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5. August 2022

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- Ruine Gösting: Wanderer müssen "Eintritt" bezahlen - Maßnahmen gegen Teuerung - Sommergespräch Waltendorf: Bezirksvorsteher Peter Mayr - Radwegausbau in Graz St. Peter gefordert - Rund um Graz: Weniger Autos, aber mehr Lkw

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2 graz www.grazer.at 5. AUGUST 2022 Anna Meyer, Judith Schwentner und Alexander Passer (v.l.). GERHARD SCHREIBER Graz & Climate Change Center ■ Die Stadt Graz vereinbarte mit dem Climate Change Center Austria (CCCA), einem Netzwerk der österreichischen Klimaforschung, dem 29 universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen angehören, eine strategische Partnerschaft. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner: WIch freue mich sehr über die Kooperation als wichtigen Schritt zur Erreichung unserer ambitionierten Klimaziele.“ Die Kooperation sei eine Chance für die Grazer Klimawende. Die Zahl der Corona-Fälle geht in Graz und GU weiter zurück. GETTY Corona-Zahlen in Graz und GU ■ Die Corona-Zahlen sind in Graz seit gestern noch ein Stück zurückgegangen und liegen aktuell bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 502,2 (gestern: 520,2). In Graz-Umgebung sind es 418,3 Fälle pro 100.000 Einwohner (gestern: 442,5). Der Steiermark- Durchschnitt liegt momentan bei 373,0. Die AGES vermeldet 150 Fälle auf steirischen Normalstationen, zehn auf Intensiv. Bisher sind in Graz 539 Menschen mit Corona verstorben, 418 in Graz-Umgebung. Ruine Gösting: Wanderer müssen „Eintritt“ bezahlen Nach wie vor ist der Zugang zur Burgruine Gösting Besuchern verwehrt. Die Übernahme der Burg durch die Stadt Graz wirft mehr Fragen als Lösungen auf. Bevor die Burg generell frei zugänglich ist, werden noch Jahre vergehen. FOTO KK SCHWIERIG. Die Burgruine Gösting darf künftig nur mehr in Begleitung eines Fremdenführers erfolgen und die Wanderer müssen Eintritt bezahlen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Es geht nicht anders, es gibt zu viele Gefahrenstellen. Daher kann die Burgruine Gösting ab Spätherbst nur mehr in Begleitung eines Grazer Fremdenführers betreten werden, der „Ruine Gösting Touren“ anbieten wird und dafür natürlich bezahlt werden muss. Also kostet der Besuch der früher gratis zu bestaunenden Burgreste. Wie viel, darüber ist man sich noch nicht einig. Wie GBG Geschäftsführer Günter Hirner sagt, werde sich die GBG mit verschiedenen Fremdenführer Gruppierungen kurzschließen um die genauen Details auszuhandeln. Eine der erwähnten Gefahrenstellen ist der Turm, der einzustürzen droht. Wanderer, die eine Fremdenführer Tour mitmachen möchten, müssen sich zuvor online anmelden. Für die nicht so internetaffinen älteren Wanderer eine ärgerliche Hürde. Hirner: „Man wird eine einheitliche Online-Plattform dafür finden. Wir als GBG bevorzugen hier venuzz- le.at“,so Geschäftsführer Hirner weiters. Nichts wird es mit einer zeitnahen Tavernen-Neueröffnung. Die bleibt zu. Wie bei Wanderungen üblich, sollten daher auch die Ruinen-Wanderer in ihrem Rucksack Jause und Getränke haben, um sich selbst versorgen zu können. Allerdings, die Terrassensitzplätze der alten Taverne mit der herrlichen Aussicht können benützt werden. Hirner: „Wir werden auch für WCs sorgen, die außerhalb der abgesperrten Burg aufgestellt werden, „‚Vorübergehend geschlossen“, das gilt noch für Jahre. FOTO KK um jeden Wanderer das Service anzubieten. Es sind Öko-Klos, die ohne Chemie entsorgt werden und bei denen stattdessen ein System mit Sägespänen verwendet wird. Finanziell haben wir für dieses Jahr 130.000 Euro im Budget. 15.000 davon gehen in die Restaurierung der Cholera-Kapelle. Saniert wird auch der Glockenturm. Bis die Burgruine völlig gesichert ist und ein freier Zugang wieder ermöglicht werden kann, wird es noch Geduld brauchen. Längstens bis 2023 dürften die Arbeiten total beendet sein“. Absolut unzufrieden mit der Entwicklung ist der Obmann des Burgvereins Sepp Stiger. „Wir wurden außen vor gelassen. Wir haben mehrmals unsere Hilfe angeboten, aber das wurde von allen zuständigen Stellen einfach ignoriert. Ich stelle da eine ungute Gleichgültigkeit fest. Wir stehen bereit. Wir haben übrigens auch einen Fremdenführer-Doyen im Verein. Am Dienstag habe ich ein Gespräch mit dem GBG-Geschäftsführer Hirner. Ich bin schon gespannt was er mir erzählen wird. Derzeit sind der Verein und ich richtig sauer“.

