Jetzt E-Paper-App downloaden

Aufrufe
vor 1 Jahr

5. Mai 2019

- Weniger Versiegelungen, keine Außenwerbung, keine Bausünden: Neue Spielregeln für das Bauen in Graz - Wachzimmer Lend zieht um - Alte Fotos und Videos: Graz bekommt ein Grätzl-Archiv - Aita-Teich soll bald ein Naherholungsgebiet sein - Weiter Wirbel um Asphalt-Wiese vor der Grazer Oper - Stadtpark wird um 900 Quadratmeter größer

14 graz www.grazer.at

14 graz www.grazer.at 5. MAI 2019 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Abschiebung Familie V. Die Schulgemeinschaft des BRG Keplerstraße möchte zum Fall der Abschiebung der Familie V. öffentlich Stellung beziehen. Am Sonntag, dem 28. April 2019, wurde ein Mitglied unserer Schulgemeinschaft unter Umständen abgeschoben, die eines demokratischen Rechtsstaats nicht würdig sind. Artyom wurde aus dem Schulalltag gerissen, denn er hatte weder die Gelegenheit, zu packen, noch sich von nahestehenden Personen zu verabschieden. Schüler/-innen fragten sich in der darauffolgenden Woche, warum er montags nicht beim Fußball-Schülerturnier anwesend war – sie hatten schließlich mit ihm gerechnet. In unserer Schulgemeinschaft haben die Werte der gegenseitigen Wertschätzung, der Aufrichtigkeit und des respektvollen und gelebten Miteinanders eine hohe Bedeutung, unabhängig von sozialer Rolle, Status, Herkunft oder Religion. All diese Werte wurden durch die Abschiebung der bestens integrierten Familie V. verletzt. Unsere Schulgemeinschaft ist zutiefst bestürzt und verärgert, dass uns ein Schüler, ein Klassenkamerad, ein Fußballkollege, ein bester Freund genommen wurde, aber auch über die Vorgehensweise der Exe kutive, die ein elfjähriges Kind, von Angst getrieben, dazu veranlasste, nur mit den Kleidern am Körper zu fliehen. Diese Vorgehensweise widerspricht nicht nur sämtlichen pädagogischen Grundsätzen, denen sich die Lehrer/-innen des BRG Kepler verpflichtet fühlen, sondern unseren Vorstellungen einer von Menschlichkeit geprägten Gesellschaft, in welcher der Schutz unserer Kinder und die Sorge um deren Wohlergehen von hoher Priorität sind. Wir beabsichtigen nicht, mit unserer Stellungnahme politisch Position zu beziehen, sondern möchten die Verantwortlichen in Politik, Judikative und Exekutive vielmehr auffordern, die Entscheidungen über das Bleiberecht von Menschen nach den Maßstäben einer aufgeklärten, von Nächstenliebe geprägten Gesellschaft zu treffen und im unumgänglichen Falle einer Abschiebung diese unter Berücksichtigung grundlegender menschlicher Bedürfnisse, wie der Möglichkeit, sein Hab und Gut einzupacken und sich von nahestehenden Menschen zu verabschieden, durchzuführen. Im vorliegenden Fall der Rückführung der bestens integrierten Familie V. fordern wir zudem, die Abschiebung rückgängig zu machen und der Familie das humanitäre Bleiberecht zu gewähren. Anna Wohlmuther für die Schulgemeinschaft des BRG Keplerstraße Graz * * * Versenkbare Poller Zum Bericht „Straßenverbindung sorgt für großen Ärger“: Mir ist, da wir am Kudlich-Weg wohnen und dieser bis vor ca. 30 Jahren noch unasphaltiert war, weshalb es kaum Durchzugsverkehr gegeben hat, dieser Umstand bewusst. Hier mein Vorschlag: Warum verbindet man die Gassen nicht miteinander und teilt sie wieder durch für Einsatzfahrzeuge versenkbare Poller, wie es früher in der alten Stiftingtalstraße nur für Busse die Möglichkeit gab, den Poller zu versenken. Damit ist der Individualverkehr wieder unterbrochen. Und die Anrainer leiden nicht unter einem neu entstehenden Durchzugsverkehr. Die Verbindung zweier Gassen (Jakomini/Liebenau) sollte bloß Einsatzfahrzeugen (Rettung und Feuerwehr) vorbehalten sein. Alexander Drozdowsky, Graz * * * Kabarett des Lebens Zum Bericht „Bauernmarkt-Umzug: Grünanlage wird asphaltiert“: Man kann nur staunen, der tägliche Alltag ist gespickt mit Kabarett vom Feinsten. Die Vernunft sagt einem, Grünflächen asphaltiert man nicht, vor allem in Graz. Das Publikum schreit auf, applaudiert nicht, will Verhinderung, der Stadtrat holt den heißen Asphalt. Bravo! Alexander Berger, Graz Die Uhren gehen AUFREGUNG. Die Grazer freuten sich über endlich funktionierende Uhren, ärgerten sich aber über marode Feuerwachen und Straßenbahnführungen. S E R V I C E Grazer Hotline Mo bis Fr von 8 bis 16 Uhr Wenn Sie sich über etwas in der Stadt ärgern oder wenn Sie etwas loben wollen, greifen Sie zum Telefon! Wir hören Ihnen zu und versuchen Ihnen zu helfen. Rufen Sie einfach die Grazer-Hotline 0 316/23 21 10 Uhren ticken + „Endlich! Die Uhren am Jakominiplatz zeigen endlich wieder eine Zeit an – und dann auch noch die richtige!“, freut sich „Grazer“-Leserin Doris Bleibhammer. Die neun Uhren, die ziemlich in die Jahre gekommen waren und lange Zeit nicht wirklich funktioniert haben, wurden von der Holding Graz gegen neue Modelle ausgetauscht.

5. MAI 2019 www.grazer.at nun richtig Unterm Uhrturm graz 15 www.grazer.at Feuerwache – Die Zentralfeuerwache am Lendplatz wird saniert. „Und was ist mit der Wache Ost?“, ärgert sich Jeremiah Valeska. „Die fällt, wenn man sie zu schnell anschaut, schon auseinander! Haben die Feuerwehrleute keine erneuerte Wache verdient?“ Straßenbahn – „Warum die Straßenbahn der Reininghausgründe nicht nach Don Bosco führt, ist für mich sowieso unerklärlich. Dadurch wurden zwei Verkehrsknoten aneinander vorbeigebaut“, ärgert sich David Weber. KK (3) Die steirische EU-Wahl-Spitzenkandidatin der SPÖ Bettina Vollath hielt am Tag der Arbeit eine kämpferische Rede am Grazer Hauptplatz. SPÖ STMK EU-Wahlkampf am 1. Mai ■■ Die traditionellen Veranstaltungen zum 1. Mai standen heuer bei der SPÖ ganz im Zeichen der bevorstehenden EU-Wahlen. Neben Landeshauptmann- Stellvertreter Michael Schickhofer stand auch die steirische EU-Wahl-Spitzenkandidatin Bettina Vollath im Mittelpunkt und betonte in ihrer Rede vor „Heimpublikum“ vor allem, dass es wieder Zeit sei, die Bedürfnisse der Menschen vor die Profitinteressen der multinationalen Großkonzerne zu stellen: „Wir haben in Österreich und in Europa eine Solidaritätskrise, denn die reichsten Menschen in unserer Gesellschaft, jene, die große, multinationale Konzerne kontrollieren, weigern sich hartnäckig, ihren gerechten Teil zur Finanzierung des Gemeinwohls beizutragen.“

2022

2021