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7. Oktober 2021

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- Promi-Aufmarsch zum neuen Jochen-Rindt-Platz - Corona-Cluster im Revolution: Gesundheitsamtsleiterin für 1G - Schwere Vorwürfe gegen Kanzler Kurz: So reagieren Graz und die Steiermark

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4 graz www.grazer.at 7. OKTOBER 2021 Schwere Vorwürfe gegen Kanzler Kurz So reagierten Graz und die Steiermark Gehen Werner Kogler von den Grünen (l.) und Sebastian Kurz von der ÖVP bald getrennte Wege? Ob der Weg des Kanzlers ins Gefängnis führt, müssen die Gerichte entscheiden. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. BKA BRISANT. Die Anschuldigungen gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz führen in der Steiermark einerseits zu Rücktritts-Forderungen, andererseits aber auch zu Rückhalt aus den eigenen Reihen. VonVerena Leitold verena.leitold@grazer.at N icht einmal 2,5 Jahre nach der Ibiza-Affäre, die weltweit für Schlagzeilen sorgte und dem ehemaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache die Polit-Karriere kostete, erlebt der damalige Regierungspartner Bundeskanzler Sebastian Kurz gerade sein persönliches Ibiza: Nach den Hausdurchsuchungen in der ÖVP-Parteizentrale, dem Kanzleramt, dem Finanzministerium und bei der Fellner-Mediengruppe „Österreich“ wiegen die Vorwürfe schwer: Gegen den Kanzler und seine engsten Berater wird aufgrund von mutmaßlicher Bestechung und Bestechlichkeit ermittelt. Im ZiB2- Interview betonte er: „Ich habe nie eine Scheinrechnung gestellt, geschrieben oder erhalten!“ Trotz anfänglicher Zurückhaltung und Verweis auf die Arbeit der Justiz, scheint auch Vizekanzler Werner Kogler kurz davor zu sein zu sagen „genug ist genug“ – so wie es Kurz damals in Richtung Strache tat. „Damit ist eine neue Dimension erreicht. Der Eindruck ist verheerend, der Sachverhalt muss lückenlos aufgeklärt werden. Das erwarten sich die Menschen in Österreich. Wir können nicht zur Tagesordnung übergehen, die Handlungsfähigkeit des Bundeskanzlers ist vor diesem Hintergrund in Frage gestellt. Wir müssen für Stabilität und Ordnung sorgen“, so der in Graz lebende Grünen-Chef in einer Stellungnahme. Er bat deshalb die Klubobleute aller Parteien zur Krisenberatung. „Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für unser Land. Wir müssen gemeinsam für Stabilität und Aufklärung sorgen und darum möchte ich parteiübergreifend das weitere Vorgehen beraten“, so Kogler. Rücktritt & Rückhalt Einige Parteien forderten den Rücktritt des Beschuldigten. KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt- Weithaler meinte zu den Ermittlungen: „Mit einem schnellen Rückzug würde der Bundeskanzler dem Land den besten Dienst erweisen. Oder, um einen bekannten Politiker zu zitieren: Bei allem Respekt… Es reicht jetzt!“ Auch für die Blauen ist es genug: „Aus freiheitlicher Sicht braucht es klare Worte der steirischen ÖVP-Spitze in Richtung Wien. Der Rücktritt des Bundeskanzlers ist in Anbetracht der gestern vonstattengegangenen Hausdurchsuchungen nun wirklich unumgänglich“, so Landesparteiobmann Mario Kunasek. „Ein Mann, der künftig vermutlich mehr mit Einvernahmen und Gerichtsverhandlungen beschäftigt sein wird, kann unmöglich weiter als österreichischer Regierungschef geduldet werden.“ Und auch Niko Swatek von den Neos schoss in Richtung Hermann Schützenhöfer: „Der Landeshauptmann kann nicht einfach schweigend zusehen, wenn derartige Korruption und Manipulation im Raum stehen. Er muss sich klar von diesen kurz’schen Umtrieben distanzieren. Aber auch im eigenen Haus muss er aufräumen und umgehend für Transparenz sorgen!” Der Landeshauptmann entschied sich zu einer gemeinsamen Erklärung mit seinen Kollegen aus anderen Bundesländern: „Die ÖVP-Landesparteiobleute stehen geschlossen hinter Sebastian Kurz und er hat weiterhin unsere volle Unterstützung. Wir sind davon überzeugt, dass alle damit befassten Personen zur raschen Aufklärung beitragen werden. Wir gehen zudem davon aus, dass sich die strafrechtlich relevanten Vorwürfe als falsch herausstellen werden und auch aufklären lassen. Gerade in der jetzigen Situation ist es jedenfalls ganz entscheidend für unser Land, dass wir weiterhin über eine stabile Bundesregierung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz an der Spitze verfügen, die für das Wohl dieser Menschen im Land arbeitet.“ derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. 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7. OKTOBER 2021 www.grazer.at graz 5 Virus hilft bei Transplantation SPANNEND. Ein Virus könnte dabei helfen, die Behandlung von Transplantationspatienten zu verbessern. Wissenschaftler der Med Uni Graz arbeiten an einem internationalen Forschungsprojekt mit. Von Julian Bernögger julian.bernoegger@grazer.at Eine Nieren-Transplantation ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Ärzte können im Vorfeld nicht sagen, wie das Immunsystem von Patienten auf das fremde Organ reagiert. Mit bestimmten Medikamenten, sogenannten „Immunsuppressiva“, kann das Immunsystem des Körpers daran gehindert werden, die neue Niere abzustoßen. Das kann allerdings auch gefährlich werden, weil der Körper dann anfälliger für Infektionen ist. Ein internationales Forschungsprojekt mit Beteiligung der Medizinischen Universität Graz untersucht nun, ob ein neu entdecktes Virus bei der Behandlung helfen kann. Das „Torque Teno Virus“ (TTV) kommt im Blut fast jeder Person natürlich vor, löst aber keine Erkrankung aus. „Wenn man die Menge an TTV im Blut bestimmt, könnte man die Immunsuppressiv-Therapie von Patienten personalisieren und damit das Risiko von Abstoßungsreaktionen und folgenschweren Infektionen minimieren“, erklärt Kathrin Eller von der klinischen Abteilung für Nephrologie der Med Uni Graz. Zwölf Patienten „Vorerst ist geplant, dass zwölf Patienten an der Med Uni Graz in die Studie eingeschlossen werden“, so Eller. Sollte sich die TTV- Methode bewähren, könnte die personalisierte Therapie auch für Patienten mit Leber-, Herz- oder Lungentransplantationen eingesetzt werden. Die Forscherin Kathrin Eller von der Med Uni Graz hat bereits fünfmal den Förderpreis der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie gewonnen. MED UNI GRAZ Josef Hader • Pippa • Gesangskapelle Hermann Gewürztraminer Michael Großschädl • Greimeister Flammer Rojer 16. Oktober 2021, Orpheum, 19:30 Uhr Tickets: VinziWerke, Orpheum, Zentralkartenbüro, Ö-Ticket Info: www.vinzi.at Mit freundlicher Unterstützung von Moderation: Pia Hierzegger www.dorrong.at

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