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7. September 2021

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- Rechnungshof prüfte Kunsthaus: Zu teuer, zu viele Freikarten - Grazer Wahlkampf wird rauer - Queere Diskussion über Regenbogen, Blutspenden und Klima - Krankenpfleger warnt: „System steht vor dem Kollaps" - Neuer Flugsimulator in Graz

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4 graz www.grazer.at 7. SEPTEMBER 2021 Queere Diskussion über Regenbogen, Blutspenden & Klima Judith Schwentner (Grüne), Günter Riegler (ÖVP), Alexis Pascuttini (FPÖ), Moderator Joe Niedermayer, Robert Krotzer (KPÖ), Anna Robosch (SPÖ), Philipp Pointner (Neos) diskutierten gestern auf der Murinsel über Themen wie Regenbogenfahnen, das Blutspendeverbot für Homosexuelle und den Klimawandel. BERNHARDSCHINDLER DISKURS. Die RosaLila PantherInnen luden gestern wieder zu ihrer Podiumsdiskussion. Diesmal waren mit KPÖ, FPÖ, SPÖ, Neos, ÖVP und den Grünen alle derzeit im Gemeinderat vertretenen Parteien dabei. Von Nina Wiesmüller nina.wiesmueller@grazer.at Die RosaLilaPantherInnen laden traditonell vor der Gemeinderatswahl zu einer Podiumsdiskussion. Auch dieses Jahr wurde darauf nicht verzichtet, gestern wurde auf der Grazer Murinsel über Themen wie Klimawandel, Blutspendeverbote, Regenbogenfahnen und Menschenrechte gesprochen. Diesmal diskutierten Judith Schwentner (Grüne), Günter Riegler (ÖVP), Alexis Pascuttini (FPÖ), Robert Krotzer (KPÖ), Anna Robosch (SPÖ) und Philipp Pointner (NEOS) miteinander. Gestartet wurde die Diskussion allerdings mit einer etwas persönlicheren Fragerunde bei der es um Fragen wie „Waren Sie schon einmal auf Ibiza?“ bis hin zu „Was haben Sie sich von Ihrem ersten selbstverdienten Geld gekauft?“ ging. Direkt danach ging es aber auch schon los mit der Diskussion, welche von Vereinsobmann Joe Niedermayer moderiert wurde. Als Aufwärmrunde wurden Ja-Nein- Fragen gestellt, bei der unter anderem gefragt wurde, ob die Vertreter der jeweiligen Parteien denn davon ausgehen, dass auch schwule beziehungsweise lesbische Personen sie wählen würden - worauf alle Kandidaten mit einem klaren „Ja“ antworteten. Wahlrecht nutzen Die Diskussion wurde bald hitziger, da das Thema „Blutspendeverbot für Homosexuelle“ aufkam. Auf die Frage Pascutti- nis, warum die Grünen auf Bundesebene dem Antrag der SPÖ, der Neos und der FPÖ zur Aufhebung des Blutspendeverbotes nicht mitgestimmt hatten, attackierte Schwenter die ÖVP als Koalitionspartner, aber auch die SPÖ die in vorherigen Koalitionen Anträgen der Grünen nicht zugestimmt hatte. „Die SPÖ hat eine lange Geschichte für die LGBTQI-Bewegung, unter Kreisky wurde beispielsweise die Bibeziehungsweise Homosexualität legalisiert“, konterte Robosch. Nach einem kurzen Abstecher zu möglichen Koalitionen nach der Wahl und allgemeineren Themen wie etwa Gemeindewohnungen, ging es dann weiter mit dem Thema Klimawandel. Dabei wurden Fragen wie die autofreie Innenstadt, kostenlose Öffis oder die persönlichen Dinge, die die Kandidaten tun, um das Klima beziehungsweise die Umwelt zu schützen. Dabei gaben alle Kandidaten an, vorrangig auf das Auto zu verzichten, Pointner, Krotzer und Schwentner betonten außerdem, auf Flugreisen wann immer möglich, zu verzichten. Während Robosch einen Tag in der Woche vegan beziehungsweise vegetarisch lebt, Pascuttini sich für ein verbessertes Öffi-Netz einsetzt, sieht Riegler Dinge wie Radfahren und fleischlose Tage nicht als Verzicht sondern als selbstverständlich an. Abschließend waren sich alle Kandidaten jedoch wieder einig, nämlich dass man von dem seinem Wahlrecht Gebrauch machen und auch sein Umfeld dazu bringen sollte. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

7. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at Krankenpfleger warnt: graz 5 „System steht vor dem Kollaps“ NOTSTAND. Die KPÖ warnt heute vor einem Notstand im Pflegesystem und fordert daher bessere Arbeitsbedingungen, faire Gehälter und eine sechste Urlaubswoche für das Pflegepersonal. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Es gab Zeiten, in denen der Beruf der Krankenpflege attraktiv und gesellschaftlich anerkannt war, wie ich selbst erlebt habe“, erzählt die pensionierte Krankenschwester Christine Anderwald. Doch heute sei die Situation eine völlig andere: „Das Personal ist überlastet und unterbezahlt. Es gibt viel zu wenig Ausbildungsplätze – und die müssen meistens auch noch selbst bezahlt werden”, kritisiert sie. Auch der Krankenpfleger Wolfgang Schwab sieht massive Probleme im Pflegesystem: „In den Pflegeheimen ist es zehn nach zwölf“, erklärt er. „Alle sind am Limit. Wir wissen kaum noch, wie wir die Dienste besetzen sol­ len. Das System steht vor dem Kollaps.“ Kritik übt Schwab auch an den vielen gewinnorientierten Pflegeheimen in der Steiermark: “Gewinnorientierte Träger sind Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.” Der Gewinn würde vor allem durch Sparen beim Personal oder bei den Patienten erzielt, so Schwab. Bessere Bedingungen Die KPÖ fordert bessere Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal: Faire Gehälter, Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden pro Woche und eine sechste Urlaubswoche. „Gute Arbeitsbedingungen und faire Gehälter wirken außerdem besser gegen Personalmangel als jede Imageund Werbekampagne“, so Pflegestadtrat Robert Krotzer. Krankenschwester Christine Anderwald, Stadtrat Robert Krotzer, Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler und Krankenpfleger Wolfgang Schwab (v. l.). KPÖ

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