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5. Februar 2021

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- Baustart für den neuen Stützpunkt im Stadtpark - Grazer Pflichtschulen bekommen Unterstützung von sechzig Arbeitslosen - Lockdown-Lockerungen: Was sich ab Montag alles in Graz ändert - SP-Graz-Chef Michael Ehmann im Interview - Grazer Unternehmen investieren trotz Krise

2 graz www.grazer.at

2 graz www.grazer.at 5. FEBRUAR 2021 FFP2-Masken schützen andere davor, sich anzustecken. Aktuelle Grazer Corona-Zahlen ■ Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt heute in Graz bei 75,2 Fällen pro 100.000 Einwohner (gestern 75,9), in Graz-Umgebung bei 101,2 Fällen. Der Steiermark Durchschnitt beträgt 116,6. Inzwischen gibt es laut AGES steiermarkweit 1.629 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. In Graz sind bisher 239 Menschen verstorben – 82,1 pro 100.000 Einwohner. Die Intensivbetten in der Steiermark sind zu 32,7 Prozent ausgelastet, das sind mehr als in den vergangenen Tagen. Projekt mit 60 Arbeitslosen: Grazer Pflichtschulen kriegen Unterstützung Regina Hermann (Direktorin der Volksschule Graz-Murfeld), Bildungs- und Sozialstadtrat Kurt Hohensinner, Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß, Soziallandesrätin Doris Kampus (v.l.) bei der Projektpräsentation. STADT GRAZ/FISCHER TOLL. Jahrelang forderten Grazer Direktoren mehr Personal zur Unterstützung. Stadt und Land starten nun ein Projekt, bei dem etwa sechzig arbeitslose Personen als Unterstützungspersonal in Beschäftigung gebracht werden. Ausgewählt steirische Apotheken bieten bald gratis Tests an. GETTY Gratis Antigen- Test in Apotheke ■ Ab kommenden Montag, 8. Februar, soll es in einigen steirischen „Pilot-Apotheken“ Gratis-Antigenschnelltests auf das Coronavirus geben. Das wurde heute in einer Pressekonferenz angekündigt. Das Test-Angebot wird in der gesamten Steiermark somit enorm ausgebaut. Erste Apotheken, die die Gratistest künftig anbieten, werden ab Montag auf der Homepage der Apothekerkammer gelistet werden. Die Liste soll täglich aktualisiert werden. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Arbeitsmarkt und Bildung gehören zu den wohl am stärksten diskutierten Bereichen, besonders im letzten Jahr – im Zuge der globalen Corona- Krise. Nicht nur haben viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren, auch die Schulen wurden mit neuen Herausforderungen, wie Tests oder Distance-Learning konfrontiert. Gemeinsam mit Land und Bund will die Stadt Graz nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ab März/April werden den Grazer Pflichtschulen rund sechzig derzeit noch arbeitslosen Personen als administratives Unterstützungspersonal zur Verfügung gestellt, wie Sozial- und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner heute bekannt gab. Jahrelanges Problem Nicht erst seit der Krise, schon seit Jahren klagen Direktoren über den zunehmenden Verwaltungsaufwand. Dokumentationspflichten, Organisation der Nachmittagsbetreuung etc. vereinnahmten zuletzt immer weitere Teile ihrer Arbeit. Nun will die Stadt Graz jeder Grazer Pflichtschule eine Unterstützungskraft zuzuteilen. Zwei Drittel der Personalkosten werden dabei im Rahmen einer Beschäftigungsoffensive übernommen, das letzte Drittel zahlt die Stadt Graz. Die Abwicklungskosten werden vom Land Steiermark übernommen. „Ob in der Schule oder am Arbeitsmarkt, die Corona-Pandemie hat vieles klar aufgezeigt“, betonte angesichts der aktuellen Lage auch Soziallandesrätin Doris Kampus. Besonders erfreulich am Projekt sei: „Arbeitslose Menschen bekommen damit eine neue Job-Perspektive. Und mit diesem Assistenzpersonal entlasten wir die Schulen, Pädagoginnen und Pädagogen.“ Die Vorselektion der Bewerbungen übernimmt das AMS, die Bewerbungsgespräche finden in der städtischen Abteilung für Bildung und Integration statt. Angestellt werden die neuen Unterstützungskräfte auf Teilzeitbasis für 25 Stunden pro Schulwoche. „Für uns als Stadt Graz war klar, dass wir diese Chance, die sich uns hier bietet, nutzen wollen“, so Hohensinner. „Dafür nehmen wir auch entsprechende Geldmittel von rund 825.000 Euro in die Hand.“ Etwa 650.000 Euro werden für das letzte Drittel der Personalkosten für eineinhalb Jahre benötigt, 175.000 fließen in die Ausstattung und Bereitstellung der Arbeitsplätze. „Für mich ist dieses Projekt eine doppelte Erfolgsgeschichte. In der Bildung setzen wir ein klares Zeichen zur Unterstützung der Schulen, in meiner Funktion als Sozialstadtrat freue ich mich umso mehr, dass wir diese Unterstützung in Form eines Beschäftigungsprojekts leisten können und damit Menschen, die seit Längerem auf Arbeitssuche sind, neue Möglichkeiten und Perspektiven bieten können“, so der Stadtrat. Steiermarkweit Graz ist die erste Region, umgesetzt werden soll das Projekt aber demnächst in der ganzen Steiermark, insgesamt stehen laut Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß 117 Stellen zur Verfügung. Als nächstes startet die Südoststeiermark.

5. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 3 Lockdown-Lockerungen Was sich ab Montag alles in Graz ändert Viele Grazer sind inzwischen schon etwas lockdownmüde und freuen sich auf einen Shoppingtag mit Friseurbesuch ab kommenden Montag. KK VORFREUDE. Am Montag ist es endlich soweit: Handel und Friseure dürfen wieder Kunden empfangen. Diese müssen allerdings zuvor negativ getestet werden. Die Öffis bleiben dennoch im Ferienfahrplan. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Für den Handel heißt es ab Montag, 8. Februar, wieder aufatmen. Nach sechs Wochen im Lockdown darf man endlich wieder Kunden empfangen. „Unsere Betriebe sind bestens dafür gerüstet“, ist WKO Steiermark Präsident Josef Herk überzeugt: „Entsprechende Vorbereitungen und Sicherheitskonzepte wurden nun über Wochen vorangetrieben.“ In allen Geschäften muss ab nächster Woche nämlich – gleich wie in Supermärkten und Öffis – eine FFP2-Maske getragen werden. Die Anzahl der Kunden ist auf einen pro zwanzig Quadratmeter beschränkt. Aufsperren dürfen auch Friseure, Kosmetiker, Fußpfleger und andere körpernahe Dienstleister. Neben FFP2- Maskenpflicht und strengen Hygiene-Regeln, wird hier aber ein negativer Antigen-Test, der nicht älter ist als 48 Stunden, als „Eintritt“ verlangt. Dazu wurden die Kapazitäten in den dauerhaften Teststraßen in der ganzen Steiermark erhöht. Auch in der Grazer Messehalle hat man die Öffnungszeiten verlängert: Samstags ist jetzt ebenfalls bis 18 Uhr geöffnet. Außerdem ist die Teststation auch an den nächsten beiden Sonntagen (7. und 14. Februar) von 8 bis 18 Uhr in Betrieb. Eine Anmeldung wird dringend empfohlen, da man durch das Eintrittstesten mit einem großen Ansturm rechnet. Keinen Test benötigt, wer in den vergangenen sechs Monaten an Corona erkrankt war und darüber einen Nachweis hat. Auch wer einen Test auf neutralisierende Antikörper vorweisen kann, der nicht älter als sechs Monate ist, erspart sich derzeit das neuerliche Testen. Kultur ist zurück Auch wenn weiterhin keine Veranstaltungen stattfinden können und auch Theater- und Konzertbesuche noch nicht möglich sind, Kulturhungrige dürfen sich zumindest auf die Öffnung von Museen und Galerien freuen. „Das ist ein wichtiges Zeichen, dass die hohe gesellschaftliche Relevanz von Kultur erkannt wurde. Auch wenn es nur erste Schritte sind, sie können zumindest dazu beitragen, einen kleinen Teil des großen Bedürfnisses nach Kunst und Kultur zu stillen“, so Kulturlandesrat Christopher Drexler. Die Häuser des Universalmuseums Joanneum sperren am Dienstag, 9. Februar wieder auf. Und auch die Stadtbibliotheken sperren am Montag wieder auf. Das kostenlose Postservice wird aber bis zum 14. Februar fortgesetzt. Öffi-Fahrpläne Auch wenn die Semesterferien in der Steiermark vorverlegt wurden und nun am Montag starten, bleiben die Graz Linien bis zu deren Ende am 15. Februar im Normalfahrplan. Das Kundenservice-Center am Andreas-Hofer-Platz ist ab 8. Februar wieder geöffnet. Strafen drohen Ab Montag dürfen sich wieder maximal vier Personen aus zwei Haushalten treffen. Die Ausgangsbeschränkungen gelten nur noch zwischen 20 Uhr und 6 Uhr Früh. Die Einhaltung der Maßnahmen werden in Graz von den Mitarbeitern der Gesundheits- und den Polizeibehörden kontrolliert. Werden Übertretungen festgestellt, drohen empfindliche Strafen. Diese wurden zuletzt erhöht. Wer keine FFP2-Maske trägt, zahlt jetzt nicht mehr 25 Euro, sondern neunzig! derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTS- FÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895), Deborah Posadas-Saucedo (0664/80 666 6491), Helmut Koltai (0664/80 666 6892) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.722 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

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