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6. Jänner 2018

- Was sich die Grazer zum Lass-Träume-wahr-werden-Tag wünschen - Strafzettel für Straßendealer - Grazer als Star bei der Extrem-Reality-Show „Get the Fuck out of my House" - Grazer Software beobachtet Millionen Autos weltweit

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14 graz www.grazer.at 6. JÄNNER 2018 Gastro Börse www.grazer.at Bernhard Atzenhofer und Manuela Edler mussten den Lorenzhof nach fünfeinhalb engagiert geführten Jahren jetzt aufgeben. KK Haubenlokal Lorenzhof musste leider schließen AUS. Gasthaus „Lorenzhof“ in Weinitzen schließt – und auch der „Ungar“ am Joanneumring. GrazMuseum NEU. Die Grazer sollen sich mit „ihrem“ Museum identifizieren. Deshalb kann man jetzt die Patenschaft für Ausstellungsobjekte übernehmen. Das Gottesplagenbild aus dem 19. Jahrhundert, die Innungstruhe der Grazer Lebzelter, das Amtsschwert des Stadtrichters aus dem Jahr 1547 und der älteste erhaltene Siegelstempel der Stadt Graz – diese und andere Ausstellungsobjekte aus dem GrazMuseum suchen jetzt Paten. „Jeder Bewohner ist Teil der Stadtgeschichte“, findet Museumsdirektor Otto Hochreiter. „Deshalb möchten wir nun an jene ursprüngliche Idee anknüpfen, die insbesondere ein Stadtmuseum zu einem Haus für Bürger macht. Möglichst viele Menschen sollen sich mit ,ihrem‘ Museum identifizieren.“ Für die Dauer von drei Jahren kann man deshalb jetzt die Patenschaft für ein Objekt übernehmen. 300 Euro kostet das im Jahr – verwendet wird das Geld für Neuankäufe und zur Ausweitung der Sammlung. Dafür gibt’s namentliche Nennung, freien Eintritt mit Partner, Ermäßigung auf Publikationen und Einladungen zu Previews. Zeitgemäßes Konzept „In unserer Dauerausstellung ,360 Graz I Eine Geschichte der Stadt‘ stellen wir uns die Frage, was ein Objekt dazu beitragen kann, um Geschichte zu erzählen“, erklärt Hochreiter, der die Schau kuratiert hat. Historisch geht es da von 1128, der erstmaligen Erwähnung von Graz, bis ins Kulturhauptstadtjahr 2003. Vier große Themenbereiche werden behandelt: Vielfalt, Projekt Stadt, Eine Haube im Jahr 2016 und 84 Falstaffpunkte im Vorjahr, dazu beste Bewertungen im Internet: Der Lorenzhof in Weinitzen bei Graz war auch für viele Grazer ein beliebtes Restaurant vor allem an den Wochenenden. Jetzt bleibt die Küche leider kalt. Manuela Edler und Bernhard Atzenhofer, die das Lokal seit fünfeinhalb Jahren führten, können nicht mehr und mussten den Betrieb mit der allseits geliebten Küche schließen. Edler: „Wir haben es einfach nicht mehr geschafft. Wir haben unser Bestes getan, wir haben viele Stammgäste gehabt, aber wir konnten das Lokal nicht mehr weiter finanzieren. Somit haben wir schweren Herzens das Lokal mit 31. Dezember zugemacht. Wir bleiben jetzt noch einen Monat da, trösten de facto unsere Stammkunden und dann sagen wir Weinitzen endgültig Ade.“ Dass man nicht erst darauf warten muss, wie sich die Politik in Sachen generelles Rauchverbot in der Gastronomie entscheidet, stellt das Restaurant Galliano in der Harrachgasse eindrucksvoll unter Beweis. Da wurde einfach eine Tafel mit der Aufschrift „ab 1. 1. 2018 rauchfrei“ vor die Tür gestellt – und schon ist die Sache erledigt. Die Gäste goutieren es, geschlemmt wird im Lokal, geraucht ab sofort einfach davor. Bravo! Weniger erfreulich für Fans der dort angebotenen gefüllten Hörnchen-Weckerln: Das ungarische Spezialitäten-Lokal samt Shop „Reinpold’s Kobice“ am Joanneumring steht leer. Einen Neustart wagt man dafür im legendären „Gösser Stüberl“ in der Steyrergasse. Statt nur Steirischem wie einst serviert Chef Oskar jetzt auch Italienisches und Mexikanisches. Eröffnet wird frühestens nächste Woche. VOJO, JOE, PHIL

6. JÄNNER 2018 www.grazer.at graz 15 sucht jetzt „Objektpaten“ Stadtbilder und Geschlechterrollen. Und all diese finden sich auf vier Displayebenen: Es gibt Geschichtszeugen in der Stadt in Form von Bildern, die wie Fenster nach draußen erscheinen, Schlüsselobjekte, die genau aufgelöst werden, Kartendarstellungen, die zeigen, wie die Stadt so geworden ist, wie sie ist, und thematische Ebenen. „Menschen haben verschiedene Interessen und unterschiedlich viel Zeit – darauf wird in der Ausstellungskonzeption eingegangen“, so Hochreiter. Das hat der Schau 2014 auch die Nominierung für den European Museum of the Year Award eingebracht, wo sonst nur ganz große Museen mit großem Budget vertreten sind. ☞ In den nächsten Wochen präsentieren wir je ein Objekt zu jedem Themenbereich genauer. Los geht’s in der nächsten Ausgabe mit der Gerichtstafel des Stadtrichters Niclas Strobel von 1478. VENA Video auf www.grazer.at Museumsdirektor Otto Hochreiter hat die Ausstellung „360 Graz I Eine Geschichte der Stadt“ konzipiert. PREHAL (2)

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