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7. Juni 2020

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- Nächste Schritte zur Belebung des Murufers: Grazer Surf- und Kajakwelle wird bereits im Labor gebaut - Schildbürgerstreich bei Stadion-Baustelle: 400 Meter Umweg für 10 Meter - E-Autos laden ohne Kabel - Lieboch überholt Graz mit der Fahrradstraße - Bald heizt ganz Graz nur mit Fernwärme - Sperrmüll sorgt für Ärger in Liebenau - Schlosspark Eggenberg: Spielplatz vor der Eröffnung - Wer mit dem Rad stürzt, muss zu Polizei

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8 graz www.grazer.at 7. JUNI 2020 Aufladen ohne Kabel Ralf Mittermayr überraschte Kanzler Kurz mit Mini-Kiefer. Ein Lebensbaum für den Kanzler ■■ Bei seinem Graz-Besuch wurde Bundeskanzler Sebastian Kurz von den Saubermacher-Vorständen Ralf Mittermayr und Gerhard Ziehenberger mit einem persönlichen Lebensbaum, einer Mini- Kiefer, überrascht. Kurz, der von LH Hermann Schützenhöfer und LR Barbara Eibinger- Miedl begleitet wurde, besuchte innovative Unternehmen und war von der „Styrian Task FORCE covid-19 Industrie“, ein Recyclingsystem für Schutzausrüstung, beeindruckt. Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb diskutiert über Klima, Medien & Ethik. Umwelt-Talk im Livestream ■ ■ „STYRIA Ethics“, eine Initiative der Styria Media Group gemeinsam mit der FH Joanneum, lädt zum Livestream zum Motto „Green Pressure“ am 10. Juni, direkt aus dem Skyroom des Styria Media Centers Graz: Das Gespräch von Moderator Ernst Sittinger (Kleine Zeitung) mit Umweltministerin Leonore Gewessler und Klimaforscherin Helga Kromp- Kolb wird auf kleinezeitung. at, diepresse.com und auf dem Facebook-Kanal der FURCHE übertragen. KK GAGGI PREMIERE. Europas erstes konduktives Laden im öffentlichen Raum findet in Graz statt. E-Autos verbinden sich über einen „Laderüssel“ mit einem Ladepad. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Das konduktive Ladesystem der Grazer Firma Easelink macht es möglich: Erstmals in Europa kann in Graz im öffentlichen Raum das konduktive System „Matrix Charging“, das das Grazer Unternehmen Easelink vor einiger Zeit auf den Markt gebracht hat, genützt werden. Seit ein paar Tagen ist am Parkplatz Süd in der Steyrergasse das erste automatisierte Ladesystem verbaut. Das System ermöglicht das Aufladen von E-Autos ohne Steckdose und Ladekabel. Geladen wird mit einem im Auto verbauten Konnektor, der den Ladestrom über die im Boden des Parkplatzes verbaute Ladeplatte ziehen kann. „Das Besondere ist, dass derjenige, der ein Carsharing-Angebot nützen möchte, kein Ladekabel mehr benötigt, um das Auto wieder aufzuladen. Das Ladepad kann überall verbaut werden, damit können E-Fahrzeuge bei jedem Stopp automatisiert geladen werden, der Batteriestand bleibt hoch, die Reichweite ist gegeben“, sagt Easelink-Gründer Hermann Stockinger. „Wir sehen in der Kombination aus Carsharing und automatisiertem Laden großes Potenzial für die urbane Mobilität“, so Stockinger weiter. Holding als Vorreiter Mit der Einführung dieses Ladesystems in Graz ist die Holding wieder einmal Vorreiter und Taktgeber bei Innovationen in der urbanen Mobilität. Gerald Zaczek-Pichler: „Das Projekt wird von der EU und dem Regionalressort des Landes Steiermark gefördert sowie durch Man fährt mit dem E-Auto über ein im Parkplatzboden eingelassenes Ladepad. Der im Auto verbaute Konnektor verbindet sich automatisch mit diesem.“. KK (2) Regionsmittel im Rahmen des StLREG 2018 kofinanziert.“ Das Tim-Angebot wurde, so Zaczek-Pichler, auch gerade in der Corona-Krisenzeit gut angenommen. Zaczek-Pichler: „Carsharing ist gerade in der COVID-19-Krise die richtige Art von Mobilität, da hier Physical Distancing gelebt werden kann und man weiter umweltbewusst mobil ist. Tim wird auch deshalb geschätzt, weil das Angebot sieben Tage 24 Stunden lang genutzt werden kann. Die gute Verfügbarkeit, das Gefühl, die Umwelt zu schonen, sind neben den geringen Kosten die weiteren Pluspunkte dieses einmaligen Mobilitätssystems.“ Carsharing Angebot TIM wird viel genutzt ■■Aktuelle Nutzer: Aktuell 2100 Grazer Nutzerinnen und Nutzer ■■Buchungen: Seit September 2016 37.000 Fahrzeugbuchungen ■■Kilometer: Bislang wurden über 500.000 Kilometer mit E-Carsharing-Fahrzeugen zurückgelegt. ■■C02 Einsparungen: 80 Tonnen ■■Autos: tim bietet seinen Kunden 60 Carsharing Autos an ■■Ausblick: Bau von zwei weiteren MMK Standorten am Eiseren Tor und Griesplatz, 2021 Reininghaus und Smart City, zwei weitere MMK

