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6. Jänner 2018

- Was sich die Grazer zum Lass-Träume-wahr-werden-Tag wünschen - Strafzettel für Straßendealer - Grazer als Star bei der Extrem-Reality-Show „Get the Fuck out of my House" - Grazer Software beobachtet Millionen Autos weltweit

24 szene www.grazer.at

24 szene www.grazer.at 6. JÄNNER 2018 M U S I K Live on Stage 8. bis 14. Jänner Auf die große Liebe folgt kongeniales Duo EXPLOSIV, P.P.C., ANDY BAUM DI 09 FR 12 SA 13 Gloryhammer (Foto) garantiert Power-Metal. Die Musiker aus Schottland haben Eier aus Stahl, sagen sie, und sie wissen, wie man die Welt erobert. Seit sieben Jahren macht die Band die Bühnen unsicher. Im Explosiv neben Civil War (SWE) und Dendera (UK), Beginn: 19 Uhr. Kreiml & Samurai. Das Hiphop-Duo präsentiert das Album „Wuff Oink“ im p.p.c. in Graz, Special Guest: Siebzig Prozent. David Bowie Tribute, als Benefizkonzert im Grazer Orpheum für den Hospizverein Stmk., u. a. mit Andy Baum (Foto) und Günter Mokesch, Beginn 20.30 Uhr. EXIT UNIVERSE. Die Grazer Musiker Susana Sawoff und Raphael Meinhart reihen jetzt an ihre einst große Liebe das Duo Exit Universe. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Schöne Geschichte. Raphael Meinhart und Susana Sawoff waren privat einmal ein Paar. Es war, so bestätigen beide, eine große Liebe. Jetzt sind sie wieder ein Paar. Ein künstlerisches Duo namens Exit Universe. Wieder bestätigen die beiden die steinalte These von der Anziehung der Gegensätze. Der wortkarge Avantgarde-Musiker und die eloquente Instinktmusikerin, der studierte Vibraphonist und die Piano-Autodidaktin. Eben ein kongeniales Duo. Die Geschichte begann 2007. Da haben sich Raphael und Susana in der Musikszene ihrer Heimatstadt Graz getroffen. Nach dem Ende ihrer Liebesgeschichte blieben die beiden Freunde. Studium in Berlin Unabhängig voneinander zog es die beiden nach Deutschland. Der 1986 geborene Raphael, der in der Schlagw e r k - Schule seines Vaters in Graz aufwuchs und später klassisches Schlagwerk studierte, ging für sein Jazz- Vibraphon-Studium nach Berlin. Raphael produzierte mit eigenen Bands und wirkte auf vielen Alben mit. Darunter Shackleton, Elliott Sharp und die Jazzwerkstatt Wien. Schwestern-Trio Susana ist sechs Jahre älter, kommt auch aus einer sehr musikalischen Familie in Graz und entschied sich nach einem geisteswissenschaftlichen Studium für Hamburg als Wahlheimat. Dort gründete sie mit ihren beiden Schwestern das Electro-Pop- Trio Resisters. Unter eigenem Namen veröffentlichte Susana zwei Alben, musikalisch zwischen Jazz und Indie. Die Grazerin tourte damit auch erfolgreich durch ganz Europa. „Es war nicht die typische Geschlechteraufteilung, bei der die Frau den Text und der Mann die Musik macht“, erzählt Susana über den zwei Jahre dauernden kreativen Findungsprozess von Exit Universe. „Wir haben am Klavier nebeneinander gesessen, gemeinsam gesungen und gemeinsam geschrieben.“ Live im Dom im Berg Die perkussiv-repetitiven Muster von Raphaels Marimba- und Vibraphon-Spiel sind der perfekte Gegenpol zu Susanas klarer Stimme, die niemals ins Liebliche abdriftet. Exit Universe sind live in ihrer Heimatstadt zu erleben, und zwar am 13. Jänner im Dom im Berg. Das Album „Because The World is Round“ wird mit einer Crowdfunding-Kampagne finanziert (https://www. startnext.com/exituniverse). Raphael und Susana, einst ein Liebespaar und jetzt ein musikalisches Top-Gespann. HANNAH FASCHING

