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7. Februar 2021

- Graz ist Vorbild als Klimainnovationsstadt - Zehn Jahre Soko Altstadt - Computer-Arbeitsplätze in Stadtbibliotheken - Liebenauer kämpfen für Filiale: Grazer Postpartner sterben langsam aus - Es wird zu viel Salz gestreut: Bauliche Maßnahmen können Bäume retten

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22 viva graz www.grazer.at 7. FEBRUAR 2021 Valentina Gartner 22 valentina.gartner@grazer.at Corona-Hilfen sind nicht schwer, wenn sie zahlt der Millionär!“ Stadtrat Robert Krotzer ärgert sich, dass in Richtung Vermögenssteuer nichts weitergeht. Mit der Einführung könnten jährlich elf Milliarden Euro lukriert werden. KK Christian Enzinger ist Professor an der Med-Uni. MED UNI GRAZ/SCHOETTL Neuer Professor für Neurologie ■ Mit Wirkung vom 1. Februar wurde der international renommierte Experte Christian Enzinger für das Fach „Neurologie“ an die Medizinische Universität in Graz berufen. Schlaganfall und Multiple Sklerose sind seine wissenschaftlichen Schwerpunkte. Diese Art der Forschung lässt sich ideal in die interdisziplinären Forschungsfelder der Med- Uni einbetten und adressiert auch die nachhaltige Gesundheitsforschung. Pedram Afschar ist der neue Geschäftsführer. SISSI FURGLER FOTOGRAFIE Neuer Leiter in Klinik Ragnitz ■ Nach der umfassenden baulichen Erneuerung der letzten Jahre stellt sich die leistungsfähigste Privatklinik der Steiermark auch personell für die Zukunft neu auf. Der Steirer Pedram Afschar ist seit Anfang Jänner neu in der Geschäftsführung der Privatklinik Graz-Ragnitz. Zusätzlich übernimmt er die Position des Ärztlichen Leiters. Neue Kampagne TOP. Dragqueen geht als Vorbild gegen körperbezogenes Mobbing voran. Mit der FH Joanneum hat sie Doku-Videos gedreht, die Mut machen sollen. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at In Zeiten, in denen sich das soziale Leben oft auf Online- Plattformen verlagert, wo eine makellose Welt vorgespielt wird und sich sogenannte Influencer ihren tausenden und hunderttausenden Followern genau aus der Perspektive präsentieren, die sie für die perfekte halten, wird das Thema Bodyshaming mehr und mehr zum Problem. Auch Dragqueen Samantha Gold (Queen of Drags, Das perfekte Dinner, Miss Tuntenball 2015) hatte immer wieder mit körperbezogenem Mobbing zu kämpfen. Deshalb hat sie zusammen mit Studierenden der FH Joanneum Graz, Bachelorstudiengang Informationsdesign, jetzt eine Dokumentation produziert, die Betroffenen Mut machen und für mehr Bodypositivity sorgen soll. „In der Schule, im beruflichen, aber auch im privaten Bereich begleitete mich Bodyshaming laufend. Ich hatte schon immer mit Gewichtsschwankungen zu kämpfen – oder besser gesagt, mit den Kommentaren von anderen. Mein ganzes Leben musste ich viele Anfeindungen und Negatives einstecken … ,Du bist zu dick, zu monströs, zu wuchtig!‘, ,Schau, wie der aussieht!‘, ‚Du bist zu fett für Drag‘ oder ,Du bist zu hässlich für deinen Mann, der könnte was Besseres haben!‘“, teilt Samantha alias Bernd Heinrich ihre Erfahrungen. „Mein Sportlehrer hat in der Schule immer gesagt: ,Da kommt das Gummibärchen mit dem roten Gesicht!‘“ Samantha möchte die Aufmerksamkeit, die sie über ihr imposantes Aussehen bekommt, nutzen, um als Vorbild voranzugehen und klarzustellen: „Das ein absolutes No-Go! Zu oft wird uns gesagt, unsere Körper seien zu dick, zu dünn, zu braun, zu flach, zu unförmig, zu groß, zu klein, zu haarig, zu viel, zu wenig!“ In Kooperation mit der FH Joan- Video auf www.grazer.at und in der Grazer-App Samantha Gold tritt entschieden gegen Mobbing und für mehr Körper- Positivität auf. KK (3) Bodyshaming tut weh neum sind Videos unter dem Motto „Lebe einzigartig“ entstanden. In ihnen berichten sechs betroffene Steierer von ihren Erlebnissen: der 32-jährige Alan, der mit dem Asperger-Syndrom lebt, Rebekka, die aufgrund der Glasknochenkrankheit im Rollstuhl sitzt, Nadine, die seit ihrer frühen Kindheit gemobbt wurde. Außerdem Ella, die letztes Jahr die Diagnose Lipödem bekommen hat, Steph, die stolz ist auf ihren nicht dem sogenannten Schönheitsideal entsprechenden Körper, und Julia, die vor allem von Ärzten auf ihr Gewicht reduziert wurde. In unserem täglichen E-Paper präsentieren wir in den nächsten Tagen je eines der Videos.

7. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz viva 23 ➜ IN GETTY (2) Unterstützung Sieht man, dass jemand gehänselt wird, soll man sich einsetzen oder Hilfe holen. Jeder sollte helfen! Mobbing Andere zu schikanieren und zu mobben, ist mehr als OUT! Dabei werden Gefühle stark verletzt. OUT ➜ Schickt uns Valentinstagsgrüße LOVE IS IN THE AIR. Heute in einer Woche ist Valentinstag! Mit einer persönlichen Botschaft über unser tägliches E-Paper werden die Liebsten aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at In genau einer Woche feiern wir den Tag der Liebe. An diesem Tag sieht man alles durch die rosarote Brille, macht sich einen schönen Tag oder Abend mit seinem Partner und genießt die Zweisamkeit nochmals intensiver. Traditionell wird der Valentinstag jedes Jahr im großen Rahmen gefeiert, in diesem Jahr fällt das coronabedingt aber aus. Wie wäre es also, seinen Liebsten heuer einmal ganz besonders mit einer persönlichen Liebesbotschaft über unsere digitale Zeitung zu überraschen? Schickt uns dazu bis Donnerstag, 11. Februar, Valentinstagsgrüße über unser tägliches E-Paper an epaper@grazer. at. Einfach unsere gratis „Grazer“- App herunterladen und Liebe schenken. Ob ein herziges Foto, ein Gedicht oder ein liebevolles G’satzerl – wir wollen dabei helfen, den 14. Februar zu einer tollen Liebes-Überraschung zu machen. Die Grüße findet man dann genau am Sonntag in unserer E-Paper- Ausgabe in der App (siehe auch Seiten 10/11). Also, los geht’s! Mail schreiben, App runterladen und dem oder der Liebsten eine Freude machen. Neben Schokolade wird diesmal das Handy mit der geöffneten „Grazer“- App samt Liebesbotschaft dem Partner ein Lächeln ins Gesicht zaubern. GETTY Im incafé wird sich weiterhin für Leute mit Behinderung Zeit genommen. JUGEND AM WERK incafé weiter für alle da ■ Im incafé von Jugend am Werk hat sich das Arbeiten und Zusammenkommen mit Corona verändert. Das „Mehr an Zeit“ wird hier für die Umsetzung neuer Ideen genutzt und kommt den Mitarbeitern mit Behinderung dennoch zugute. „Durch den Ausfall der Gastronomie bleibt im incafé aktuell Zeit für Angebote, die unter Normalbetrieb nicht möglich wären. Wir, die Mitarbeiter von Jugend am Werk, können den Kunden mit Behinderung aktuell zum Beispiel Qualifizierungen anbieten oder auf besondere Wünsche eingehen“, so Karin Neubauer, Teamleiterin im incafé. Es wird zusammen gerechnet und gelesen, es werden Qualifizierungsmodule zu den Themen Küche und Service umgesetzt oder ein ganzer Nachmittag zum Keksebacken genutzt – mit Zeit, die im stressigen Gastroalltag normalerweise fehlt. Daneben wird sich mit der aktuellen Corona-Thematik beschäftigt. Keiner ist in dieser Situation allein – das incafé ist weiter für Menschen mit Behinderung da!

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