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6. Februar 2022

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- Landesrat will drei Kraftwerke für Graz - Lokale: Ungeimpfte müssen draußen bleiben - Palmers zieht in den Spitz in der Herrengasse - 200 Grazer Bauprojekte stehen still - Graz erhält Sauberkeits-Auszeichnung

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 6. FEBRUAR 2022 K O M M E N T A R von Verena Leitold ✏ verena.leitold@grazer.at Gastronomen kommen in Teufels Küche A b 19. Februar werden Gastronomie und Hotellerie auch wieder für ungeimpfte Personen geöffnet. Trotzdem erwägen bis zu 30 Prozent der Beherbergungsbetriebe, bei 2G zu bleiben, bei den Lokalbetreibern dürften es wesentlich weniger sein – aber noch immer einige. Die ersten Grazer haben das bereits angekündigt. Rechtlich soll das laut Experten der Wirtschaftskammer okay sein, die Gastronomen berufen sich auf ihr Hausrecht. In diesem ist beispielsweise geregelt, dass man Personen, die keine Gäste sind, den Toilettengang verweigern oder Besuchern den Verzehr von mitgebrachten Speisen verbieten darf. Und natürlich dürfen sich Wirte auch ihre Gäste aussuchen; wenn sie aber ganze Personengruppen ausschließen, kommen sie bald in Teufels Küche. Vor allem, da Ungeimpfte beim Restaurantbesuch in Zukunft ohnehin einen gültigen PCR-Test vorweisen müssen. Außerdem gibt es ja immer noch die gesetzliche Impfpflicht. Die Frage, ob die Zugangsbeschränkung rechtlich durchgeht, ist zwar eine wichtige, jedoch vielleicht nicht die wichtigste. „Wie wollen wir in Zukunft leben?“, sollen wir uns fragen. Und die Antwort kann wohl keine andere sein als „miteinander“ und „ohne Spaltung“. Einige Grazer Lokale entscheiden weiterhin: Ungeimpfte müssen draußen bleiben AUFREGUNG. Im Theatercafé durfte ein Ungeimpfter trotz Befreiungsattest nicht hinein, einige Lokale möchten auch nach den Lockerungen bei 2G bleiben. Die Antidiskriminierungsstelle rät davon ab, auch wenn es rechtlich okay ist. Von Vojo Radkovic & Verena Leitold redaktion@grazer.at Auf Grund seiner hoch dosierten immunsuppressiven Therapie ist ein Grazer impfbefreit. Mit der bis 31. März gültigen Bestätigung in der Tasche wollte er kürzlich eine Vorstellung im Theatercafé besuchen. Bislang hatte der Mann weder im Handel beim Einkauf noch in Restaurants ein Problem gehabt, damit eingelassen zu werden. Ins Theatercafé ließ man den Mann samt seiner Bestätigung und negativem PCR-Test nicht. An der Kasse sagte man ihm: „Wir haben hier die 2G-Regel und können mit dem Attest nichts anfangen.“ Theatercafé-Geschäftsführer Manfred Koch: „Bei uns gilt die 2G-Regel, und die heißt: geimpft oder genesen. Darüber hinaus gilt das Hausrecht.“ Recht vs. Moral Einige Grazer Gastronomen möchten 2G auch nach der Öffnung für Ungeimpfte am 19. Februar beibehalten. So hat dies etwa Haubenkoch Michael Wankerl von der Gerüchteküche angekündigt. In der Hotellerie sollen es laut Umfragen der Wirtschaftskammer fast ein Drittel der Betriebe sein, in der Gastro rechnet man mit wesentlich weniger. Aktuell wird von der WKÖ geprüft, ob das rechtlich in Ordnung ist und tatsächlich durch das Hausrecht geregelt werden kann – womit man laut Fachgruppengeschäftsführer Christian Kolbl rechnet, denn es könne mit gesundheitlichen Gründen und Mitarbeiter-Schutz argumentiert werden, außerdem liegen keine Diskriminierungsgründe vor. Tatsächlich ist der Impfstatus vom Gleichbehandlungsgesetz nicht erfasst. Anders als in der Arbeitswelt, sind bei Gütern und Dienstleistungen nur Geschlecht Ein Grazer (Name der Redaktion bekannt) wurde trotz Impfbefreiung und PCR-Test nicht ins Theatercafé gelassen. STREET VIEW und Herkunft als Diskriminierung geregelt. Es fehlt also unfassbarerweise sogar die rechtliche Grundlage, sollte ein Wirt entscheiden, Homosexuelle oder Personen mit einer bestimmten Religion nicht in sein Lokal zu lassen. Für ein Leveling-up wird seit Jahren gekämpft. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, Daniela Grabovac, rät trotzdem von der freiwilligen 2G-Regelung in der Gastronomie ab: „Auch wenn es rechtlich okay ist, würde ich intuitiv schon sagen, dass das eine Art der Diskriminierung ist. Das trägt zusätzlich zur Spaltung bei, ich würde davor warnen, Ungeimpfte nicht ins Lokal zu lassen!“ Ein gültiger PCR-Test ist laut Maßnahmen der Bundesregierung ab 19. Februar für Ungeimpfte sehr wohl notwendig. Außerdem gibt es ja die am Donnerstag auch vom Bundesrat abgesegnete Impfpflicht. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/ REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 666 6641) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/2540976), Redaktions-Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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6. FEBRUAR 2022 www.grazer.at graz 7 Nach Sturmschäden in Graz: Wanderwege gesichert WICHTIG. Die Grazer Wanderwege wurden diese Woche von den Mitarbeitern der GBG nach Sturmschäden passierbar gemacht. Eine Übersicht. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Der starke Sturm letzten Sonntag beschädigte einige der Hauptwanderrouten in den Grazer Wäldern. Das Forstteam der GBG (Gebäude- und Baumanagement Graz GmbH), das aktuell nur aus drei Mitarbeitern besteht (zwei weitere werden gesucht), arbeitete die ganze Woche daran, die Beeinträchtigungen und Gefährdungen zu beheben. Bei den Bründlteichen etwa wurden mehrere umgeworfene Eschen aufgearbeitet, in Mariagrün wurde ein gefährlich hängender Baum gefällt, am Buchkogel eine die Forststraße blockierende Fichte entfernt. Auch der obere Waldzugang bei Ulrichsbrunn musste von umgestürzten Bäumen befreit Am Buchkogel wurde eine Fichte entfernt, die den Weg blockiert hatte. werden, ebenso wie beim Unteren Plattenweg – im Bereich Ries/Stifting wiederum wurden Fichten im Umfeld des Hauptwanderweges beseitigt. Bei St. Johann und Paul wurde eine große Esche über den Zugangsweg zur Kirche geworfen – der Bereich wurde gesichert. Begeistert vom schnellen Einsatz zeigte sich Stadtrat Manfred Eber: „Dank des raschen Eingreifens des Forstteams wurde sichergestellt, dass die Wanderwege nach den Sturmschäden wieder weitestgehend gefahrlos genutzt werden können.“ GBG Sissi Potzinger fordert im Gemeinderat: Es werde Licht. Mehr Licht in dunkle Ecken KK ■ In der Grazer Hohenrainstraße und am Messendorfberg ist es dunkel. Das ärgert die Grazer Gemeinderätin Sissi Potzinger schon seit mehr als einem Jahr. Potzinger: „Die Benutzung der Hohenrainstraße als Lauf- und Spazierweg hat in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Das angrenzende Naherholungsgebiet der Stadt Graz, Schloss Lustbühel, ist Anziehungspunkt für Eltern mit Kindern, für Läufer, Walker und Spaziergänger.“ Potzinger fordert die sofortige Errichtung einer Straßenbeleuchtung. Dass es die noch immer nicht gibt, ärgert die Anrainer.

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