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8. April 2018

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- Klimabeirat: Graz hinkt den Zielen weit hinterher - Wir machen Graz barrierefrei - Puntigam kämpft für mehr Geh- und Radwege - 30 Millionen Euro für neuen Sturzplatz - Finster, gefährlich, zugeparkt und überschwemmt: Sternäckerweg regt auf - Jahrgangspräsentation

40 viva www.grazer.at

40 viva www.grazer.at 8. APRIL 2018 „Krankheit PARKINSON. Anlässlich des Welt-Parkinson- Tages am Mittwoch, 11. April, erklären Experten, wie man mit der Krankheit gut leben kann. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Ungefähr 145.000 Menschen sind in Österreich von Parkinson betroffen. Zittrige und langsame Bewegungen, eine verminderte Mimik und eine eher gebückte Haltung sind Auswirkungen von Parkinson, medizinisch auch Morbus Parkinson genannt. Immer mehr Menschen leiden an der unheilbaren Krankheit. „Heute kann man die Krankheit aber immer besser behandeln, sodass ein angenehmes Leben ermöglicht wird. Früher war das alles ganz anders“, berichtet Brigitte Kindermann vom Parkinson Selbsthilfe Landesverband Steiermark. „Da wurde beispielsweise gesagt, dass man keinesfalls Bewegung machen sollte. Gerade das ist aber sehr wichtig. Ein guter Arzt ist alles, was zählt.“ Vorsorglich kann zum jetzigen Zeitpunkt kaum etwas gemacht werden. „Man sollte darauf achten, so wenig wie möglich mit Chemikalien in Verbindung zu kommen“, erklärt Helmuth Sonnenschein, Präsident des Parkinson Selbsthilfe Landesverbands Steiermark. Sport und Therapie Bewegung in Kombination mit Therapien sind das A und O, wenn man die Diagnose Parkinson hat. „Viele Patienten kommen nach den Therapien 30 Prozent gesünder nach Hause, als sie in einem Rehazentrum angekommen sind“, weiß Sonnenschein. Dennoch reagiert jeder anders auf gewisse Therapien und die ganze Behandlung ist sehr individuell. „Es heißt nicht umsonst ‚Die Krankheit der tausend Gesichter‘, jeder muss das Richtige für sich finden“, erklärt Kindermann. Viel Morbus Parkinson ■■Morbus Parkinson bedeutet Einschränkung, Behinderung oder auch Pflegebedürftigkeit. Parkinson ist eine der bekanntesten und häufigsten Erkrankungen des Nervensystems und eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Gewisse Hirnbereiche weisen einen starken Dopaminmangel auf, dadurch kommt es zu der Krankheit. Bewegungsstörungen gehören zu den typischen Hauptsymptomen von Parkinson. ■■Eine Heilung ist zwar noch nicht möglich, dennoch gehört Parkinson zu den sehr gut behandelbaren neurologischen Erkrankungen. Mit neuen Medikamenten und viel Bewegung kann die Krankheit gemildert und das Leben dadurch aktiv und selbstbestimmt werden. ■■Bis zu 1000 Parkinson-Patienten pro Jahr gibt es in Graz. ■■Zirka 145.000 Menschen in Österreich sind von der parkinsonschen Krankheit betroffen. ■ ■ Hauptsymptome: Zittern, Versteifung der Muskulatur, Verlangsamung aller Bewegungen, Gleichgewichtsstörungen mit Sturzgefahr

8. APRIL 2018 www.grazer.at viva 41 der tausend Gesichter“ Bewegung, von Walken bis hin zum Fitnessstudio und Gruppensport, ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Selbsthilfegruppen Der Austausch mit anderen Betroffenen ist sehr wichtig und kann auch hilfreich sein. Kindermann verrät auch, dass es von großem Vorteil ist, die Angehörigen miteinzubinden. „Den Partner oder die Verwandten in die Therapie und Gespräche miteinbeziehen, ist ein wichtiger Faktor. Dann wissen alle Seiten, wie man mit der Krankheit umgehen soll“, sagt Kindermann. Die Bedürfnisse eines jeden, der Parkinson hat, sind grundauf verschieden. „Es gibt gute Medikamente. Zusammen mit den Therapien wird es deutlich besser“, erklärt Sonnenschein. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung und Bewegung sind für jeden wichtig! Bei Parkinson ist Bewegung besonders wichtig! Sport zusammen in Gruppen zu betreiben, hilft vielen, sich zum Sport zu überwinden und sich mit anderen Betroffenen bei gemeinsamen Aktivitäten auszutauschen. THINKSTOCK

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