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6. Jänner 2019

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- E-Taxis, Bäume und Öffi Anschlüsse: Es reicht! Jetzt knöpfen sich die Bezirke den Feinstaub vor - Steirer müssen mehr Müll trennen - Gries und Ries: Zwei neue Bezirksvorsteher - Augartenfest 2019 findet im Volksgarten statt - Annenstraße soll zu Nebengasse hin geöffnet werden - Kinder und Naherholungsgebiet in Gefahr - Neuer Weg für Menschen mit Behinderung: „2019 wird ein gutes Jahr“ - Silvester 2019

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graz 4 graz www.grazer.at 6. JANUAR JÄNNER 2019 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Nirgendwo sonst leisten Ehrenamtliche so viel wie im Sport. Sie will ich vor den Vorhang holen.“ Ex-Bürgermeistersprecher Thomas Rajakovics zu seinem Antritt als neuer Sportamtsleiter STADT/PACHERNEGG Bezirke gehen selbst Soziallandesrätin Doris Kampus und AK-Boss Josef Pesserl setzen Kooperation bei Pendlerbeihilfe fort.LAND Neuauflage für Pendlerbeihilfe ■ Land Steiermark und Arbeiterkammer setzen ihre Kooperation bei der Pendlerbeihilfe fort. Ansuchen für 2018 können ab sofort und noch bis Ende 2019 abgegeben werden. Formulare liegen in der AK-Zentrale, in den AK-Außenstellen und in Gemeindeämtern auf. Anspruch auf Beihilfe haben Menschen mit Hauptwohnsitz in der Steiermark, deren Wegstrecke zur Arbeit mindestens 25 Kilometer beträgt und deren Jahresbruttoeinkommen 31.800 Euro nicht überschreitet. Die im Jahr 2018 österreichweit am meisten belasteten Feinstaub-Messstationen sind: ■■Graz Don Bosco (38 Überschreitungstage) ■■Graz Süd Tiergartenweg (30 Überschreitungstage) ■■Graz Ost Petersgasse (25 Überschreitungstage) Feinstaubbelastung in Graz Gemäß Immissionsschutzgesetz-Luft sind 25 Überschreitungstage (über 50 Milligramm pro Kubikmeter) zulässig, gemäß EU-Luftqualitätsrichtlinie 35 Tage. 2001 verzeichnete man in Graz noch 158 Feinstaub-Tage. Der Jahres-Durchschnittswert lag bei 40 Milligramm pro Kubikmeter, jetzt sind es etwa 30 mg. Die Hauptursachen für eine hohe Feinstaubbelastung sind Industrie, Verkehr und Heizen. Graz ist durch seine Beckenlage besonders betroffen. Die Sternsinger zu Besuch in der „Grazer“-Redaktion. DER GRAZER Die Sternsinger beim „Grazer“ ■■ Die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar ziehen auch heuer wieder von Tür zu Tür, um Spenden für Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu sammeln. Dabei werden verschiedene Hilfsprojekte unterstützt. Die Sternsinger singen ein paar Liedchen und bringen die Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe mit. Am Ende wird der Haussegen „C+M+B“ auf die Türe geschrieben. Durch Verkehrsminderung, Öffi-Ausbau oder Strafen für Zweitheizungen erhoffen sich die Bezirke Luft-Verbesserungen. derGrazer Welche Maßnahme gegen Feinstaub könnten Sie sich vorstellen? „Die Leute zu animieren, mehr zu Fuß zu gehen und Bewegung zu machen. Bessere Gehwege würden helfen.“ Josefa Sinic, 73, Pensionistin „Radwege schöner gestalten. Das ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt.“ Matthias Fürböck, 53, Arzt „Mehr Bäume pflanzen und unsere Grünflächen ausbauen. Das wirkt dem Feinstaub gut entgegen.“ Johanna Plösch, 21, Studentin Blitzumfrage „Wären die öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver und ausgebaut, würden weniger das Auto benutzen.“ Vladimir Janzek, 69, Pensionist ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Effektiv wäre, wenn wir mehr E-Autos hätten, aber ich finde, da müsste man das ganze System durchdenken.“ Marisa Jauk, 18, Schülerin GETTY, MEDIENDIENST

