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6. Jänner 2018

- Was sich die Grazer zum Lass-Träume-wahr-werden-Tag wünschen - Strafzettel für Straßendealer - Grazer als Star bei der Extrem-Reality-Show „Get the Fuck out of my House" - Grazer Software beobachtet Millionen Autos weltweit

8 graz www.grazer.at

8 graz www.grazer.at 6. JÄNNER 2018 Mit 99 Leuten in einem Einfamilienhaus Grazer ist Star 1878 fuhr eine Pferdedroschke zwischen Jakominiplatz und heutigem Hauptbahnhof – der Beginn einer langen Öffi-Erfolgsgeschichte. KK Seit 140 Jahren fährt die Bim durch Graz HISTORISCH. Im Internet kann man den Weg der Öffis vom Haflinger zur Variobahn nachverfolgen. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Im Jahr 1878 staunten die Grazer nicht schlecht, als die erste Pferdedroschke auf Schienen durch die Herrengasse fuhr. Nach nur 14 Tagen Bauzeit ging die 2,2 Kilometer lange Strecke vom Jakominiplatz zum Südbahnhof, dem heutigen Hauptbahnhof, in Betrieb. Der Anfang des öffentlichen Grazer Verkehrsnetzes war gemacht. Es war ein langer Weg vom Hafer fressenden Haflinger zur 600-Volt-Oberleitung. Ein Weg, den man nun im Internet nachverfolgen kann. Auf der Seite graz.zeitlinie.at ist auf einem Stadtplan jede einzelne Linie der letzten 140 Jahre abgebildet, was auch einen tollen Überblick über die historische Stadtentwicklung in dieser Zeit gibt. Haflinger bis Variobahn Bereits 1898 erfolgte die Umstellung auf elektrischen Betrieb. Am 29. Jänner 1898 wurde die Elektrische Kleinbahn Graz– Mariatrost feierlich eröffnet. Die 5,2 Kilometer lange Bahn führte von der Ecke Zinzendorfgasse/ Glacisstraße im Grazer Stadtzentrum nach Mariatrost. Bis 1903 wurde der Betrieb gänzlich auf Elektrizität umgestellt und das Straßenbahnnetz ausgebaut. Ab 1906 erhielten die Fahrzeuge schrittweise geschlossene Plattformen, bis dahin war man Wind und Wetter ausgesetzt. Ab dem Jahr 1911 wurden die Straßenbahnlinien anstelle der bis dahin verwendeten farbigen Signalscheiben mit Nummern versehen. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurde die Rechtsfahrordnung eingeführt (bislang wurde üblicherweise links gefahren) und die Fahrzeuge wurden mit Fahrtrichtungsanzeigern ausgestattet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte die Farbgebung der Bims auf Elfenbein/ Grün. In den 70er und 80er Jahren war das Straßenbahnnetz in Graz auf die geringste Ausdehnung seit seinem Bestehen geschrumpft. Erst durch die Verlängerungen der Linie 1 bis zum Unfallkrankenhaus im Jahr 1990 (es war dies die erste Verlängerung seit 64 Jahren) wurde das Netz wieder ausgebaut. SCHRÄG. Mit 99 Mitstreitern in einem Einfamilienhaus eingepfercht: Der Grazer Marco A. Brown kämpft im Fernsehen um 100.000 Euro. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Das war das Härteste, das ich je gemacht habe!“ Der Grazer Marco A. Brown ist bei der Reality-TV-Show „Get the Fuck out of My House“, die am Donnerstag auf ProSieben gestartet ist, dabei. Und das Konzept ist extrem: 100 Leute leben einen Monat lang in einem Einfamilienhaus. Es gibt Betten, Verpflegung, Toilettenpapier usw. für vier Personen. Die Tür ist nie verschlossen – die Kandidaten dürfen das Haus, damit aber auch die Show, Öffi-Ticket um 50 Cent ■ ■ „Gerade jetzt in der Feinstaubsaison ist es doppelt wichtig, möglichst viele Menschen dazu zu animieren, auf den Pkw zu verzichten und auf ein öffentliches Verkehrsmittel umzusteigen“, betont SP-Klubvorsitzender Michael Ehmann. Und diesen Umstieg, so Ehmann, müsse man für die Menschen so reizvoll wie möglich gestalten – etwa indem man ein Kurzstreckenticket um 50 bis 80 Cent für maximal vier Stationen anbietet. Und: „Vielleicht käme dann manch Gelegenheitsfahrgast jederzeit verlassen. Der Kandidat, der als Letzter übrig bleibt, gewinnt 100.000 Euro. „Du kannst nicht einmal normal gehen – überall liegen Menschen. Teilweise schlafen sie sogar im Stehen. Und man muss sich überlegen, welche Zehen erlaube ich in meinem Gesicht, so eng ist es“, erzählt Marco. Mitnehmen dürfen die Teilnehmer nur das Nötigste: etwa eine Jogginghose, zwei andere Hosen, Shirts, drei Sets Unterwäsche sowie Zahnbürste und -pasta. Elektronische Geräte sind nicht erlaubt. Im Haus gibt es keine Musik, kein Fernsehen, nicht einmal eine Uhr. Das Licht wird automatisch an- und abgedreht. Wie ein Rübezahl „Ich bin ein eitler Mensch“, verrät der Grazer. „Am meisten haben mir Pflegeprodukte gefehlt. Es war furchtbar, etwa meinen Bart nicht trimmen zu können. Ich über die günstige Kurzstrecke auch auf den Geschmack, eine intensive Öffi-Beziehung einzugehen, und könnte so schlussendlich sogar für ein Monats-, Halbjahres- oder Jahresticket gewonnen werden.“ Ehmann schlägt auch eine Ausweitung der Altstadt-Bim bis zum Roseggerhaus vor: „Damit könnte die Annenstraße ein wichtiges Stück näher in den Blickpunkt gerückt werden. Ihre (Wieder-)Belebung gilt auch doch als eine der zentralen Notwendigkeiten.“ SP-Klubvorsitzender Ehmann fordert mehr Anreize für den Umstieg auf Öffis – etwa günstige Kurzstreckentickets. Ein Weg zu einer besseren Luft in Graz. KK

