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7. Februar 2021

- Graz ist Vorbild als Klimainnovationsstadt - Zehn Jahre Soko Altstadt - Computer-Arbeitsplätze in Stadtbibliotheken - Liebenauer kämpfen für Filiale: Grazer Postpartner sterben langsam aus - Es wird zu viel Salz gestreut: Bauliche Maßnahmen können Bäume retten

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8 graz www.grazer.at 7. FEBRUAR 2021 Liebenauer kämpfen für Filiale: Postpartner sterben LH-Stv. Anton Lang mit Augen der Kampagne LAND STEIERMARK/FRANKL Im Jänner null Verkehrstote ■ Erfreuliche Nachrichten von den steirischen Straßen: Wie der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) positiv anmerkte, war die Steiermark im Jänner das einzige Bundesland in Österreich, das keinen einzigen Verkehrstoten zu beklagen hatte. „Auch wenn es durch den Lockdown zu einem geringeren Verkehrsaufkommen kommt, zeigt unsere steirische Verkehrssicherheitsstrategie Wirkung“, sagt Landeshauptmann-Stv. Anton Lang. Unter anderem wird mit „Augen auf die Straße“ auf die Gefahren durch Ablenkung im Straßenverkehr hingewiesen. Der Postpartnerbetrieb in der Liebenauer Hauptstraße 241 gehört mittlerweile der Vergangenheit an. KK Schienenlärm in Gösting SPAR-GF Holzer (l.) und LR Seitinger mit dem neuen Oma-Buch KK 100 Rezepte aus der Oma-Küche ■ „Bei Oma schmeckt’s am besten“ heißt ein neues Kochbuch, welches jetzt von Landesrat Hans Seitinger, Haubenkoch Willi Haider und SPAR-Steiermark- Geschäftsführer Christoph Holzer vorgestellt wurde. Das Buch, das in allen 250 Spar-Filialen aufliegen wird, lüftet Küchengeheimnisse aus der Welt unserer Omas. Haubenkoch Willi Haider wählte die 100 besten Rezepte aus, kochte sie nach und empfiehlt sie den Steirern. Bei Fischkrapferl, Einbrennsuppe, Bohnscharlgulasch und Apfelschlangerl wird die Wunderwelt aus Omas Küche wieder lebendig. ■ Seit mittlerweile einem Jahr beklagen sich die Bürger aus dem Norden von Graz, dass der Schienenlärm drastisch zugenommen hat. Aus diesem Grund führte das Grazer Umweltamt eine Lärmschutzmessung durch. An insgesamt sechs Tagen im Oktober wurden detaillierte Aufzeichnungen gemacht. Als Quelle des Lärms wurde wie vielfach vermutet der Verschiebebahnhof der ÖBB, östlich der HTL Bulme Graz, ausgemacht. Die Gutachter kamen zu dem eindeutigen Schluss, dass diese Art der Lärmbelästigung nicht zumutbar ist. Dringlicher Handlungsbedarf sei gegeben, doch noch ist nichts geschehen. Auch die empfohlene weiterführende Detail-Messung im Nahbereich der Talbremse wurde noch nicht getätigt. Lärmschutzwände sind im Bereich des Verschiebebahnhofs ebenfalls keine Option, da der Platz zu knapp sei. Bezirksvorsteher Bernhard Baier ist mit seiner Geduld am Ende: „Wenn Die Talbremse am Verschiebebahnhof in Graz-Gösting bereitet den Anrainern schlaflose Nächte: Bis zu 120 Dezibel wurden gemessen. BERICHT/STADTGRAZ sich nicht bald etwas ändert, werde ich die Volksanwaltschaft einschalten.“ Güterzüge werden beim Bahnhof so gebremst, dass beim Auflaufen auf die bereits stehenden Wagen kein Schaden genommen werden kann. Hierfür werden verschiedenste Bremsmechanismen benutzt, einer davon ist eine relativ neue Talbremse. Diese ist auch der Verursacher des Quietschgeräusches, welches Spitzenwerte von bis zu 120 De- zibel erreichen kann. Laut Stefan Angerbauer, Lärmschutzbeauftragter der ÖBB, ist dies unter anderem auch witterungsbedingt, so wirken sich längere Trockenperioden negativ auf die Lärmentwicklung aus. Rechtlich ist der Lärm genehmigt, man sei allerdings bemüht, dieses Problem zu lösen, so Angerbauer. Gemacht wurde allerdings noch nichts, und die Frustration unter den Bürgern wächst. NW

7. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 9 in Graz langsam aus ARG. Ein Postpartner in Murfeld schloss unerwartet. Bewohner sammeln dafür jetzt Unterschriften. Graz hat nur noch 18 Postfilialen. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at In einer Zeit, in der alles digitaler wird, verabschieden sich auch immer mehr Postpartner in Graz. Die Hauptaufgaben im Postpartnershop liegen im Briefund Paketversand sowie im Bankdienstleistungsbereich. Während die Post normalerweise allen was bringt, gehen manche Partner leer aus und schließen in der Folge. Wie auch aktuell im Bezirk Liebenau, was bei dortigen Bewohnern für Unverständnis sorgt. Die Filiale in der Liebenauer Haupt- straße 241 schloss vor knapp zwei Wochen für immer ihre Pforten. „Die bisherigen Betreiber hatten seit zirka neun Jahren diesen Standort in Graz-Liebenau. Im Herbst des Vorjahres hat der bisherige Inhaber dieser Postpartnerabgabestelle plötzlich aus privaten Gründen und ohne wirtschaftliche Notwendigkeit den Vertrag mit der Post gekündigt, sodass die Murfeld-Bewohner den Postpartner nunmehr unwiederbringlich verloren haben“, erzählt Karl Christian Kvas, Bezirksvorsteher von Liebenau. Auch die Post selbst soll wegen der kurzfristigen Kündigung verwundert gewesen sein. Murpark ausbauen Während es in ganz Graz nur mehr insgesamt zwölf Postpartner gibt, sprich nicht einmal in jedem Bezirk einen, kann man laut dem Bezirksvorsteher der Post dennoch eine gewisse Freude über die Schließung entnehmen. „Laut Auskunft der Post wird vor allem die Postfiliale im Murpark nur fragmentarisch frequentiert, und deshalb freut sich diese Filiale bereits auf das zusätzliche Geschäft, das bisher der Postpartner in der Liebenauer Hauptstraße innehatte. Des Weiteren wurde mir mitgeteilt, dass man derzeit keine Chance sieht, dass der nunmehr geschlossene Postpartner in absehbarer Zeit nachbesetzt wird“, macht sich Kvas Luft. Liebenauer setzen sich jetzt dennoch dafür ein, wieder einen Postpartner in Murfeld zu bekommen, ohne dafür durch den Verkehr in das Einkaufszentrum fahren zu müssen. Deswegen werden gerade Unterschriften gesammelt, um die Post womöglich umzustimmen. Während Postpartner still und heimlich verschwinden, gibt es derzeit noch 18 normale Postfilialen in Graz. Was für viele dennoch weite Wege mit sich bringt. Das Event fand wegen Corona heuer rein virtuell statt. KK Voller Erfolg für Vernetzungsevent ■ Vor kurzem hat bereits zum dritten Mal das HTH Styria Pitch & Partner Event stattgefunden. Nach einer sehr erfolgreichen Auftaktveranstaltung im Jänner 2019 und hochkarätigen Fortsetzung im Jahr 2020 wurde das Event aufgrund der Pandemie in diesem Jahr rein virtuell abgehalten. Es ist sogar gelungen, noch mehr Menschen aus dem Ausland dazu zu motivieren, virtuell nach Graz, auf den Campus der Med-Uni Graz, zu kommen und sich zu vernetzen. So waren in diesem Jahr mehr als 600 Teilnehmer aus 43 Ländern (Europa, Amerika und Asien) dabei.

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