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6. Oktober 2021

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- Endlich: Erste Bim in Reininghaus - 16 Jahre Tierschutzombudsstelle - Kampf gegen Deponie: Bürgerversammlung in Premstätten - Gericht: 12 Monate Haft für Einbruch in Graz

2 graz www.grazer.at

2 graz www.grazer.at 6. OKTOBER 2021 Endlich: Erste Bim in Reininghaus Die freien Impftage der letzten Tage lockten wieder viele Menschen an. GETTY Erfolgreicher Impf-Dienstag ■ Die freien Impfaktionen in der Steiermark laufen weiter und das sehr erfolgreich. Bei der gestrigen Impfaktion konnten insgesamt 2.814 Steirer geimpft werden, darunter 2488 Impfungen mit Biontech/Pfizer und 325 mit Johnson&Johnson. Zusammen mit der Aktion am 1. Oktober wurden fast 4.400 Impfungen verabreicht. Am Freitag findet wieder eine Impfaktion mit Biontech/Pfizer statt. Die erste Straßenbahn wird mit dem Tieflader nach Reininghaus gebracht. Ab 20. Oktober fährt sie selbst. HOLDING GRAZ MEILENSTEIN. Morgen steht zum ersten Mal eine Straßenbahn im neuen Stadtteil Reininghaus. Am 20. Oktober startet dann der Probebetrieb für die Linie 4, am 22. wird die Strecke von Behörden und Gutachtern abgenommen. Die Zahl der Corona-Infektionen in Graz ist angestiegen. GETTY Corona-Zahlen in Graz & GU ■ Die Corona-Zahlen sind in Graz seit gestern weiter angestiegen: Die Sieben-Tage- Inzidenz beträgt aktuell 180,0 Fälle pro 100.000 Einwohner (gestern: 171,4). In Graz- Umgebung liegt der Wert bei 147,6 (gestern: 133,7). Der Steiermark-Durchschnitt beträgt 144,8. Die niedrigste Inzidenz gibt es mit 32,8 im Bezirk Murau. 325 Menschen sind in Graz bisher mit Corona gestorben, in GU 257. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at I m Februar 2018 wurde die lange geplante Straßenbahn nach Reininghaus um 44,1 Millionen Euro beschlossen, ziemlich genau ein Jahr später wurde zu bauen begonnen. Nach rund 2,5 Jahren Bauzeit ist es diese Woche endlich soweit: Der neue Grazer Stadtteil wird mit Trams erschlossen! Schon morgen Donnerstag wird zum ersten Mal eine Straßenbahn auf dem Jochen-Rindt- Platz stehen. Diese wird anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten für den 1970 beim Training im italienischen Monza verunglückten Grazer Formel 1-Weltmeister eingeweiht. Nicht nur seine Familie, sondern auch wahre Rennsportgrößen wie RedBull- Motorsport-Chef Helmut Marko, FIA-Präsident Jean Todt und der dreifache Weltmeister Sir Jackie Stewart haben ihr kommen angesagt. Im Graz Museum läuft ja gerade eine Ausstellung zu Ehren des berühmten Sohns der Stadt. Probebetrieb startet Bei diesem öffentlichkeitswirksamen Termin wird es aber nicht bleiben, in den nächsten Wochen geht es Schlag auf Schlag: Am 20. Oktober startet planmäßig nämlich der Probebetrieb für die Linie 4 nach Reininghaus. „Ab 20 Uhr werden elektrotechnische Messungen durchgeführt. Wir checken da beispielsweise, ob die Isolationen und die Leitungen passen“, erklärt Holding-Sprecher Gerald Zaczek-Pichler. Am 22. Oktober – wieder am Abend – sind Behörden und Gutachter dann auf der Strecke unterwegs. Es folgen mehrere Tests und Abnahmen an den folgenden Tagen. Noch sieben Wochen Am 26. November ist es dann soweit: Die neue Straßenbahnlinie 4 nimmt ihren Regelbetrieb auf. Der erste Kurs biegt planmäßig um 4.54 Uhr von der Eggenberger Straße Richtung Reininghaus ab. Die erste Fahrt ab Reininghaus in die Innenstadt geht um 5.01 Uhr. Der Fahrplan sieht dann so aus: Während der Frühspitze geht die Bim alle sechs Minuten, am Vormittag alle sieben bis acht Minuten und nachmittags wieder alle sechs Minuten. Neue Linie 4 ■ rund 1,8 Kilometer Strecke ■ Von der bestehenden Haltestelle Alte Poststraße über das Reininghausgelände bis zur ehemaligen Hummelkaserne. ■ Vier neue Haltestellen entlang der UNESCO Esplanade (Reininghausstraße, Reininghauspark), am Jochen-Rindt- Platz bis zur Endhaltestelle Reininghaus beim Pflegewohnheim Peter Rosegger ■ Kosten: 44,1 Millionen Euro

