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5. Dezember 2021

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- Sinkende Mieten retten die Innenstadt - Corona bringt weniger Spitalsaufenthalte - Erste Gütesiegel für Bauernmärkte vergeben - Diese Parkplätze werden bis Frühling gestrichen - Weniger Großevents auf Grazer Plätzen

2 die seite zwei

2 die seite zwei www.grazer.at 5. DEZEMBER 2021 E D I T O R I A L von Tobit Schweighofer ✏ tobit.schweighofer@grazer.at Schwarz ist wieder Trumpf W er hat noch nicht, wer will noch mal?“ heißt es derzeit in Wien, wenn es um die Vergabe der Regierungsämter – zumindest in der türkis-schwarzen Reichshälfte – geht. Mittendrin ist mit unserem renommierten Unirektor Martin Polaschek auch ein Grazer, der sich als neuer Bildungs- und Wissenschaftsminister ausprobieren darf. Und obendrein die Grazer Regierungsriege, die bis jetzt aus Werner Kogler und Leonore Gewessler bestand, erweitert. Nach dem Rücktritt von Christine Aschbacher war trotz mächtiger (und erfolgreicher) Landesorganisation kein türkiser Steirer mehr auf der Ministerbank zu finden. Gut möglich, dass Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer hier als Geburtshelfer tätig wurde. Ein Indiz dafür wäre, dass er dem designierten Kanzler Karl Nehammer zuvorgekommen ist und im ORF als Erster verkündete, dass Polaschek Minister wird. Jeder, der weiß, wie die Uhren in den politischen Büros ticken, hat verstanden: Das war eine Machtdemonstration, die ihresgleichen sucht. Türkis ist Geschichte, Schwarz ist wieder Trumpf und die Länder haben das Sagen. Bleibt zu hoffen, dass Polaschek auf diesem glatten Parkett nicht ausrutscht, sondern die Hoffnungen, die man in ihn setzt, erfüllen kann. Alles Gute und viel Glück! Tobit Schweighofer, Chefredakteur SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ... Vida Noa kocht im Lockdown besonders gerne und genießt ihr Frühstück vegan mit Hafermilch, Obst und Haferflocken. KK ... Singer/Songwriterin Vida Noa Musik als Berufung, Milchschäumer für Hafer-Cappuccino, indische Küche im Lockdown, neue Songs, Weihnachten daheim. Vida Noa hat viel zu erzählen. Frühstück bei Petra Stambolija aka Vida Noa. Was kommt da alles auf den Tisch? Gekochte Haferflocken, Obst, Erdnussmus, Mandeln und, ich lebe zurzeit vegan, ein Hafer-Cappuccino. Das funktioniert mit Hafermilch und meinem neuen Milchschäumer perfekt. Mit Fleisch ist schon lange nichts mehr? Ich bin vor zehn Jahren aus ethischen Gründen Vegetarierin geworden. Echtes Bio-Fleisch war für mich zu umständlich aufzutreiben. Und die Milchindustrie sitzt für mich im selben Boot wie die Fleischindustrie. Ich bin gegen Massentierhaltung. Außerdem verschleimt mich Milch. Dann wird das Kochen komplizierter ... Man muss schauen, was man isst. Auf jeden Fall koche ich weizenfrei. Im Lockdown koche ich viel, weil ich gern daheim esse. Am liebsten indisches Essen, ich liebe die Schärfe. Aber Kuchen sind für mich der Himmel auf Erden. Wann war klar: Ich mache Musik! Ich habe schon mit zehn Jahren Songs geschrieben, alle sehr von Popmusik geprägt. Ich hörte damals Britney Spears, liebte die Backstreet Boys. Ich habe dann begonnen, Gitarre zu spielen, und ich merkte schnell, dass man mit vier bis fünf Akkorden Songs schreiben kann. Ich mochte damals auch Avril Lavigne mit ihrer coolen Skaterhose. Sie gab mir den Kick, selbst mit Musik in die Zukunft zu starten. Mit 25 gab es erste internationale Erfolge. Das war im Admiralspalast in Berlin, da war ich Gewinnerin des Fender Paramount Singer/Songwriter Contests 2017. Wie cool war das. Ich konnte mich da gegen 770 Bewerber aus ganz Europa durchsetzen. Vida Noa ist heute eine Profimusikerin? Ich bin in Deutschlandsberg aufgewachsen und begann in Graz, Anglistik zu studieren, bin dann auf Architektur umgestiegen und habe meinen Bachelor gemacht. Die meiste Zeit aber ging für Musik auf. Heute spielt Musik Hauptrolle ohne Plan B. Genau, und mittlerweile kann ich auch von der Musik leben. Ich bin sehr bescheiden, wohne in einer 30-Quadratmeter-Garconniere. Ich brauche nicht viel. Nur die Musik und vielleicht Kaffee trinken. Die Songs gibt’s auch mit tollen Videos. Erst habe ich dabei alles selbst gemacht. Danach half mir besonders das Postl-Film-Team aus Graz, das meine Lieder ideal bildlich umsetzen konnte. Wie nervend ist und war der Lockdown? Der Lockdown war für mich ein Schlag ins Gesicht. Ich musste sehr viel absagen. Aber ich hatte plötzlich Zeit für andere Dinge, brachte meine kreative Seite wieder ins Spiel zurück. Dabei ist die neue EP entstanden. Die Mini-LP mit vier Songs kommt am 10. Dezember kurz vor Lockdownende auch als Weihnachtsgeschenk für mich selbst heraus. Geholfen hat mir dabei vor allem mein Papa, selbst ein Unterhaltungsmusiker daheim in Deutschlandsberg. Was entspannt das Leben von Vida Noa? Meine Hündin, ein Mischling, mit ihr bin ich viel unterwegs. Aber sonst ist Musik mein Leben, das ist kein Beruf, das ist für mich Berufung. Wie wird Weihnachten 2021? Wie immer daheim bei Mama und Papa in Deutschlandsberg. VOJO RADKOVIC Vida Noa wurde als Petra Stambolija 1992 in Deutschlandsberg geboren. Erste Begegnung mit der Musikwelt gab es in der Schulband, nach erfolgreichem Architekturstudium gab es 2019 für die längst in Graz lebende Singer/Songwriterin das erste Album. Die Singles „Berlin“ und „Strangers“ sorgten für Aufsehen, Vida Noa selbst überzeugte als Live-Act. Top: „Love Letters“, neuestes Musikvideo auf Youtube.

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