2 graz www.grazer.at 5. AUGUST 2024 Der Reiseführer für barrierefrei Touren mit Kindern. WANDAVERLAG.AT Ein anderer Reiseführer ■ Wie in der gestrigen Printausgabe des Grazers berichtet, haben die zwei engagierten Mütter, Veronika Stiene und Corina Suntinger, einen speziellen Reiseführer für Wanderungen mit dem Kinderwagen oder Tragevorrichtungen geschrieben. Der Ratgeber beschreibt barrierefreie Touren für alle Schwierigkeitsgrade. Erhältlich ist der Reiseführer ab sofort im gut sortierten Buchhandel und auf wandaverlag.at. Müller zieht im 1. Quartal 2025 in den Murpark ein. KK Müller ab 2025 in Murpark ■ Dass der deutsche Drogerist Müller seine erste Filiale im Osten von Graz im Murpark aufsperrt, war bekannt. Jetzt ist der Vertrag unterfertigt und der Zeitplan bekannt. Bereits im 1. Quartal 2025 eröffnet die Kette in den Räumlichkeiten des ehemaligen Adler Modemarktes im Shoppingzentrum. Laut eigener Aussage soll es die modernste Filiale in Graz werden, die auf rund 1.700 Quadratmeter das gesamte Sortiment von Müller bieten soll. Im Juli campierte eine Roma-Karawane illegal in Dobl-Zwaring. Solche Szenen sollen nun per Gesetz abgestellt werden. Illegales Campieren soll bald verboten werden VORSTOSS. Landeshauptmann Christopher Drexler und sein Stellvertreter Anton Lang haben heute eine Gesetzesnovelle vorgestellt, die illegales Campieren, wie zuletzt von Roma-Karawanen passiert, künftig unterbinden soll. Von Lukas Steinberger-Weiß lukas.steinberger@grazer.at Im Auftrag von Landeshauptmann Christopher Drexler wurde eine Novelle zum Steiermärkischen Landes-Sicherheitsgesetz erarbeitet, mit der die Gemeinden eine klare Handhabe gegen illegales und unerwünschtes „Campieren” erhalten. Schon jetzt ist es grundsätzlich verboten, fremde Grundstücke ohne Erlaubnis etwa zum Campen zu benutzen. Dies ist auf dem Zivilrechtsweg klagbar, damit mit Kosten verbunden und kann auch nicht unmittelbar Abhilfe schaffen. Das Land Steiermark will den steirischen Gemeinden nun eine klare Handhabe für solche Fälle geben, um konsequent dagegen vorgehen zu können. Ab Inkrafttreten der Gesetzesnovelle können die Gemeinden mit Verordnung bestimmen, dass das Aufstellen von Zelten, Wohnwägen, Wohnmobilen oder ähnlichen beweglichen Unterkünften außerhalb von Campingplätzen verboten ist. Das kann für bestimmte Orte oder für das gesamte Gemeindegebiet gelten. In der Verordnung sind zudem Ausnahmen von der Geltung des Verbots zu normieren. Das Verbot soll jedenfalls nicht gelten, wenn der Eigentürmer/ Verfügungsberechtigte der Liegenschaft seine Zustimmung erteilt oder wenn es etwa um den Einsatz von Rettungsorganisationen geht. 5000 Euro Strafe Wird das per Verordnung durch die Gemeinde erlassene Verbot missachtet, ist von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro zu verhängen. Außerdem kann von der Gemeinde demjenigen, der der Verordnung zuwiderhandelt, jederzeit ein formloser Entfernungsauftrag (zum Beispiel mündlich) erteilt werden. Wird dem nicht innerhalb angemessener Frist nachgekommen, kann die Gemeinde durch Ausübung unmittelbarer Befehls- und Zwangsgewalt die betroffenen Zelte, Wohnwagen, Wohnmobile oder ähnliches entfernen. Dies geht auf Kosten der Aufsteller oder Zulassungsbesitzer. Die Organe der Bundespolizei haben am Vollzug dieser Maßnahmen mitzuwirken. Und zwar sowohl was Maßnahmen zur Vorbeugung drohender Verwaltungsübertretungen, für die Einleitung und Durchführung von Verwaltungsstrafverfahren, als auch die Anwendung von Zwangsmittel angeht. Der Gesetzesentwurf durchläuft ab heute ein dreiwöchiges Begutachtungsverfahren. Anschließend soll er von der Landesregierung beschlossen sowie als Regierungsvorlage in den Landtag Steiermark eingebracht werden. KK
