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8. April 2021

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- Neues städtisches Wohnbauprojekt direkt an der Mur - Prozess: Streit und Schlägerei in der Grazer Straßenbahn - Jerusalema Hype in Graz geht weiter - Weinitzen: 900.000 Euro für neuen Geh- und Radweg - Die Poxrucker Sisters im Interview

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10 graz www.grazer.at 8. APRIL 2021 Poxrucker Sisters im Interview Christina Poxrucker Stefanie Poxrucker Magdalena Poxrucker „Es deaf a bissl mehr sein“ HORIZONT. Das ist der Titel des neuen Albums der Poxrucker Sisters und es ist ihre wohl bislang beste Produktion. Die Schwestern verrieten im Interview, wie gerne sie bald wieder live spielen möchten. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Hallo wie geht es euch? Wo erreiche ich euch grad am Telefon?“. Stefanie Poxrucker: „Wir sind grad in unserem Büro in Oberösterreich und promoten unser neues Album ,Horizont‘“. (Christina und Magdalena murmeln zustimmend im Hintergrund.) Ihr habt das Album offensichtlich während des Lockdowns gemacht? Christina Poxrucker: „Genau, wir haben diese Zeit nützen können. Wir haben an den Songs gefeilt, Lieder auf die Setlist gesetzt, um sie dann wieder herauszunehmen. Es war viel Arbeit. Wir haben die Videos gedreht und haben viel Herzblut in dieses Album gesteckt. Es ist alles handgemacht. Wir haben für dieses Album unser eigenes Label gegründet. Ich glaube wir sind in Österreich die einzigen Frauen, die ein eigenes Label haben. Wir haben es Barfuß Records genannt. Wir haben auch eine eigene tolle Band.“ Als Promotionagentur habt ihr den Obersteirer Jürgen Rottensteiner gewählt, der sonst meist harte Rockstars promotet. Ist das ein Signal für einen eigenen Poxrucker-Sound? Christina Poxrucker: „Sehr oft bringen Frauen ihre Rockmusik- Männer mit in unsere Konzerte und den meisten gefällt das, was sie hören und sehen und so haben wir auch Rockfans zu Poxrucker- Fans gemacht. Wir spielen einfach Popmusik mit Dialekt-Texten, bodenständig, mit viel Gefühl und zugleich wollen wir auch Frauen ein Vorbild sein und ihnen aber auch den Männern Hoffnung zu geben. Denn wie heißt es so schön in unserem Song ,De Hoffnung‘: Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Ein Markenzeichen ist auch euer exzellenter dreistimmiger Gesang. Wie kam es dazu, habt ihr als Kinder schon zusammen gesungen und Musik gemacht? Christina Poxrucker: „Wir haben daheim immer gesungen. Für uns war das ganz normal. Da sind dann die Leute gekommen und haben gesagt, ihr singt so wunderbar miteinander, bitte singt bei uns. Der dreistimmige Gesang kommt aus dem Kinderzimmer.“ Wie sieht‘s aus, seid ihr alle drei schon Mamas? Die Poxrucker Sisters vermissen die Auftritte mit ihrer eigenen Band. Ab Herbst soll es wieder losgehen, sofern Corona sich verflüchtigt hat. KK Magdalena Poxrucker: Iich bin nur Tante. Christina hat einen Sohn, der ist 2 1/2 und die Tochter von Stefanie ist neun Monate alt. „ Christina Poxrucker: „Mein Sohn kennt schon alle Texte auswendig und ist ein Poxrucker- Fan“. Arbeitet ihr drei noch in euren ursprünglichen Berufen? Magadalena Poxrucker: „ Stefanie ist noch in Karenz und ich unterrichte wieder und war froh in der Corona-Pandemie ein zweites Standbein zu haben. In der Schule kennen viele unsere Band, aber ich versuche in erster Linie eine gute Lehrerin zu sein.“ War dieser lange Lockdown auch für euch eine Zeit mit Durchhängern? Stefanie Poxrucker: „Durchhänger gab es für uns drei, keine Frage, wir wollen unbedingt wieder spielen, Kontakt mit unseren Fans haben, auf der Bühne stehen. Aber im Herbst ist eine Tour geplant und wir hoffen auch nach Graz zu kommen. Es ist höchste Zeit für Live-Poxrucker-Sisters.“ Lasst ihr euch impfen? Magdalena Poxrucker: Ich und Christina sind Lehrerinnen und wir sind schon geimpft. Stefanie muss noch warten“. Ein Titel auf dem Album heißt „Deafs a bissl mehr sein“ und wenn wer sich die 12 neuen Songs durchhört antwortet mit „Ja, es deaf“. Die Poxrucker Sisters ■ Herkunft: St. Ulrich im Mühlkreis in Oberösterreich. ■ Poxrucker Sisters: Stefanie, Christina und Magadalena sind Schwestern und der echte Familienname ist Poxrucker. ■ Gründung: 2008 als Poxrucker Menscha ■ Genre: Pop, Folk, Rock im Dialekt. Die Schwestern wollen in keine Schublade. ■ Alben: Poxrucker Sisters (2014); Drah di (2015), In olle Foarbn (2017) und Horizont (2021). Erscheint im Mai! ■ Erfolge: Zweimal Gold, Millionenklicks auf Youtube, Auftritte auf allen TV-Sendern, ausverkaufte Konzerte.