7. JUNI 2020 www.grazer.at graz 9 Ortschef Stefan Helmreich freut sich über die neue Rad-Infrastruktur in Lieboch: „Die Fahrradstraße in der Flurgasse kommt sehr gut an.“ KK, SV-SW-LIEBOCH-JUGEND Lieboch überholt Graz mit der Fahrradstraße INNOVATIV. Liebocher Radler freuen sich über eine Fahrradstraße als Infrastrukturaufwertung. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Das Thema Fahrradverkehr ist aktuell wieder omnipräsent: Auf Bundesebene kündigte die Regierung kürzlich 40 Millionen für Fahrrad-Infrastruktur an, in Graz wurde im Zentrum kurzerhand ein Radweg von Rad- Lobbyisten am Joanneumring eingerichtet. Und grundsätzlich freuen sich die Murstadt-Pedalritter bereits auf die kommende Fahrradstraße am Wagrain (Abschnitt Kapellenstraße bis kurz vor der Ulmgasse). Nicht mehr warten muss man hingegen in Lieboch. Dort gibt es seit kurzem bereits eine Fahrradstraße, wie Bürgermeister Stefan Helmreich stolz zu berichten weiß: „Fix wurde es mitten in der Corona-Phase, jetzt sind auch endlich die Schilder geliefert worden. Die Fahrradstraße erstreckt sich in der Flurgasse im Abschnitt von der Packerstraße bis zum Lusenbach.“ Hier gelten nun die Regeln, die in einer Fahrradstraße gelten: „Außer von Radfahrern darf diese Straße nur zum Zu- und Abfah- ren und von Einsatzfahrzeugen wie Polizei, Feuerwehr, Müllabfuhr etc. befahren werden. Lieferdienste sind auch berechtigt“, so Helmreich. Geradelt werden darf hier auch nebeneinander. Die Liebocher Fahrradstraße hat aus diversen Gründen ihre Wichtigkeit. Zum einen kommt es zu einem cleveren Lückenschluss zwischen zwei Radwegen (entlang der B70 bzw. zum R14), „außerdem ist dank einer Umfahrungsmöglichkeit auch die einfache Zufahrt zum Dieselkino gewährleistet“. Wie kommt die Aufwertung der Rad-Infrastruktur bei der Liebocher Bevölkerung an? Der Ortschef kann positive Reaktionen vermelden. „Die Radfahrer profitieren natürlich enorm. Und auch die Anrainer im Bereich des Streckenabschnitts.“ Trotzdem gibt es aktuell noch so manch Unverbesserlichen, der die Fahrradstraße per Privatauto widerrechtlich befährt. Helmreich: „Daher soll für solche Fälle nun vermehrt kontrolliert werden. Wir wollen damit von vornherein verhindern, dass hier ein unerlaubter Schleichweg entsteht.“

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