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6. September 2020

- Stadt Graz pflanzt jedes Jahr 800 neue Bäume - Überraschender Wirtschaftsbericht: Mehr als 600 neue Unternehmen trotz Corona - Grazer wurde Goldwasch-Weltmeister: Goldrausch direkt an der Mur - Lend und Gries: Neue Wohnstraßen bei Grazer Schulen - Lückenschließung und neuer Radweg in Ries - Eröffnung am 12. September: Erster Blick ins Schlossberg Museum - Sterzbauer hat wieder aufgesperrt

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8 graz www.grazer.at 6. SEPTEMBER 2020 Grazer wurde Goldwasch-Weltmeister Goldrausch direkt Komischer Kabarett-Abend mit einem Meister der Parodie KK Gernot Haas in Komödie Graz ■■ Die Kultur lebt wieder auf, in der Komödie Graz kommt es nun sogar zu einem sensationellen Gastspiel. Am 30. September schlüpft TV-Star und Meisterparodist Gernot Haas für sein neues Programm „VIP VIP HURRRAA!!!“ in die Rollen beliebter Promis aus Sport, Politik und Showbusiness. Von Arnie, Gerda Rogers über Falco, Donald Trump bis zu Hansi Hinterseer bietet er Verwandlungskunst und umwerfende Komik. Es gibt noch Karten. Seit über 20 Jahren sucht Heimo Urban in Flüssen und Bächen nach Gold. LUEF, SPANNEND. In der Mur und anderen steirischen Flüssen gibt es Gold zu finden. Der Grazer Heimo Urban wurde jetzt sogar Weltmeister. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at In Krisenzeiten greifen die Menschen zum Gold. Das zeigt sich auch in der aktuellen Situation wieder. Gold ist nicht nur etwas, das Drachen horten und nach dem Schürfer in längst vergangener Zeit mühsam suchten. Gold bedeutet auch Sicherheit – nicht umsonst hat der Goldpreis in den letzten sechs Monaten um mehr als 14 Prozent zugelegt. Dabei muss man es eigentlich gar nicht kaufen. Nein, auch heute gibt es Goldwäscher wie den Grazer Grazer Maturabälle retten LET’S DANCE. Kulturstadtrat Günter Riegler will mit Tanzschulen und der Wirtschaft Maturaballsaison retten. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Maturabälle werden in der Regel schon ein Jahr zuvor vorbereitet, die Locations reserviert. In Coronazeiten ist aber alles anders, und Tanzschulen, Maturaklassen und die Ballroom-Betreiber sind verunsichert. Gibt es eine Maturaballsaison 2020 oder nicht. Kulturstadtrat Günter Riegler will mit Tanzschulexperten wie Lisa Weswaldi- Eichler (Tanzschule Eichler) und Helmut Nebel (Tanzschule Nebel) sowie mit Unterstützung von VP- Gemeinderätin Daniela Gmeinbauer, die in der Wirtschaftskammer für Veranstalter zuständig ist, die heurige Maturaballsaison noch retten. Riegler: „Übers Wochenende wird ein Konzept erarbeitet, mit dem wir es doch noch schaffen könnten. Maturabälle sind für die Schüler sehr wichtig, die jungen Menschen haben solche Bälle ein Leben lang in Erinnerung. Graz gilt als Hochburg der Maturabälle und soll es bleiben. Ins Boot geholt werden soll auch das Land Steiermark, die Leiterin des Grazer Gesundheitsamtes Eva Winter arbeitet an der Konzepterstellung mit. Bereits in Tanzlaune: Günter Riegler und Lisa Weswaldi- Eichler von der Tanzschule Eichler KK Die Umsetzung des Konzeptes soll in zwei Wochen erfolgen. Es wird knappt, die Zeit drängt.“ Die Ballrooms sind größtenteils schon gebucht. Armin Egger, Chef der Messe Graz: „Wir haben in unserem Terminkalender Reservierungen für rund 40 Bälle. Wir können auch ein eigens dafür erstelltes Präventionskonzept anbieten. Wir haben im MCG 34 Covid-19-Beauftragte. Wir sind für Maturabälle gerüstet.“

6. SEPTEMBER 2020 www.grazer.at graz 9 Die Mur hat Gold Besonders faszinierend: Urban wäscht Gold direkt in Graz und im Umland. „Ich schürfe schon seit über 20 Jahren. Damals hab ich mich sehr für Mineralien interessiert, bis ich irgendwann, zur Zeit des Kraftwerkbaus bei Deutschfeistritz, auf Gold gestoßen bin.“ Seither wäscht Urban Gold – lange Zeit am liebsten bei der Mur am Kalvarienberg, heute ist das ein Naturschutzgebiet. „Durch die Hochwasser verändert sich die Lage auch jährlich. Man muss sich einfach Schotterbänke im Fluss suchen, es gibt mehrere passende Stellen“, erklärt er. Dafür braucht es eigentlich nicht viel mehr als passende Stiefel und eine geeignean der Mur Heimo Urban, der erst vor zwei Wochen mit dem österreichischen Nationalteam bei der WM in Nový Knín in Tschechien Weltmeister im Goldwaschen wurde. te Waschschüssel: „Da kommt der Schotter rein. Weil Schotter und Sand leichter sind als Gold, werden die dann rausgespült.“ Was zurück bleibt, ist wahrhaftig goldig. Reichtum bricht dann allerdings auch keiner aus, wie Urban festhält: „Es ist einfach ein tolles Hobby. Wenn man ein Gramm am Tag wäscht, ist das schon richtig gut.“ Der Vorteil: Bei so geringen Mengen muss man nichts versteuern, insofern kann es jeder problemlos machen. Woher das Gold in der Mur kommt? „Vermutlich aus alten Tauern-Lagerstätten, da wurde im Mittelalter abgebaut.“ Im Schotter kann sich Gold verstecken. KK

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