6. JÄNNER JANUAR 2019 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP BF GRAZ, KK Danke an die Einsatzkräfte Die Grazer Berufsfeuerwehr wurde 2018 zu 5665 Einsätzen gerufen und hat dabei 589 Menschen gerettet. Parken wird in Graz noch teurer Ab Februar wird Parken wieder teurer. Ein Euro für eine halbe Stunde parken. Anrainer zahlen um 30 Prozent mehr. FLOP ➜ Feinstaub-Maßnahmen an BETRÜBT. Nach den schlechten Ergebnissen des Feinstaubjahres 2018 wollen die betroffenen Bezirke Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität setzen. Das Land plant eine Überarbeitung des Luftreinhalteprogramms von 2014. Kurz gefragt … Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Seit dieser Woche steht fest: Trotz Verbesserungen hat Graz seinem Ruf als Feinstaub-Hochburg im Jahr 2018 wieder alle Ehre gemacht – die drei am meisten belasteten Messstationen in ganz Österreich befinden sich in der Murstadt (siehe Infobox links). Und daran muss sich etwas ändern – da sind sich die Vertreter der am stärksten betroffenen Bezirke einig. Voller Tatendrang ist etwa Puntigam-Bezirksvorsteher Helmuth Scheuch. Da sich die Politik auf der höheren Ebene seiner Meinung nach nicht wirklich zu Maßnahmen wie erfolgreichen Förderungen von alternativen Energien oder richtigen Konsequenzen beim Verstoß gegen das Betriebsverbot von Zweitheizungen durchringen kann, möchte er im Bezirk Maßnahmen setzen: „Wir haben die Förderung von E-Taxis gerade erst auf Firmen ausgeweitet und fordern seit längerem eine Elektrobus- Verbindung zwischen Zentralfriedhof und Brauquartier“, erklärt er. „2019 werden wir verstärkt auf die vielen Großbauprojekte achten. Wenn im Bebauungsplan kein Verkehrskonzept mit alternativen Antriebsformen vorgesehen ist oder die zusätzlichen Abgaswerte nicht berechnet sind, werden wir uns gegen das Projekt aussprechen!“ In Gries, wo sich ja die Rekord- Messstation Don Bosco befindet, möchte man die Wege mit dem Auto reduzieren. „Dazu schaffen wir heuer ein Lastenrad an und versuchen den Radverkehr auszubauen“, so Bezirksvorsteherin Gertrude Schloffer. Auch in St. Peter möchte man die gefahrenen Kilometer einschränken. „Wir wollen das Radwegenetz und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr verbessern“, so Bezirksvorsteher-Stellvertreter Matias Neumann. In St. Leonhard wurden etwa einige Bäume gepflanzt und neue Ideen für die stark befahrene Merangasse gesammelt, in Jakomini ist ein neuer Park auf den Dominikanergründen geplant. Neuerung beim Land Inzwischen arbeitet das Land Steiermark an Verbesserungen auf höherer Ebene: „Das Luftreinhalteprogramm von 2014 wird weiter umgesetzt, 2019 soll dieses aber überarbeitet werden“, verrät Thomas Pongratz, Leiter des Referates Luftreinhaltung. „Im Jänner gibt es dazu eine Arbeitsgruppe, die im ersten Halbjahr an einer Neufassung arbeitet, die dann ab dem zweiten Halbjahr umgesetzt werden soll. In erster Linie geht es darum, die Maßnahmen besser zu formulieren, damit sie leichter umgesetzt werden können. Schwerpunkte sind nach wie vor etwa Hausbrand oder Verkehrsminderung.“ ... Thomas Pongratz 1 Wie beurteilen Sie die Feinstaubergebnisse 2018? Pongratz: Es war ein meteorologisch gutes Jahr, deshalb ist es nicht sinnvoll, die einzelnen Jahre zu vergleichen. Aber der langfristige Trend ist positiv. Welche Maßnahmen 2 werden 2019 gesetzt? Pongratz: Wir machen mit den Schwerpunkten weiter, aber das Luftreinhalteprogramm wird überarbeitet. 3 Was bringen kleine Aktionen auf Bezirksebene? Pongratz: Jede Maßnahme, egal wie klein und auf welcher Ebene, ist positiv und trägt etwas bei.

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