6. JÄNNER 2018 www.grazer.at graz 9 bei Extrem-Reality-Show bin herumgelaufen wie ein Rübezahl! Da fühlt man sich dann noch unwohler.“ Aber auch schöne Momente gab’s im Laufe der Show, die inzwischen abgedreht ist. „Einmal durften wir unsere Familien anrufen. Da ist das Wasser bei mir fast übergegangen!“, erinnert er sich. „Und auch Freundschaften sind entstanden. Meine Bezugsperson war Reality- Sternchen Kate Merlan – wir haben immer zusammengehalten!“ Köche Andi und Alex in Waltendorf Im indischen Kloster Mit so vielen Menschen auf engstem Raum leben zu müssen, war für den 33-Jährigen eine Herausforderung. Kennt er doch auch das andere Extrem, die absolute Stille. Im Alter von 17 bis 26 Jahren lebte er nämlich im Kloster in Indien. „Ich bin als Kind immer gemobbt worden“, erzählt er. „Dadurch ist das Interesse an der Religion gekommen. Im Hinduismus hab ich mich dann wiedergefunden – und neun Jahre als Mönch gelebt. Das Showbusiness war aber schon immer ein Traum, deshalb bin ich wieder zurück.“ Inzwischen hat er bei der Soap „Berlin Tag und Nacht“ mitgespielt, als Musiker, Moderator und Model gearbeitet. „Dass ich ein verrückter Typ bin, ist eh offensichtlich – da war es dann fast logisch, mich bei dem extremen Reality-Experiment zu bewerben.“ Nach einigen Monaten kam der Anruf: „Du bist dabei!“ Fünf Tage hatte der Grazer Zeit, nach Köln zu kommen. Auf die Frage, ob er das noch einmal machen würde, hat er eine klare Antwort: „Nein! Wenn ich mir so etwas irgendwann noch einmal antun möchte, suche ich mir einen Arzt! Trotzdem hat mich die Show extrem bereichert. Man lernt wahnsinnig viel dazu – etwa mit unterschiedlichen Charakteren umzugehen. Die Erfahrung möchte ich nicht missen!“ ➠ Marco A. Brown kämpft im Reality-TV gegen 99 Mitstreiter um 100.000 Euro. Alle ziehen gemeinsam in ein 116-Quadratmeter-Haus (rechts oben). KK, PROSIEBEN/WEBER ■■ Keine Geringeren als „Andi und Alex“ alias Andreas Wojta und Alexander Fankhauser schwangen die Kochlöffel bei der Eröffnung des DAN-Küchen- Exklusiv-Stores Waltendorf. Zusätzlich gibt es auch noch was zu gewinnen! „All jene, die eine DAN-Küche im Wert von 15.000 Euro gewinnen möchten, haben bis zum 31. Jänner noch eine Chance“, erklärt Store-Geschäftsführer Peter Stangl. „Vorbeikommen bei uns in der Plüddemanngasse 53 und einfach die Gewinnkarte ausfüllen!“ Andi, Peter Stangl, Kathrin Stangl, Karl Stögerer und Alex (v. l.) FERDER 5312 Feuerwehreinsätze ■■ Die Grazer Berufsfeuerwehr ist im Jahr 2017 insgesamt 5312- mal zu Einsätzen ausgefahren. 2230 der Einsätze betrafen Brände, 3082-mal waren technische Einsätze notwendig. Das geht aus der Jahresbilanz 2017 hervor. Die Grazer Berufsfeuerwehr hat im Vorjahr 599 Zivilisten gerettet und 913 Tiereinsätze durchgeführt. Von 0 bis 24 Uhr, 365 Tage im Jahr, stehen auf insgesamt drei Feuerwachen Männer und Gerät bereit, um binnen Minuten im gesamten Grazer Stadtgebiet zum Einsatz gelangen zu können. Thomas Schmallegger von der Branddirektion: „Beste Ausbildung und qualitativ hochwertige Einsatzgeräte sind Garanten dafür, dass die Hilfe professionell abläuft.“ Bürgermeister Siegfried Nagl, zuständiger Feuerwehrreferent: „Ob bei Umweltkatastrophen oder Brandeinsätzen, die Männer sind gut vorbereitet und zeigen mir täglich, dass wir uns zu 100 Prozent auf sie verlassen können.“ FEUERWEHR

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