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5. Juli 2021

- 100 Kilometer Radwege für Graz - Mobiles Betshaus eröffnet - Land zahlt 500.000 Euro für mehr Sport - Auch in den Ferien: Testangebot an Grazer Hochschulen - Baustellen der Woche

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2 graz www.grazer.at 5. JULI 2021 Der Wasserballregen in Loipersdorrf war eine große Show. THERMENRESORT LOIPERSDORF Riesen Fest zum Sommer-Auftakt ■ Es sorgte für viele staunende Blicke, als ein kran am 3. Juli beim #wearewater-Fest im Thermenresort Loipersdorf 4.000 Wasserbälle in das Becken regnen ließ. Nach dem bällebad konnten Familien danach an der #wewarewater- Challenge teilnehmen und in spannenden acht Wettkämpfen um Preise des Thermenresorts kämpfen. Damit ist der Auftakt zum „Family Summer“ getan. Dabei gibt es bis 12. September für alle unter 12 den Eintritt um 5 Euro, von 13-18 um nur 15 Euro. Seit Freitag sind die Corona-Zahlen wieder leicht angestiegen. GETTY Corona-Zahlen in Graz & GU ■ Die Corona-Zahlen in Graz sind seit Freitag leicht angestiegen. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 4,8 Fällen pro 100.000 Einwohner (gestern: 3,8) – 0,6 in Graz-Umgebung. Der Steiermark-Durchschnitt beträgt 2,9. Die niedrigste 7-Tages-Inzidenz haben Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Liezen, Murau und Voitsberg mit 0,0, die höchste hat Deutschlandsberg mit 6,6. 312 Menschen sind bisher in Graz mit Corona gestorben, in GU 251. Radfahren wird immer beliebter. In Graz startet nun mit der Radoffensive Graz 2030 das österreichweit größte Radverkehrsprojekt. Die Kosten für das Großvorhaben belaufen sich auf midenstens 100 Millionen Euro. GETTY Radwege für Graz AKTIV. Zurzeit gibt es so viele Radverkehrsprojekte wie nie. Rund hundert Kilometer sind in Graz bereits geplant. Mindestens 100 Millionen werden investiert. Von Nina Wiesmüller nina.wiesmueller@grazer.at Zurzeit wird in Graz mit der Radfahroffensive Graz 2030 das österreichweit größte Radverkehrsprojekt umgesetzt. Fünf steirische Planungsbüros arbeiten an diesem Projekt mit. Neunzig Streckenabschnitte auf 43 Teilstücken mit einer Routenlänge von rund hundert Kilometern sind bereits durchgeplant. Die Maßnahmen reichen von der Kennzeichnung „fahrradfreundlicher Straßen“ bis zu breiten und baulich getrennten Radschnellverbindungen. Erste Teilprojekte (zum Beispiel Gradnerstraße oder Sturzgasse) können noch heuer umgesetzt werden. Die Gesamtkosten der Radoffensive Graz 2030 belaufen sich auf mindestens 100 Millionen Euro. Die Finanzierung des Millionen- Paketes teilen sich die Stadt Graz und das Land Steiermark. Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang freut sich über die Entwicklungen: „Unsere Strategie geht auf. Immer mehr steirische Gemeinden haben den Wert von sanfter Mobilität für die Lebensqualität in Stadt- und Ortskernen erkannt und denken um Der Mobilitätswandel ist eine Chance, urbane Kernräume nachhaltig zu entwickeln und die Abwanderung von Handel und Gewerbe an die Peripherie zu verhindern“, so Lang eindringlich. Momentan tut sich einiges, so sind im Raum Graz und Graz- Umgebung einige Radverkehrs- Großprojekte geplant. In Graz gibt es unter anderem durch die Radoffensive 2020 bereits ein 314 Kilometer langes Radnetz, welches in Planung ist. Im Gratkorner Becken (Gratkorn, Gratwein) sind es 99 Kilometer und in GU-Süd (Gössendorf, Hart bei Graz, Hausmannstätten, Fernitz- Mellach, Raaba-Grambach) sind 100 Kilometer in Planung. Präsentierten heute Vormittag gemeinsam die Entwicklungen: Bürgermeister Jost (Fürstenfeld); LH-Stv. Lang und Abl (Trofaiach) (v.l.) LAND STEIERMARK

