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5. Dezember 2021

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- Sinkende Mieten retten die Innenstadt - Corona bringt weniger Spitalsaufenthalte - Erste Gütesiegel für Bauernmärkte vergeben - Diese Parkplätze werden bis Frühling gestrichen - Weniger Großevents auf Grazer Plätzen

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graz 4 graz www.grazer.at 5. DEZEMBER 2021 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Ich schließe nie etwas ein oder aus in letzter Zeit.“ Vizekanzler Werner Kogler nach den Regierungsumbildungen der ÖVP über die Möglichkeit von Neuwahlen BKA/ANDY WENZEL Bis zu 40 Prozent günstiger als vor zwei Jahren Sinkende Mieten Auch LH-Stv. Anton Lang hat bereits ein Ticket bestellt. LAND STEIERMRK Online-Verkauf für KlimaTicket ■ Das neue KlimaTicket Steiermark gilt ab 1. Jänner 2022. Um 588 Euro pro Jahr oder 49 Euro pro Monat können damit alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Steiermark benutzt werden. Der Vorverkauf via Bestellformular hat mit 1. Dezember begonnen. Aufgrund der aktuellen angespannten Corona-Situation startet der Vorverkauf in den Vertriebstellen des Verkehrsverbundes aber leider erst mit 13. Dezember. STADT GRAZ/KOMMUNIKATION I. Abraham, D. Kirschner, D. Kerschbaumer, E. Kahr, N. Kaltschmidt Kampagne gegen Gewalt an Frauen ■ Unter dem Motto „Nicht wegschauen“ startet die Stadt Graz eine neue Kampagne gegen Gewalt an Frauen. Neben Social-Media-Inhalten und einer neuen Broschüre gibt es auch Videos mit bekannten Schauspielern. Bürgermeisterin Elke Kahr kündigte außerdem an, in Graz Fraueneinrichtungen künftig besser zu fördern: „Besonders Opfer von häuslicher Gewalt. Wir wollen weitere Übergangswohnungen für betroffene Frauen schaffen und die Männerberatung ausbauen.“ Nespresso zieht in die ehemaligen Geox-Räumlichkeiten, Gastronom Florian Weitzer in den Schediwy, Le Burger ist schon im Zara. Leer stehen noch die ehemaligen Filialen von Salewa, Stiefelkönig und Lammer sowie eines Juweliers. FISCHER, KK (7) derGrazer Was gefällt Ihnen an der City? „Mir persönlich gefällt die Straßenbahn, die zwischen den historischen Bauwerken fährt.“ Felix Neumann, 19, Student „Ich mag die große Auswahl, dass man so viele Restaurants und Geschäfte direkt nebeneinander hat“. Anna Rumplmayr, 24, Studentin „Ich finde das tolle Altstadtflair schön. Es ist immer eine Freude, durch die Stadt zu flanieren.“ Werner Christi, 61, Angestellter Blitzumfrage „Mir gefällt die Beleuchtung im Advent. Ich finde, da kommt richtig Weihnachtsstimmung auf.“ Victoria Brandstätter, 28, Angestellte ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Es gibt viel zu entdecken, die Atmosphäre ist schön. Ich gehe am liebsten in der Innenstadt einkaufen.“ Andrea Neumeister, 53, Pensionistin

5. DEZEMBER 2021 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP KANIZAJ, SCREENSHOT Noch ein Grazer auf der Ministerbank Martin Polaschek gesellt sich künftig als Bildungsminister an die Seite von Werner Kogler und Leonore Gewessler. Landesbeamte lachen über NGOs In einem Video machten sich Beamte der Abteilung 13 über Naturschützer lustig. Die Abteilungsleiterin wurde suspendiert. FLOP ➜ retten die Innenstadt LICHTBLICK. Immobilienexperten sind endlich optimistisch: Neue repräsentative Geschäftsflächen in der Grazer City wurden zu günstigeren Mieten an neue Betreiber gebracht, so können sich auch wieder mehr Betriebe ansiedeln. Von V. Leitold, F. Kleindienst & J. Bernögger redaktion@grazer.at Im Februar 2020 sorgte ein Artikel im „Grazer“ auch politisch für Aufsehen: Darin zeichnete Immobilienmakler Josef-Karl Podlesnik, der mit seiner Firma JKP die repräsentativsten Flächen in der City vermittelt, ein düsteres Bild: „Wenn das so weitergeht, ist die Innenstadt in zwei Jahren ausgestorben!“ Die Geschäftsmieten in der Innenstadt (Herrengasse, Sackstraße, Murgasse, Sporgasse usw.) lagen damals bei stolzen hundert Euro pro Quadratmeter, alleine in der Herrengasse standen sechs Geschäftsflächen frei. Inzwischen sind weitere große Ketten – wie Zara oder Stefanel – abgewandert, fünf Räumlichketen in der Herrengasse stehen leer (wovon eine aber bereits im Umbau für Nespresso ist). Und trotzdem sind Immobilienexperten jetzt optimistischer. Denn der Markt hat sich selbst reguliert: „Die Preise sind endlich gefallen! Da die Umsätze für die Betreiber nicht mehr so hoch sind, mussten auch die Vermieter runtergehen, wenn sie ihre Flächen anbringen wollten. Wir reden da von 20 bis 40 Prozent weniger. Die neuen Mieten – etwa von Le Burger, Nespresso oder Schediwy – haben wir um 60 bis 80 Euro pro Quadratmeter vermittelt!“, berichtet Podlesnik. Die positive Dynamik sehen Experten des Immobiliendienstleisters CBRE. Laura Holzheimer, Head of Research: „Wir gehen stark davon aus, dass sich die Lage nach dem Pandemieende weiter bessern wird.“ Und auch Fachgruppenobmann Gerald Gollenz (siehe Kurzinterview rechts) ist positiv gestimmt: „Teurer wird es in der Innenstadt sicher nicht.“ Neue Projekte Auch aktuellen Vorhaben der neuen Rathauskoalition stehen Experten zuversichtlich gegenüber. Nicht einmal die autofreie Innenstadt, die von vielen Händlern ja gefürchtet wird, wird allzu negativ bewertet. Aber: „Nur Fußgängerzone draufschreiben bringt auch nichts! Man muss schon etwas bieten, damit sie angenommen wird. Zum Beispiel ein Thema: Das kam früher ja auch nicht von ungefähr, dass es Getreide- und Schmiedgassen gegeben hat. In der Kaiserfeldgasse könnte man etwa die Kreativszene und lokale Designer ansiedeln“, schlägt Podlesnik vor. Das gemeinsame Auftreten als Einkaufszentrum mit Kinderbetreuung usw., wie vom Citymanagement angedacht, bewerten sowohl Podlesnik als auch Gollenz äußerst positiv. Kurz gefragt … ... Gerald Gollenz 1 Was ist aus Immo-Sicht in der Innenstadt wichtig? Gollenz: Ich denke, es wäre langfristig klug, mit den Mieten weiter runterzugehen und dann langfristig und nachhaltig zu vermieten. 2 Könnten mehr Fußgängerzonen helfen? Gollenz: Wenn es die Möglichkeit für Autofahrer gibt, fußläufig in die Innenstadt zu kommen, ja. Es braucht aber auch entsprechende Zugpferde. 3 Was ist Ihre Prognose? Gollenz: Ich bin guter Dinge, dass die Innenstadt mit einer ordentlichen Verkehrspolitik weiter belebt werden kann.

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