8. APRIL 2021 www.grazer.at Ausblick graz 11 Was morgen in Graz wichtig ist ■ Nach dem grausamen Mord an einer 38-jährigen vierfachen Mutter gestern in Graz, geht man morgen gegen Femizide (Morde an Frauen) auf die Straße. Um 16 Uhr wird am Griesplatz gestartet, gegen 16.30 Uhr bewegt sich der Protestzug über die Rösselmühlgasse und Josef-Huber-Gasse zur Idlhofgasse, wo die Bluttat stattfand. Schließlicht geht es über die Annenstraße und den Südtirolerplatz und die Murgasse zum Hauptplatz. Durch die Demo kommt es auch zu Behinderungen des Öffi- sowie Individualverkehrs. Zwischen etwa 16.30 und 16.45 Uhr müssen die Buslinien 31, 32, 33 und 40 kurzfristig angehalten werden. Bei den Straßenbahn-Linien 1, 4, 6 und 7 kommt es zwischen 17 und 17.15 Uhr im Bereich der Annenstraße zu Anhaltungen in Richtung stadteinwärts, zwischen 17.15 und 17.30 dann in beiden Richtungen im Bereich Erzherzog-Johann-Brücke, Murgasse und Hauptplatz. ■ Morgen wird die erste Steiermark Schau, die Ausstellung des Landes, eröffnet. Unter den Titeln „Was war, wie es ist, was sein wird“ werden im Museum für Geschichte, im neugestalteten Volkskundemuseum, im Kunsthaus in Graz sowie in einem mobilen Pavillon Ausstellungen gezeigt, die sich mit der Vielfalt der Steiermark befassen. Um 10 Uhr findet die Eröffnung unter steiermarkschau.at/eroeffnung statt. Die Schau selbst ist dann von 10. April bis 31. Oktober zu sehen. ■ Ein 28-jähriger Grazer soll sich 2019 im Darknet Ecstasy, Kokain und Amphetamin bestellt haben. Dafür wird ihm morgen am Grazer Landesgericht für Strafsachen der Prozess gemacht. Rund 150 Ecstasy-Tabletten, knapp 350 Gramm Amphetamin und 12 Gramm Kokain sollten insgesamt mit der Post geliefert werden. Der Zoll am Frankfurter Flughafen machte dem Grazer jedoch einen Strich durch die Rechnung und fing die Bestellungen ab. Am morgigen Freitag wird in Graz auf die Straße gegangen, um gegen das System hinter grausamen Femiziden zu protestieren. SYMBOLBILD: GETTY

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