7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 5 Monaten

6. April 2021

- Impfung für alle in 100 Tagen, Grazer Experte: „Logistisch spricht nichts dagegen" - Die Grazer Baustellen der Woche - Tierische Welt-Sensation in Graz: Nachwuchs in Turtle Island - Hart bei Graz trauert um langjährigen Ex-Bürgermeister

4 graz www.grazer.at

4 graz www.grazer.at 6. APRIL 2021 Um Lockdown-Schäden klein zu halten, wird Graz-Paket gefordert. GETTY Ehmann fordert „Graz-Paket“ ■ Der SP-Klubvorsitzende Michael Ehmann fordert ein „Graz-Paket“ zur Abfederung der Folgen des Lockdowns. Da viele Menschen durch Corona und den damit verbundenen Lockdown entweder in Kurzarbeit sind oder ihren Job verloren haben, wäre dieses Paket notwendig, um das schlimmste zu verhindern, so Ehmann. Bereits im Herbst 2020 wurde dies gefordert, allerdings noch nicht bewilligt. In der Karwoche gab‘s einen neuen Rekord bei Antigen-Testungen. GETTY Höchststand bei Antigen-Tests ■ Die Steiermark verzeichnete in der Woche vom 29. März bis inklusive 3. April einen neuen Höchsstand an Antigen-Testungen. Allein an den offiziellen Teststationen wurden in diesem Zeitraum 164.200 Tests durchgeführt, zusätzlich dazu wurden auch an den Haltestellen der Testbusse 7108 Tests gemacht. Insgesamt waren 345 davon positiv. Tierische Welt-Sensation aus Graz! TOP. Dem Gründer des Grazer „Turtle Island“ Peter Praschag ist die weltweit erste Nachzüchtung der rotrückigen Klappen-Weichschildkröte geglückt. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die rotrückige Klappen- Weichschildkröte kommt eigentlich aus dem Kongo. Seit mehreren Jahren leben zwei Exemplare davon in Graz bei Peter Praschag in seinem Zoo „Turtle Island“. Offensichtlich sich haben die Gäste aus Afrika in Graz sehr wohl gefühlt und jetzt ist es Praschag und seinem Team gelungen, eine zoologische Sensation zu liefern: Die weltweit erste Nachzucht dieser Schildkrötenart. Turtle-Island Tierärztin Shannon Di Ruzzo: „Dieser Nachwuchs ist aus doppelter Sicht eine Sensation. Das Weibchen hatte monatelang mit einer Bakterieninfektion zu kämpfen und hat nur mit Mühe überlebt. Wir mussten Teile vom Panzer mit einer Knochensäge entfernen und ich habe die Wunden in regelmäßigen Abständen mit einem Laser, der uns von einer amerikanischen Firma gespendet wurde, behandelt. Sie hat aber alles sehr gut überstanden und nur mehr einige Wunden auf ihrem Panzer zeugen von ihrer harten Vergangenheit. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass sie sich bei uns so wohlfühlt und nun zum zweiten Mal trächtig ist“. Praschag: „Beim letzten Röntgen der Mama, haben wir 21 neue Eier entdeckt. Wir rechnen damit, dass es jederzeit soweit sein kann.“ Die kleinen orangen Neuankömmlinge sind in Graz in guten Händen und sie werden, so Praschag, noch einige Jahre hier bleiben. Auf Sicht ist man auf Turtle Island bemüht, die in menschlicher Obhut gezüchteten Tiere wieder in ihre Ursprungsländer auszuwildernn. Von den heute zirka 360 Schildkrötenarten sind über sechzig Prozent bedroht bzw. bereits ausgestorben. Praschag: „Ohne Turtle Island wären schon viele wunderbare Schildkröten‐Arten ausgestorben.“ Die Nachzucht von Menschenhand ist für die gefährdeten Schildkröten oft die einzige Chance. Kleine orange Afrikaner die sich in Graz sehr wohl fühlen. TURTLE ISLAND Shannon di Ruzzo und Peter Praschag. TURTLE ISLAND Turtle Island ■ Station: Turtle Island ist als wissenschaftliche Institution und Zoo der Klasse A anerkannt. ■ Familie Praschag: In den letzten vierzig Jahren hat die Familie Praschag eine der weltweit größten und bedeutendsten Schildkrötensammlungen aufgebaut. ■ Schwerpunkte: Forschung, Artenschutz, Naturschutz und Tierschutz allgemein ■ Spenden: Zum Fortbestand dieser Arche Noah, ist man auf private Spenden und Unterstützer angewiesen. „Turtle Island“ Konto unter AT24 1200 0100 0741 0201. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/ REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