5. AUGUST 2022 www.grazer.at graz 3 Maßnahmen gegen Teuerung FORDERUNGEN. Die SPÖ informierte heute in Graz über aktuelle Entlastungsmaßnahmen in Stadt und Land – und stellte einige konkrete Forderungen an die österreichische Bundesregierung. Michael Ehmann, Doris Kampus und Verena Nussbaum (v.l.). SPÖ GRAZ/PETER DRECHSLER Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Anlässlich der aktuellen massiven Teuerungen lud die SPÖ heute in Graz zur Pressekonferenz ein – man infor- mierte über aktuelle Entlastungsmaßnahmen von Stadt und Land und forderte den Bund auf, rasch zu handeln. Das Land schuf zur Entlastung unter anderem den sogenannten Steiermark-Bonus in Höhe von 300 Euro, für die am stärksten durch die Teuerungen betroffenen Haushalte. Konkret erhielten in Graz 16.754 Menschen aus 9.543 Haushalten Hilfe, 50.000 waren es in der gesamten Steiermark. Soziallandesrätin Doris Kampus: „Jetzt zeigt sich doppelt und dreifach, wie wichtig ein starkes soziales Netz ist.“ Sie verwies auf den bereits angehobenen Heizkostenzuschuss (zuletzt erhielten ihn 3.107 Grazer), Anpassungen der Pendlerbeihilfe und der Wohnunterstützung (13.647 Grazer), auch das Budget für Soforthilfen wurde erhöht. Hilfsfonds in Graz Von Seiten der Stadt Graz wiederum gab es einen Gebührenstopp bei Wasser und Müll, der Energiekostenzuschuss für einkommensschwache Haushalte wurde ausgebaut, ebenso der Bezieherkreis der Sozialcard. Außerdem, so informierte Klubobmann Michael Ehmann, sei die Einrichtung eines Hilfsfonds bei der Energie Graz für Notfälle geplant. Den Energiebonus des Bundes kritisierte Ehmann als zu kompliziert, ebenso erteilte er erst später greifenden Maßnahmen eine Absage: „Das wäre so, wie wenn man Ertrinkenden einen Schwimmkurs anbietet, statt ihnen sofort einen Schwimmreifen zuzuwerfen.“ Gemeinsam mit SPÖ- Nationalratsabgeordneten Verena Nussbaum forderten Kampus und Ehmann die Bundesregierung zu Maßnahmen auf. So schlägt man etwa eine Energiepreisdeckelung vor und eine Streichung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. Übergewinne von Energiekonzernen sollen abgeschöpft, Arbeit (1.700 Euro monatlich steuerfrei) entlastet werden. LASS DIR HELFEN Was haben Knochenbrüche, chronische Kreuz schmerzen und psychische Erkrankungen gemeinsam? Sie können uns alle treffen und betreffen viele. Aber sie können vermieden und geheilt werden. Informationen und Unterstützungsangebote zu psychischen Erkrankungen finden Sie auf graz.at/seelischegesundheit achtzigzehn | Foto: Kat Derler

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