6. JÄNNER 2018 www.grazer.at szene 25 Die Welt ist ein Zirkus und Mnozil Brass sind die Helden der Manege. DANIELA MATEJSCHEK "Der Zauberberg“ Brandaktuelle Weltliteratur. "Der Zauberberg“ nach Thomas Mann hat am 12. Jänner im Grazer Schauspielhaus Premiere. Die Blechbläser von Mnozil Brass CIRQUE. Die sieben Blechbläser von Mnozil Brass gehen in ihrem „Circus“ wieder über alle Grenzen. Wenn die Blechbläser von Mnozil Brass mit ihren Instrumenten die Manege betreten, um dem Affenzirkus des Alltags Musik und Humor entgegenzusetzen, dann verwandelt sich das Ganze in einen kleinen, feinen Flohzirkus, der für wenige Stunden Freude und Überraschungen bringt. Mnozil Brass spielen mittlerweile rund 130 Konzerte im Jahr, und das weltweit: quer durch ganz Europa ebenso wie in Israel, Russland, China, Taiwan, Japan, Kanada, Amerika und natürlich in der Londoner Royal Albert Hall. Die sieben Blechbläser begeisterten im Tschaikowski Konservatorium in Moskau, in der Jahrhunderthalle in Bochum, in den Opernhäusern von Sydney, München, Stuttgart, Wiesbaden und Leipzig, im Thalia Theater in Hamburg oder im Berliner Ensemble. Jetzt sind die Blechbläser mit ihrem sechsten Bühnenprogramm wieder unterwegs. Frohsinn zählt In den 24 Jahren machten die Musiker die Entdeckung, ganz besonders bei Auftritten in den Rocky Mountains, dass es immer wieder, selbst bei den leisesten Tönen, zu unerwarteten Lachsalven im Publikum kam. Daraus entwickelte sich eine Mission: Frohsinn zählt, der Mensch lacht gern, die Welt ist rund. Kurz: die Welt ist ein Zirkus, eben un Cirque. Auch in Graz gibt es Mnozil Brass live: am Samstag, 20. Jänner, in der Grazer Helmut-List- Halle um 19.30 Uhr. ANZEIGE BiRGIT HUPFELD Kurz nach der Premiere des „Zauberbergs“ am 12. Jänner werden sich ab 23. Jänner in Davos die Mächtigen dieser Welt zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen zusammenfinden. Das prominente Dorf in den Schweizer Alpen beherbergt auch das Sanatorium Berghof, das Thomas Mann 1924 zum Schauplatz seines berühmten Romans „Der Zauberberg“ machte. Manns Roman wirkt wie ein Psychogramm des Europas unserer Gegenwart, in dem die gesellschaftliche Solidarität bröckelt und sich das Individuum zunehmend in sich selbst zurückzieht, um mit der Bearbeitung subjektiver Krankheitssymptome auf eine unübersichtliche und unverständliche Weltlage zu reagieren. Regisseur Alexander Eisenach, der in der Spielzeit 2015/2016 mit den „Frequenzen“ nach dem Roman von Clemens J. Setz eine vielbeachtete Inszenierung auf die Bühne des Schauspielhauses brachte, hat, inspiriert von Thomas Manns Roman, eine eigene Fassung dieses Werks der Weltliteratur erstellt. Premiere, 12. Jänner 2018, HAUS EINS, 19.30 Uhr. Tickets und Infos unter Tel. 0 316/8000 und unter www. schauspielhaus-graz.com. Alexander Eisenach hat aus dem „Zauberberg“ von Thomas Mann eine eigene Fassung erarbeitet.

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