6. APRIL 2021 www.grazer.at Hart bei Graz graz 5 Trauer um früheren Bürgermeister NACHRUF. Der langjährige Bürgermeister von Hart bei Graz, Gerhard Payer, ist am Wochenende verstorben. Es herrscht große Trauer um den Gestalter, der 27 Jahre lang als Ortschef wirkte. Gerhard Payer setzte in seinen vielen Bürgermeister-Jahren viele Projekte um und war ehrenamtlich sehr engagiert. Er verstarb kurz vor seinem 69. Geburtstag. KK Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Für große Trauer sorgte über die Osterfeiertage der Tod des langjährigen SPÖ-Bürgermeisters von Hart bei Graz, Gerhard Payer. 27 Jahre stand er der Gemeinde südlich von Graz vor, am 3. April starb er nur wenige Tage vor seinem 69. Geburtstag. In seiner langen Amtszeit prägte er die Gemeinde nachhaltig: Von dem Asphaltieren aller Gemeinderstraßen, der Errichtung des Kindergartens, einem neuen Fußballstadion sowie einer neuen Tennishalle bis hin zur Anbindung an die S-Bahn durch den neuen Bahnhof, konnte er nach seinem Pensionsantritt 2014 auf viele umgesetzte Projekte zurückblicken. Daneben war Payer vielfach ehrenamtlich tätig, als Obmann im „Was- serverband Grazer Feld Südost“ und im Regionalverband „Umland Graz“ sowie als Feuerwehrhauptmann. Anklagen gegen ihn nach seiner Amtszeit wegen umstrittener Geldflüsse in der Gemeinde endeten mit einem Freispruch. „Er hat sein Leben zu einem großen Teil in den Dienst der Gemeinschaft gestellt und das ohne dies auch nur einmal als mühsame Leistung zu verkaufen,“ so die SPÖ Hart um Vizebürgermeisterin Andrea Ohersthaller in ihrem Nachruf: „Obwohl Gerhard die politische Bühne bewusst verlassen hatte, war er immer für alle Fragen erreichbar und hatte auf alles eine klare Antwort. Seiner Unterstützung bis zum Ende gewiss, bin ich persönlich betroffen von diesem unendlichen Verlust.“ Payer hinterlässt seine Ehefrau, fünf Kinder und elf Enkelkinder. Ausbau der Grazer SozialCard SPORTLICH. Eine kostenlose Sportvereinsmitgliedschaft für Kinder und Jugendliche, deren Eltern eine SozialCard beziehen, ist ab April möglich. Für rund 4.5000 Kinder gilt das sportliche Angebot. Sport gibt Kindern und Jugendlichen Halt, ist Treffpunkt, Freude, Teamwork und Anerkennung“, weiß Sozialund Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Vor diesem Hintergrund setzt die Stadt Graz im Sportjahr 2021 einen besonderen Schwerpunkt: Alle Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre, deren Eltern eine SozialCard haben, können ab April kostenlos in zahlreichen Grazer Sportvereinen trainieren. Rund 4.500 Kinder könnten dieses Angebot in Anspruch nehmen. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass der Zugang zu einem Sportverein nicht vom finanziellen Hintergrund der Eltern ab- hängig ist“, betont Hohensinner. Die kostenlose Vereinsmitgliedschaft ist deshalb kein befristetes Projekt des Sportjahres, sondern eine dauerhafte Erweiterung der SozialCard. Mit der Initiative werden nicht nur Kinder und Jugendliche zum Sport motiviert, sondern auch die Sportvereine gestärkt. Die Gesamtkosten teilen sich das Sozialamt, das Sportamt und das Amt für Jugend und Familie – ganz im Sinne der Global Active Cities, denen sich Graz Ende des Jahres anschließen möchte. Die betreffenden Haushalte erhalten in Kürze einen Brief mit allen Details. Eine Liste aller teilnehmenden Vereine und mehr Infos gibt es auf graz.at. Kurt Hohensinner, Andreas Harb, Ingrid Krammer und Thomas Rajakovics freuen sich über die sportliche Erweiterung der SozialCard. (v.l.n.r) STADT GRAZ/FISCHER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

2021