Aufrufe
vor 1 Jahr

6. März 2022

  • Text
  • Ams
  • Motionexpo
  • Protest
  • Demos
  • Ferialjobs
  • Stadt
  • Menschen
  • Grazer
  • Graz
- Heuer gab es schon 168 Demos in Graz - Stadt Graz bietet 80 Prozent weniger Ferialjobs an - Hilferuf: zu wenig Personal in der Kinderbetreuung - Alle Details zur Motion Expo 2022 - AMS meldet: Doppelt so viele offene Stellen wie 2021 im Raum Graz

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 6. MÄRZ 2022 K O M M E N T A R von Verena Leitold ✏ verena.leitold@grazer.at Bitte kürzere Strecken und Demo-Bündnisse A ls uns die Polizei die Anzahl der bisher in diesem Jahr in Graz angemeldeten Demos genannt hat, mussten wir noch einmal nachfragen, ob wir uns nicht verhört hatten: 168! An 63 Tagen, die das Jahr 2022 zu diesem Zeitpunkt alt war. Darunter äußerst wichtige Themen: Friedenskundgebungen in Solidarität mit der Ukraine, Proteste gegen Gewalt an Frauen, Aufmärsche für bessere Bedingungen in der Pflege und Kinderbetreuung. In dieser Fülle ist es für die Demonstranten durchaus schwierig, überhaupt noch gehört zu werden. Wenn jemand ein wichtiges Thema hat, muss er schon fast einmal in der Woche damit auf die Straße gehen, um nicht unterzugehen. Das belastet auch den Verkehr. Öffi-Fahrer müssen inzwischen mehrmals pro Woche mit Anhaltungen, Verzögerungen und Umleitungen rechnen. Ungefähr zehnmal pro Monat sind die Öffis laut Graz Linien inzwischen betroffen. Das kostet die Nutzer nicht nur Nerven, sondern belastet durch Umwege und lange Wartezeiten auch die Umwelt. Es wäre wünschenswert, dass sich wie Fahrgemeinschaften auch mehr Demo-Gemeinschaften bilden und nicht jeder Einzelne eine Kundgebung veranstaltet. So wie am Dienstag, wo sich zum Weltfrauentag das Demobündnis 0803 zusammengefunden hat. Wenn man jetzt noch die Strecke verkürzt und an Öffis anpasst, ist allen geholfen! Stadt bietet 80 Prozent weniger Ferialjobs an BRISANT. Die Ämter im Magistrat müssen die Kosten für Ferialpraktikanten jetzt selber tragen. Die Folge: Nur noch ein Fünftel der Plätze wird angeboten. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Um einen Ferialjob bei der Stadt zu ergattern, braucht man heuer besonders viel Glück. Statt den üblichen 150 Stellen gibt es für diesen Sommer nur noch 30. Der für das Personal zuständige Stadtrat Manfred Eber hat in den Abteilungen in den letzten Jahren „politischen Wildwuchs“ geortet und deshalb das System umgestellt. „Viele Abteilungen sind mit Wünschen aus politischen Büros konfrontiert worden, um junge Leute mit Ferialjobs zu versorgen, obgleich es teilweise keine sinnhafte Arbeit für Ferialpraktikanten gegeben hat“, heißt es aus seinem Büro. „Deswegen haben wir beschlossen, in einem ersten Schritt einen Schnitt zu machen. So steht es nun den Abteilungen selbst frei, ob und wie viele Ferialpraktikanten sie im Sommer beschäftigen wollen.“ Eine Woche kostet die Abteilung rund 230 Euro. Bisher haben die Abteilungen 30 Stellen rückgemeldet, die sie diesen Sommer gerne mit Ferialpraktikanten besetzen wollen. Diese neue Vorgehensweise stößt bei Kinder- und Jugendstadtrat Kurt Hohensinner auf Unverständnis: „Ich will, dass Graz eine Stadt ist, in der unsere Kinder und Jugendlichen alle ihre Stärken bestmöglich entfalten können. Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung ist die erste Arbeitserfahrung in Form von Ferialjobs. Als öffentliche Hand und Stadt Graz haben wir hier eine besondere Verantwortung, jungen Menschen Chancen auf diese Erfahrung zu ermöglichen. Umso unverständlicher ist es, dass durch die neuen Rege- Statt 150 Plätze werden heuer im Magistrat nur 30 für Ferialpraktikanten angeboten. Die KP begründet das mit einer Bereinigung „politischen Wildwuchses“, die VP schäumt. GETTY lungen im Magistrat die Anzahl der Ferialjobs massiv gesunken ist.“ VP-Jugendsprecher Martin Brandstätter ergänzt: „Praktika sind für junge Menschen eine tolle Möglichkeit, das Berufsleben näher kennenzulernen. Gerade die Stadt Graz kann hier wichtige Einblicke in vielfältige Tätigkeitsbereiche geben. Eine mögliche Einschränkung dieses Angebots steht im Gegensatz zu den Interessen junger Menschen in Graz.“ Im Büro Eber räumt man ein, nachschärfen zu wollen: „In einem zweiten Schritt wollen wir erheben, in welchen Bereichen es aufgrund der Tätigkeit äußerst sinnvoll wäre, Ferialpraktikanten aufzunehmen, um auch zu gewährleisten, dass die jungen Leute einer sinnhaften Tätigkeit nachgehen können.“ Dies werde sich für heuer aber wahrscheinlich nicht mehr ausgehen. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich |ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Fabian Kleindienst (CvD Print, 0664/80 666 6538), Verena Leitold (CvD Digital, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Christoph Zefferer (0664/80 66666 90), Redaktions-Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | Victoria Purkarthofer (0664 / 80 666 6528 ) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 176.193 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2021). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

