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6. Jänner 2019

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- E-Taxis, Bäume und Öffi Anschlüsse: Es reicht! Jetzt knöpfen sich die Bezirke den Feinstaub vor - Steirer müssen mehr Müll trennen - Gries und Ries: Zwei neue Bezirksvorsteher - Augartenfest 2019 findet im Volksgarten statt - Annenstraße soll zu Nebengasse hin geöffnet werden - Kinder und Naherholungsgebiet in Gefahr - Neuer Weg für Menschen mit Behinderung: „2019 wird ein gutes Jahr“ - Silvester 2019

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eco Daniel Windisch 22 daniel.windisch@grazer.at & 0664/80 66 66 695 www.grazer.at 6. JÄNNER 2019 Die Steiermark ist mit einem Plus von 19,5 Prozent der absolute Exportmeister in Österreich.“ Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl bejubelt neue Rekordwerte bei den Exporten. WOLF Arbeitslosigkeit auf Sechs-Jahres-Tief Freude bei AMS-Chef Snobe (kl. Bild): Durch die gute Wirtschaftslage stellten etliche Betriebe neue Mitarbeiter ein, dadurch fanden viele Grazer einen neuen Job. GETTY Rekord beim Export Jürgen Roth, Barbara Eibinger- Miedl und Josef Herk (v. l.) feiern das dicke Plus bei den steirischen Exporten. LAND STEIERMARK ■ Die steirische Exportwirtschaft hat im ersten Halbjahr 2018 neue Rekorde aufgestellt. Der steirische Außenhandel wuchs gegenüber dem Vorjahr um 19,5 Prozent – im Bundesländervergleich belegte die Steiermark damit den ersten Platz vor Niederösterreich (plus 8,3 Prozent) und Salzburg (plus 8,2 Prozent). Österreichweit lag das Wachstum bei 5,8 Prozent. „Die heimischen Warenexporte sind um zwei Milliarden auf 12,4 Milliarden Euro gestiegen. Damit war die Steiermark für die Hälfte des gesamten österreichischen Exportwachstums verantwortlich“, jubeln Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, WK-Präsident Josef Herk und Jürgen Roth, Aufsichtsratschef des Internationalisierungscenter Steiermark. Wichtigste steirische Handelspartner sind Deutschland (plus 15,9 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro), die USA (plus 20,4 Prozent auf eine Milliarde) und Italien (plus 23,5 Prozent auf 855 Millionen). Die Exportzuwächse gehen vor allem auf Fahrzeuge bzw. Fahrzeugteile (plus 54,2 Prozent) und Elektromaschinen (plus 19,8 Prozent) zurück. „Kaffee“ aus Lupinen sind „sein Kaffee“: Krois stellt seinen „Steirerkaffee“ aus Lupinen (kleines Bild) her, die direkt bei ihm von Hand geröstet werden. KROIS (2)