6. OKTOBER 2021 www.grazer.at graz 3 16 Jahre für Tierschutz aktiv JUBILÄUM. Heute fand in der Grazer Burg ein Festakt zum 16-Jahr-Jubiläum der Tierschutzombudsstelle Steiermark statt. Es wurde viel zum Wohl der Tiere umgesetzt, zu tun gibt es dennoch einiges. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Anlässlich des 16-jährigen Bestehens der Tierschutzombudsstelle sowie des Tierschutzgesetzes lud Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang gemeinsam mit Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck zu einem Festakt in die Orangerie der Grazer Burg. Dabei wurden die letzten Jahre positiv ins Rampenlicht gerückt. Von der Tierschutzombudsstelle Steiermark wurden unter H. Baumgartner (Vet. Med. Uni Wien), U. Herzog (Bundesministerium), H. Grimm (Vet. Med. Uni Wien), B. Fiala-Köck (Tierschutzombudsfrau), LH-Stv. A. Lang und W. Obritzhauser (Tierärztekammer-Präsident) (v. l.) FRANKL der Leitung von Fiala-Köck von 1. Jänner 2010 bis 31. Dezember 2020 insgesamt 2770 Meldungen über den Verdacht tierschutzwidriger Haltungsbedingungen bearbeitet. Sie war in insgesamt 4693 Tierschutzverfahren eingebunden, es wurden 1473 Stellungnahmen verfasst und 2872 Anfragen schriftlich beantwortet. In den letzten Jahren wurde dabei viel erreicht: Etwa das Verbot von Kaufbörsen mit Wildtieren, das Verbot der Verwendung von Würgehalsbändern und der Anbindehaltung von Pferden, eine Verordnung über die tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden, gesetzliche Regelungen, die bestimmte Eingriffe an Tieren nur mehr mit Betäubung und Schmerzausschaltung erlauben und die Etablierung von Tierschutzombudspersonen mit erweiterten Kompetenzen und die verbesserte Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften bei gerichtlich zu ahndender Tierquälerei. „Trotz dieser positiven Entwicklungen besteht noch erhebliches Potenzial für weitere dringende Verbesserungen zum Wohl der Tiere. Zum Beispiel die ausschließliche Haltung von Schweinen auf Vollspaltenböden, die Ferkelkastration ohne Betäubung und das routinemäßige Schwanzkupieren von Schweinen sowie auch die Tötung der männlichen Legehennenküken. Auch die Problematik der Qualzucht sowie die Bewältigung von Streunerkatzenpopulationen gilt es noch zu lösen“, appelliert die Tierschutzexpertin abschließend. Finger wem vom (Riesen)Herd VERBRENNUNGEN. Die Ausstellung „Riesenherd“ tourt ab sofort durch die Elternberatungsstellen der Stadt Graz und macht auf die Gefahrenquellen für Brandverletzungen bei Kindern aufmerksam. Bereits eine halbe Tasse heiße Flüssigkeit kann ein Kind lebensgefährlich verbrühen. In Österreich verbrennen oder verbrühen sich rund 2.000 Kinder jährlich. Die Ausstellung „Riesenherd“, die vom Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE initiiert wurde, lädt Eltern ein, Gefahrenquellen rund um Kochplatte, Backrohr oder Wasserkocher aus Perspektive ihrer Kinder zu erleben. Seit kurzem ist der Riesenherd in Form einer kleinen Wanderausstellung auf Tour durch die Elternberatungsstellen der Stadt Graz um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Die wichtigste Schutzmaßnahme ne- ben der Montage eines Herdschutzgitters und einer Backrohrsicherung lautet: „Achten Sie darauf, dass Pfannenstiele und Kochtopfgriffe immer nach hinten zeigen, also niemals vorne über den Herd ragen!“, rät Holger Till vom Verein Große schützen Kleine. Wasserkocher sollten auf der Arbeitsplatte immer ganz hinten stehen, das Kabel sollte aufgerollt sein. Noch bis 08. Oktober ist die Ausstellung in der Elternberatungsstelle in der Keesgasse zu erleben, bevor es von 11. bis 29. Oktober weiter geht in die Beratungsstelle in der Grazbachgasse. Alle weiteren Termine gibt es unter graz.at. Stadtrat Kurt Hohensinner, Ines Pamperl, Holger Till vom Verein Große schützen Kleine und plastischer Chirurg Lars-Peter Kamolz. (v.l.) J.FECHTER/KLINIKUM GRAZ NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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