dass am Freitag die Menschen quasi mit Muskelkraft in die Arbeit, Schule oder Uni kommen - egal, ob zu Fuß oder mit dem Rad, wir wollen hier Dynamik sehen und freuen uns auf großes Echo“, erklärt Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Mehr dazu auf letsgograz.at. Radsportlerin Sarah Bärnthaler, Sportjahr-Koordinator Markus Pichler, Sportstadtrat Kurt Hohensinner, Günther Lederhaas und Gerhard Peinhaupt (v.l.) STADT GRAZ/FISCHER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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