5. JULI 2021 www.grazer.at graz 3 „Mobiles Betshaus“ eröffnet PROJEKT. Im Rahmen des Kulturjahrs wurde am Hauptplatz ein „Mobiles Betshaus“ installiert. Es wird sich dem Thema Antisemitismus gestellt, Videos gezeigt und ein Vermittlungsprogramm geboten. Eine entgeltliche Kooperation mit der Stadt Graz (Kulturamt) Die Kunstinstallation „Das Mobile Betshaus“ am Grazer Hauptplatz kann man in voller Pracht bewundern. Es ist ein Ort der Begegnung. KK; JÜDISCHE GEMEINDE Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Antisemitische Vorfälle und Ausgrenzungen gibt es überall – ob in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Politik oder im öffentlichen Leben und vor allem in den sozialen Netzwerken. Doch wie auf antisemitische Äußerungen reagieren? Seit heute steht am Grazer Hauptplatz ein „Mobiles Beetshaus“ von Oskar Stocker und Luis Rivera – in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Graz – das sich dem Thema Antisemitismus im Rahmen des Kulturjahrs 2020 stellt. Synagoge kennenlernen Das Projekt verortet Religion als Teil unserer Gesellschaft und verbindet die zu Graz gehörende jüdische Geschichte mit der Diaspora und dem Blick auf die Religionen dieser Welt. Zudem lädt das Projekt dazu ein, eine Synagoge besser kennenzulernen. Aus allen Grazer Partnerstädten wurden Materialien gesammelt, die Teil des temporären Gebäudes sind. „Das Mobile Bethaus“ beherbergt auch eine Videoinstallation zum Thema. Neben der begehbaren Installation wird zusätzlich ein Vermittlungs- und Kunstprogramm angeboten. Das Betshaus soll eine aktive Verbindung zwischen den Partnerstädten sein und wird infolge auf Tour gehen und in allen Städten im öffentlichen Raum zu sehen sein. Das „Mobile Betshaus“ ist bis 24. Juli von 10 bis 22 Uhr für seine Besucher geöffnet. Sichtbare und gelebte Inklusion TEILHABEN. In der „Woche der Inklusion“ holt die Stadt Graz von 5. bis 11. Juli mit vielfältigen Veranstaltungen und einer Kampagne das Thema Inklusion vor den Vorhang und baut Barrieren ab. Inklusion ist immer ein Prozess und es geht darum die Situation Schritt für Schritt zu verbessern“, ist Sozialstadtrat Kurt Hohensinner überzeugt. In den letzten Jahren sind in der Stadt Graz wichtige Schritte für die Ermöglichung eines selbstbestimmten Lebens gesetzt worden. Um auf das breite Leistungsangebot der Stadt für Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen und die Bevölkerung für Inklusion zu sensibilisieren, findet heuer erstmals die Woche der Inklusion statt. Von 5. bis 11. Juli gibt es ein breites Programm aus Beratungstagen im Rathaus zu Themen wie Barrierefreiheit oder Anstellung von Menschen mit Behinderung, inklusiven Stadtführungen, diversen Freizeitangeboten, Workshops und vielem mehr. Neben den Veranstaltungen für Menschen mit und ohne Behinderung startet auch eine Bewusstseinskampagne von WKO und Stadt Graz. Zehn Innenstadt-Unternehmen gestalten in dieser Woche ihre Schaufenster passend zum Thema. Auf den städtischen Social-Media- Kanälen gibt es unterdessen Video-Portraits mit spannenden Geschichten von Menschen mit Behinderung. Das gesamte Programm und die Kurzvideos gibt es auf graz.at/woche-der-inklusion. Auftakt: Vor einem der zehn Schaufenster in der Innenstadt, die Behinderung sichtbar machen sollen, wurde die Woche der Inklusion eröffnet. STADT GRAZ/FISCHER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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