6. JÄNNER 2019 www.grazer.at eco 23 ➜ TEURER GETTY (2) Übernachtung im Ausland +5,6 % Nächtigungen in einem Hotel im Ausland wurden innerhalb eines Monats spürbar teurer. Bohnenkaffee –4,6 % Das freut nicht nur Koffeinjunkies: Der Preis für Bohnenkaffee ging zuletzt recht deutlich zurück. BILLIGER ➜ HÖHENFLUG. Für den Grazer Arbeitsmarkt war 2018 ein außergewöhnlich gutes Jahr. Die Beschäftigung erreichte Rekordniveau, die Arbeitslosenquote sank auf den niedrigsten Wert seit 2012. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Die Arbeitsmarktbilanz für das Jahr 2018 kann sich sehen lassen: Laut den Zahlen des AMS ist die Arbeitslosenquote in Graz auf dem niedrigsten Stand der letzten sechs Jahre. Dank boomender Konjunktur suchten die Unternehmen im großen Stil neues Personal, das AMS in Graz wurde mit der Besetzung von 33.210 offenen Stellen sowie von 3694 offenen Lehrstellen beauftragt. „Wir haben aus praktisch allen Branchen zusätzliche Stellen gemeldet bekommen und brauchten für die Besetzung der Stellen im Schnitt 43 Tage. Österreichweit sind es 46 Tage“, zieht AMS-Chef Karl-Heinz Snobe Bilanz. Die enorme Personalnach- frage bescherte der Murstadt auch einen neuen Beschäftigtenrekord: Genaue Zahlen liegen zwar noch nicht vor, die Beschäftigung in Graz dürfte aber gegenüber 2017 – damals gab’s 174.704 unselbständig Beschäftigte – um etwa vier Prozent zugelegt haben. Arbeitslosen-Minus 15.399 Personen waren im Jahresdurchschnitt 2018 in Graz arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 2217 Personen oder 12,6 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sank bei Männern (minus 12,9 Prozent auf 8935) stärker als bei Frauen (minus 12,1 Prozent auf 6464). Die Arbeitslosenquote im Arbeitsmarktbezirk Graz (Stadt Graz inklusive Graz- Umgebung) ging innerhalb eines Jahres von 9,2 auf 7,7 Prozent zurück. Das ist der niedrigste Wert der letzten sechs Jahre – letztmals gab es im Jahr 2012 mit 7,6 Prozent eine niedrigere Quote . Besonders stark ging die Arbeitslosigkeit bei jungen Grazern mit einem Minus von 17,2 Prozent um 328 auf 1578 Personen zurück. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe ab 45 Jahren sank um 11,6 Prozent auf 6169 Betroffene – allerdings sind 40 Prozent aller arbeitslosen Grazer 50 Jahre oder älter. 26 Prozent der Arbeitslosen (3998 Personen) weisen gesundheitliche Beeinträchtigungen auf. Selbst Langzeitarbeitslose und weniger Gebildete konnten von der positiven Arbeitsmarktentwicklung profitieren: In der ersten Gruppe sanken die Arbeitslosenzahlen um 28,4 Prozent auf 3038 Betroffene. Bei Jobsuchenden, die maximal einen Pflichtschulabschluss besaßen, stand ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 11,8 Prozent auf 7344 Personen zu Buche. Snobe blickt „optimistisch ins Jahr 2019“ und rechnet „mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit, die Zahl der Beschäftigten dürfte weiter ansteigen. Dennoch bleiben große Herausforderungen bestehen, etwa bezüglich der Integration benachteiligter Personengruppen am Arbeitsmarkt, der hohen Sockelarbeitslosigkeit oder des Fachkräftemangels. Mit diversen Facharbeiterausbildungen fördert das AMS Steiermark hier die maßgeschneiderte Qualifizierung geeigneter, interessierter Jobsuchender für offene Stellen.“ Lupinen erobert den Markt CLEVER. Johann Krois bringt eine aus wirtschaftlicher und gesundheitlicher Sicht vorteilhafte Kaffee- Alternative in die Regale. Vor den Toren von Graz stellt er seinen „Steirerkaffee“ aus Lupinen her. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Ich habe zwei Jahre lang experimentiert, wie ich aus den Lupinen etwas herstellen kann, das Kaffee bezüglich Geschmack, Duft und Aussehen am nächsten kommt, und habe schließlich begonnen, drei Hektar Lupinen anzubauen“, berichtet Johann Krois aus Feldkirchen über den Ursprung seiner Idee, einen regionalen Kaffee-Ersatz herzustellen. „Eine Neuheit am Markt.“ Jetzt ist die Saat sozusagen aufgegangen, der „Steirerkaffee“ will den heimischen Markt bereichern. Gewonnen wird das Getränk aus Lupinen, genauer Süßlupinen, einer eiweißreichen Alternative zu Soja, die reich an Ballaststoffen und Spurenelementen ist. Die Pflanze wird in Feldkirchen im Frühjahr angebaut, zwei Monate später beginnt die Blüte. „Die reifen Lupinen sind etwa sieben Zentimeter lang, werden nach der Ernte getrocknet und gereinigt, dann werden sie in unserer Rösterei geröstet und gemahlen. Also quasi wie bei einem ganz normalen Vorgang mit der Kaffeebohne“, berichtet Krois. „Mit dem Unterschied, dass Lupinen etwas länger gemahlen werden müssen, weil sie Feuchtigkeit schnell annehmen. In seinem Hofladen (Wagnitzstraße 57) hat Krois eine kleine Schaurösterei eingerichtet, um den Kunden die Gewinnung näherzubringen. Der wirtschaftliche Vorteil liegt auf der Hand: Anstatt die Produktion teuer im fernen Ausland durchzuführen, werden beim Lupinen-Kaffee lange Transport- wege gespart, zudem agiert Krois dank der Herstellung in Feldkirchen sehr ressourcenschonend, der „ökologische Fußabdruck“ ist minimal, auch was die Anlieferung an den Abnehmer angeht. „Abgesehen von unserem Hofladen gibt es den ‚Steirerkaffee‘ aktuell als 500g- und 250g- Packung in den Lagerhäusern von Kalsdorf, Hausmannstätten und Gratwein/Gratkorn zu kaufen sowie in jenem in Lannach“, so Krois. In Graz wird er ab Mitte Jänner auch im „s’Fachl“ in der Herrengasse sowie im Stadtbauernladen in der Hamerlinggasse in den Regalen stehen. Interessant kann die Kaffee-Alternative auch für Gastro-Betriebe werden, denn: Jede gängige Kaffee-Variation kann hergestellt werden. „Für die Filtermaschine gibt man etwa 100 Gramm pro Liter in den Filter und lässt das Wasser durchlaufen. Alternativ kann man aber natürlich auch Cappuccino, Caffè Latte und Co problemlos herstellen“, erklärt Krois. Der Geschmack sei echtem Kaffee „sehr ähnlich“. Säurefreie Alternative Und auch aus gesundheitlicher Sicht trifft der Feldkirchner mit der Innovation den wirtschaftlichen Nerv der Zeit bzw. hat er die Lösung für Menschen, die gern Kaffee trinken, ihn aber wegen Säure, Gluten und Co nicht vertragen. „Der Lupinen-Kaffee ist gluten- und säurefrei. Ein Aufstoßen gibt es da nicht, koffeinfrei ist er sowieso.“ Selbst vom „Steirerkaffee“ überzeugen kann man sich beim „GenussSalon“ am 9. März 2019 (9 bis 16.30 Uhr) im Congress.

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