6. MÄRZ 2022 www.grazer.at graz 7 Verkehrsberuhigtes Lend BRENNENDES THEMA. Im Bezirk Lend wurden zwei neue Wohnstraßen, eine Tempo-30- sowie eine Begegnungszone beantragt. ■ In der ersten Bezirksratssitzung nach der Wahl in Lend wurden jetzt Verkehrsthemen in den Fokus gerückt. Die ÖVP unter dem ehemaligen Bezirksvorsteher Wolfgang Krainer und nunmehrigen ersten Stellvertreter brachte gleich vier Anträge zur Verkehrsberuhigung ein – alle wurden einstimmig angenommen. „Wir müssen schauen, dass unsere Wohngegenden nicht zu Abkürzungen für den Berufsverkehr werden. Es ist schön, wenn Taxifahrer alle Schleichwege kennen, aber im Sinne der Sicherheit für unsere Kinder ist das nicht gerade wünschenswert“, so Krainer. Probleme gibt es da auch rund um die drei Schulen beim Fröbelpark. Im Rahmen einer Bachelorarbeit an der FH Joanneum wurden bereits Verbesserungen ausgearbeitet, die mit den Schulleitungen abgesprochen wurden: 1) Die Errichtung einer Begegnungszone bei der Bushaltestelle in der Hackhergasse inkl. der Kreuzungen mit der Grimmgasse und Fröbelgasse, 2) eine Wohnstraße in der Fröbelgasse zwischen Hackhergasse und Hirtengasse inkl. physischer Durchfahrtssperre, 3) die Verlegung des Taxistandplatzes aus dem Schulvorbereich. Darüber hinaus möchte man Wolkensteingasse und Sigmundstadl zur Wohnstraße machen. Die Sicherheit und Wohnqualität der Anrainer soll damit erhöht werden. In der Mariengasse wünscht man sich Tempo 30 – dort befinden sich ein Pflegeheim, eine Kirche, ein Kindergarten sowie das Caritas-Sozialzentrum Marianum. VENA VS Hirten, NMS Fröbel und Realgymnasium Modellschule: In der Fröbelgasse gibt es gleich mehrere Schulen. Der Bezirksrat will Verkehrsberuhigung.STREET VIEW Stadtrat Kurt Hohensinner ruft Kinder zur Wahl auf. KINDERBÜRO Bürgermeister- Wahl der Kinder ■ Bis 13. März 2022 haben Grazer Kinder zwischen 6 und 14 Jahren die Möglichkeit, ihre Vertretung im KinderParlament online unter www. kinderbuero. at/ zu wählen oder am 14. März auf dem Hauptplatz ihre Stimmen persönlich abzugeben. Drei Mädchen und drei Buben stellen sich zur Wahl – die Themen der Kandidaten reichen von einem gewaltfreien Miteinder über gesundes Essen bis hin zu Umweltschutz und Müllvermeidung. Samstag, 12.03. Jahre Shopping Nord Wir feiern Geburtstag! Kinderschminken I Sweet Food Market 14 gratis Torten I -25% Sticker I Sektbar 12-18 Uhr Live-DJ, Glücksrad uvm. ChaCha Bas Kinderparty 13 & 16 Uhr Wir Geburtstag sind SHOPPINGNORD.AT

2023

2022

2021