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5. Februar 2021

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- Baustart für den neuen Stützpunkt im Stadtpark - Grazer Pflichtschulen bekommen Unterstützung von sechzig Arbeitslosen - Lockdown-Lockerungen: Was sich ab Montag alles in Graz ändert - SP-Graz-Chef Michael Ehmann im Interview - Grazer Unternehmen investieren trotz Krise

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8 graz www.grazer.at 5. FEBRUAR 2021 C H R O N I K Blaulicht Report ✏ julian.bernoegger@grazer.at Fahndung nach Zigarettenräuber ■ Gestern Abend überfiel ein bislang unbekannter Täter eine Trafik im Grazer Bezirk Andritz. Der Mann betrat die Trafik gegen 17.30 Uhr, zückte ein Messer und bedrohte zwei weibliche Angestellte. Danach forderte der Mann von den Frauen Bargeld und Zigaretten der Marke „Marlboro“. Die beiden Angestellten händigten ihm einen geringen Geldbetrag und einige Schachteln der geforderten Zigarettenmarke aus. Danach flüchtete der Räuber in eine unbekannte Richtung. Verletzt wurde bei dem Überfall zum Glück niemand. Eine groß angelegte Fahndung der Polizei verlief bislang ergebnislos. Die Ermittler Ein junger Mann raubte gestern eine Trafik in Andritz aus, die Polizei leitete eine großflächige Fahndung ein, doch der Räuber konnte fliehen. SCHERIAU ersuchen nun etwaige Zeugen der Tat, die sich gestern im Bereich der Andritzer Reichsstraße und der Grazer Straße aufgehalten haben, sich mit Hinweisen zum Täter zu melden. Der Mann dürfte zwischen 18 und 20 Jahre alt sein. Seinen Körperbau bezeichnet die Polizei als schlank, er soll asiatischer Abstammung sein und gutes Deutsch mit leichtem Akzent gesprochen haben. Er trug einen Mund-Nasen-Schutz, eine blaue Einkaufstasche und eine auffällige rote Kopfbedeckung. Während des Überfalls sagte er zu den beiden Angestellten außerdem, dass vor der Trafik bereits ein Komplize mit einem Moped auf ihn warten würde. Ob es tatsächlich einen Komplizen gegeben hat, wird derzeit von den ermittelnden Beamten überprüft. Hinweise können bei der Polizei gemeldet werden. Die Telefonnummer des Journaldienstes des Landeskriminalamtes lautet 059- 133 603 333. Vogel-Fotos im Netz einreichen ■ Vögel sehen, erkennen und melden – nach diesem Prinzip funktioniert die Meldeaktion auf der Plattform naturbeobachtung.at. Dort beginnt das neue Jahr gleich mit drei spektakulären Sichtungen: Dank engagierter Vogel-Beobachter wurden erstmals ein Singschwan, eine Mantelmöwe und eine Tundrasaatgans mit Fotonachweis gemeldet. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen, Fotos zu knipsen und auf naturbeobachtung.at zu teilen! Der Singschwan wird in unseren Breiten nur selten gesehen EVA NOVOTNY

5. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 9 Martina Kaufmann (l.), Daniela Gmeinbauer und Viktor Larissegger zeigen anhand der aktuellen Zahlen: In Graz wird kräftig weiterinvestiert. MORGENSTERN, GETTY, LAND STEIERMARK / FISCHER Der Krise zum Trotz: Grazer Unternehmen investieren ENGAGIERT. Auch die Grazer Wirtschaftstreibenden wurden von der Corona-Krise getroffen. Viele investieren aber weiterhin, insgesamt wurden 65 Millionen Euro an Investitionsprämie beantragt. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Die Konjunkturdaten sind schlecht, die Wirtschaft strauchelt global, die Arbeitsmarktdaten machen Sorgen. Gleichzeitig braucht es auch Mut und Unternehmergeist, um in solchen Krisenzeiten Schwung aufzunehmen. Das ist natürlich nicht in jeder Branche und für alle Unternehmen möglich, in Graz zeigt sich aber glücklicherweise insgesamt eine sehr positive Tendenz, wie sich an der Annahme der bundesweiten Investitionsprämie zeigt. „Das Interesse der regionalen Wirtschaft am Standort und das Vertrauen in den Aufschwung in Graz ist da. Mit aktuell 1459 Anträgen verzeichnet die Stadt die größte Investitionsbereitschaft in den Standort in der ganzen Steiermark“, erzählt Nationalratsabgeordnete Martina Kaufmann. „Investitionen werden die regiona- le Wirtschaft unterstützen und so für Arbeit und Innovation vor Ort sorgen – das stärkt den Standort langristig“, führt sie gemeinsam mit Wirtschaftsbund-Obfrau Daniela Gmeinbauer aus. Viktor Larissegger, Regionalstellenleiter der WKO Graz kennt die genauen Zahlen: „Es wurden etwa 65 Millionen Euro an Förderungen beantragt – das löst insgesamt Investitionen in Höhe von 650 Millionen aus.“ 650 Millionen also, die trotz schwerster Wirtschaftskrise von Unternehmen im Raum Graz investiert werden. Für den „Grazer“ ein Grund, in den nächsten Wochen etwas genauer hinzusehen. Hier wird investiert Investiert wird in vielfältigen Bereichen. Große Unternehmen wie Transgourmet (Investitionen in den Grazer Standort in Höhe von 2,6 Millionen), Energie Steiermark (10 Millionen für den neuen E-Cam- pus), Martin Auer (20 Millionen werden in das neue Headquarter in St. Peter investiert) oder Saubermacher (bis 2022 fließen 4,5 Millionen in der Standort in Premstätten) schreiten laut Wirtschaftskammer voran, auch Hörspezialist Neuroth investiert laut der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG engagiert. Keinesfalls zurück stehen Startups wie das Ingenieubüro E- Billy oder auch die schwer getroffene Gastronomie – beispielsweise Dean&David mit einer neuen Filiale in der Zinzendorfgasse, oder Mangolds, das trotz Beschränkungen neue Mitarbeiter such. In Liebenau eröffnet bald das stark ausgebaute Gartenzentrum Edler an einem neuen Standort – genaueres dazu gibt’s am Sonntag im „Grazer“ zu lesen. „Die Steiermark als Heimat mutiger Unternehmerinnen und Unternehmer stemmt sich unermüdlich gegen die Corona-Krise. Die Investitionen stärken die regionale Wirtschaft, da für die Umsetzung vor allem heimische Unternehmen beauftragt werden, und sind wesentliche Schlüsselfaktoren für den Weg Barbara Eibinger-Miedl aus der Krise“, freut sich Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl über das starke Zeichen der regionalen Unternehmen. „Es ist sehr positiv, dass so viele die Möglichkeit nutzen, zu investieren“, meint auch Larissegger, der aber betont: „Es ist auch klar und verständlich, dass das bei vielen in dieser schwierigen Situation nicht möglich ist“. Die Investitionsprämie kann übrigens noch bis 28. Februar beantragt werden.

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