3 graz www.grazer.at 5. AUGUST 2024 „Der Bezirk Ries hat Dorfcharakter“ SERIE. Diesen Sommer stellen wir jeden Grazer Bezirk so vor, wie man ihn nicht kennt. Heute ist der X. Bezirk Ries an der Reihe. Von Elias Mangst elias.mangst@grazer.at Was hat für Sie als Bezirksvorsteher der Bezirk Ries, das ihn von anderen hervorhebt? Josef Schuster: „Wir haben noch sehr viel Landwirtschaft, worauf wir auch ziemlich stolz sind. In Ries kann man direkt im Hofladen einkaufen und so die Regionalität fördern. Bei uns wird die Tradition noch hochgehalten und gelebt. Zum Beispiel beim Schnitzen und Aufstellen des Maibaumes helfen alle mit und danach wird auch richtig gefeiert.“ Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es im Bezirk? Schuster: „In Ries gibt es ganz viele schöne Plätze. Ich kann einen Waldspaziergang auf die Ries mit einer Rast auf einem unserer aufgestellten Bankerl sehr empfehlen. Weitere Möglichkeitetwn bieten sich beim Fischen bei den Erlenteichen oder einem Spaziergang entlang des Ragnitzbaches. Ein Besuch vom Bad Ragnitz ist auch sehr zu empfehlen genau wie ein spannendes Spiel am Sportplatz des JSV Ries Kainbach.“ Welchen lustigen Fakt über Ihren Bezirk Ries gibt es, den nicht jeder weiß? Schuster: „Paul Prattes vom ORF Steiermark hat uns bei unserem Projekt “Natur Leben und Erleben“ besucht. Er hat ein Kind gefragt, wie man sich gegenüber Bienen verhalten soll. Die Antwort war: „man darf nicht wacheln und auch nicht den Mund aufmachen, denn sie mögen den Mundgeruch nicht und stechen dann zu“. Auf welche Betriebe sind Sie besonders stolz im Bezirk? Schuster: „Ob Selbstvermark- Bezirkstour Grazer24 X. RIES ter, Bauern, Handwerksbetriebe, Gastronomen, ich bin auf alle Betriebe in unserem Bezirk wirklich stolz. Einzigartig in Graz sind die Greißlerei und die Kuchl Familie Greimel auf der Ries. Hier gibt es zur Mittagszeit immer ausgezeichnete Menüs und zugleich kann man auch seinen Einkauf in der Greißlerei erledigen.“ Wieso haben Sie sich dazu entschieden, Bezirksvorsteherin zu werden? Schuster: „Es ist für mich ein schönes Gefühl, den Menschen zu helfen. Mich freut es, in der Funktion als Bezirksvorsteher mitgestalten, selbst anpacken und positive Ergebnisse bewirken zu können. Ich persönlich vertrete den Standpunkt, dass uns jammern und schlechtreden noch nie weitergebracht hat. Außerdem bin ich gerne unter Leuten, die auch sehr viel Positives zurückgeben. Das motiviert mich darüber hinaus, noch länger weiterzumachen.“ Mit welchen drei Worten würden Sie Ihren Bezirk Ries beschreiben? Schuster: „Der Bezirk Ries ist noch geprägt von einem gewissen Dorfcharakter. Des Weiteren hat unser Bezirk sehr hilfsbereite Menschen, was uns sehr freut und auszeichnet. Und als dritten Punkt würde ich noch angeben, dass die Innenstadt zwar nah ist, man aber dennoch ein Leben wie am Land haben kann.“ Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es im Bezirk Ries? Schuster: „Der Bezirkssportplatz ist ein wahres Highlight für Groß und Klein. Außerdem haben wir mit dem Ragnitz Bad speziell an heißen Sommertagen eine perfekte Abkühlmöglichkeit. Für Fußballbegeisterte gibt es den JSV Ries Kainbach, einer der größten Nachwuchsvereine in ganz Österreich. Eine entspannte Zeit haben wir beim Fischen bei den Erlenteichen zu bieten. Zu guter Letzt würde ich noch die vielen schönen Lauf- und Wan- Josef Schuster (2. v. l.), der schwarze Bezirks- vorsteher von Ries, bei der Eröffnung vom Ragnitz Bad. Mit ihm die beiden neuen Pächter Oliver Lederer (l.) und Markus Leskovar (r.) sowie der Gemeinderat Markus Huber (2. v. r.). Das ist Ries KK derwege im Wald als Freizeittipp in den Raum werfen. Welche besonderen Ausflugsziele gibt es in Ihrem Bezirk? Schuster: Wir haben eine Riesenauswahl, darunter die Kirche Ragnitz, den Leechwald und den Heurigen Sattler. Der zehnte Grazer Bezirk Ries hat etwas mehr als 6.000 Einwohner (Stand 1. Jänner 2024). Auf einer Fläche von rund zehn Quadratkilometern ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 6.143 Einwohnern pro Quadratkilometer. 1850 wurde Ries zu einer eigenen Grazer Gemeinde ernannt. Seit dem Jahre 2017 gibt es das Modul eins des neuen Campus der Medizinischen Universität Graz.
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