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7. Juni 2020

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- Nächste Schritte zur Belebung des Murufers: Grazer Surf- und Kajakwelle wird bereits im Labor gebaut - Schildbürgerstreich bei Stadion-Baustelle: 400 Meter Umweg für 10 Meter - E-Autos laden ohne Kabel - Lieboch überholt Graz mit der Fahrradstraße - Bald heizt ganz Graz nur mit Fernwärme - Sperrmüll sorgt für Ärger in Liebenau - Schlosspark Eggenberg: Spielplatz vor der Eröffnung - Wer mit dem Rad stürzt, muss zu Polizei

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12 graz www.grazer.at 7. JUNI 2020 „Behinderung ist nicht Die ersten Zelte am Gelände des Familypark werden bereits aufgebaut.KK Bitte um Bus zum Vergnügungspark ■■ Am 11. Juni soll ein Vergnügungspark in Puntigam eröffnen. Der sogenannte „Familypark Graz“ am Innovationspark 10 bietet dann Unterhaltung auf 20.000 Quadratmetern. „Wir freuen uns und möchten die Attraktion auf keinen Fall verhindern, aber man muss sich noch um eine Öffi-Anbindung bemühen – der Verkehr in der Puchstraße ist jetzt schon ernorm. Ich werde mich bei der zuständigen Stadträtin Elke Kahr für einen Ersatzbus – etwa vom Zentralfriedhof – einsetzen“, so Bezirksvorsteher Helmuth Scheuch. Mit einem Meter Abstand: Kurt Hohensinner, Natalie Moscher-Tuscher, Wolfgang Palle, Elena Kirchberger & „Grazer“-Redakteurin Valentina Gartner STADT GRAZ/FISCHER RUNDER TISCH. Wegen Diskriminierung aufgrund falscher Vorsicht haben sich Experten getroffen, um ein Zeichen zu setzen. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Die Corona-Krise trifft jeden hart, vor allem aber auch Menschen mit Behinderung. Aktuelle Fälle zeigen, dass unsere Gesellschaft aufgrund falscher Vorsicht diskriminierend ist. Beispielsweise werden Menschen mit Behinderung von Restaurants oder Friseuren weggeschickt, weil viele glauben, sie seien Risikopatienten – was aber in den meisten Fällen nicht so ist. Darum haben

7. JUNI 2020 www.grazer.at graz 13 gleich eine Krankheit“ sich die Experten Sozialstadtrat Kurt Hohensinner, Behindertenbeauftragter Wolfgang Palle, Referentin für Menschen mit Behinderung Elena Kirchberger und Natalie Moscher-Tuscher von der Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Steiermark bei einem Runden Tisch zusammengesetzt, um etwas verändern zu können. „Die generelle Berührungsangst ist durch die COVID-19- Situation leider verstärkt worden“, bedauert Kirchberger. Auch wenn die Sensibilisierung bereits in die richtige Richtung geht, muss noch viel getan werden. „In fast allen Fällen ist Barrierefreiheit möglich“, so Palle. Man müsse die Aufmerksamkeit erhöhen und es sei wichtig, allen Menschen einen Zugang zu bieten – egal wo. „Barrierefreiheit trifft jeden einmal. Sei es im Alter oder wenn man Kinder hat. Gewisse Vorkehrungen sollen nicht nur für Menschen mit Behinderung getroffen werden, denn früher oder später ist es vielleicht für jeden einmal relevant, in ein Gebäude zu kommen oder in den Lift zu passen“, zeigt Kirchberger auf. Die aktuellen Fälle zeigen umso mehr, dass Kommunikation das A und O in der Gesellschaft sein sollte. „Die Leute sollen miteinander reden, dann entstehen zukünftig keine Missverständnisse“, meint Hohensinner. Außerdem könne man laut Kirchberger ganz normal und üblich mit Menschen mit Behinderung reden: „Man sollte auf Augenhöhe und altersgerecht miteinander reden. Babysprache oder Ähnliches ist unangebracht.“ Zudem wünscht man sich, dass einem in merklich schwierigen Situationen Hilfe der Mitarbeiter eines Geschäftes oder Ähnlichem angeboten wird. Wenn man ins Gespräch kommt, könnten auch gewisse Barrieren im Kopf abgebaut werden. Workshop angedacht „Jeder Kunde zählt“, ist sich Moscher-Tuscher sicher. Im Kreise des Runden Tisches ist die Idee entstanden, mit rund zehn Unternehmern einen Sensibilisierungs-Workshop noch diesen Sommer am Hauptplatz zu veranstalten. Dabei soll es Information rund um das Thema Barrierefreiheit geben und auch selbst Erfahrungen gemacht werden. Kirchberger soll dabei als direkte Ansprechperson dabei sein. Abschließend ruft Kirchberger ins Gewissen: „Behinderung ist nicht gleich Krankheit. Eine Krankheit, wenn man sie gut behandelt, geht weg. Eine Behinderung hingegen ist ein Zustand, der bleibt. Man kann ihn lediglich verbessern.“ Fußballcamps in den Sommerferien ■■ Der Union JSV Ries-Kainbach bietet in Kooperation mit dem USV Kainbach-Hönigtal heuer eine erweiterte sportliche Ferienbetreuung an. Angeboten werden Fußballtrainingseinheiten in Kleingruppen unter der Leitung von ÖFB-Jugendlizenztrainer und Campleiter Jürgen Mayrhofer. Anmelden kann man sich unter www.ries-kainbach.at.

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