7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 9 Monaten

5. August 2018

  • Text
  • Graz
  • August
  • Grazer
  • Ford
  • Steiermark
  • Stadt
  • Hitze
  • Thinkstock
  • Philipp
  • Richtig
- Mehr Tote durch Hitze im Straßenverkehr - Polit-Streit um Tiertransporte - Baustelle: Auf Standler wurde am Jakominiplatz vergessen - Lesetrends der Grazer - Sicherheitsglas einer Kapelle beschädigt - Flutlicht im Stadion auch bei Sonnenschein - Film ab für das Grazer Autokino

18 graz www.grazer.at

18 graz www.grazer.at 5. AUGUST 2018 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Spielplatz: Stadt gefragt! Zum Bericht über die Sperre des Kinderspielplatzes im Schloss Eggenberg: „Waren nach vielen Jahren wieder einmal im Schloss Eggenberg und waren verwundert, dass der Kinderspielplatz fast zur Gänze gesperrt ist. Nun habe ich den Artikel im Grazer gelesen und bin erstaunt, dass es diese Sperre schon sehr lange gibt, ohne dass jemand diesen Zustand vor hat zu ändern. Nachdem nun die Olympiabewerbung eh nicht zustande kommt, wird die Stadt Graz wohl die 50.000 Euro aufbringen, um den Kindern wieder einen funktionierenden Spielplatz zur Verfügung stellen zu können. Josef Grössl, Vasoldsberg * * * Landhausmodell fehlte Zum Bericht „So fühlt sich Graz wirklich an“: Ich habe den netten Artikel über die ertastbaren Modelle Grazer Wahrzeichen gelesen. Ich fand es allerdings sehr schade, dass das jüngste taktile Modell, das des Grazer Landhauses – auch ein wichtiges Wahrzeichen – (Presse-Aussendung 30.5.) keinen Platz im Artikel gefunden hat, immerhin steht dieses umfangreiche und liebevoll detaillierte den anderen Modellen um nichts nach ... Florian Eigletsberger, Graz * * * 130 fährt ja so keiner Zum Leserbrief „Mit 130 zurücktreten“: Es fährt sowieso jeder schon keine 130 mehr auf der Autobahn – sondern sowieso jetzt schon 140. Denn jeder weiß, dass bei 140 laut Tacho minus Toleranzgrenze die Strafe gleichwertig einem Gulaschpreis und einem Bier liegt ... dann wird eben mal einen Tag gefastet. Fahren Sie mal von Graz nach Wien genau 130. Sie werden bis Wien nur noch überholt werden und kommen sich wie eine Schnecke vor ... Robert Salomon, Graz Umdenken in der Pflege Zum Bericht „Senioren rüsten sich für die Alt-Hippies“: Die Titelseite verspricht einiges. Dabei wäre es schon längst Zeit für den notwendigen Schwenk in die Zukunft der Pflegeheime. Endlich weg von „warm, satt, sauber“! Die Tristesse, die alte Menschen vermitteln, die Stunden um Stunden in ihren Rollstühlen bei Tisch geparkt sitzen, sollte aufregen! Das Latzerl wird ihnen meist gar nicht abgenommen, besteht doch die Tagesstruktur meist aus Frühstück – Jause – Mittagessen – Rasten – Jause – Abendessen. Weil das so anstrengend ist, heißt es dann ab 16 Uhr ab ins Bett. Dass diese veraltete, starre Struktur mit den Alt-Hippies unter Umständen nicht mehr so geschmiert läuft, wird für die Pflege sicher eine Herausforderung. Was könnte geschehen? Die neue Generation von zu Pflegenden hinterfragt vielleicht dieses verkrustete System, möchte eventuell sogar etwas geboten kriegen für die ca. 3500 Euro im Monat – weg vom Zweibettzimmer hin zur Serviceorientierung? Umdenken in der Pflege – ja bitte, unbedingt, jetzt! Martin Ableitner, Graz * * * Zwei „Ur“-Paldauer Zum Artikel von Dorian Steidl über die Paldauer: Die Musiker der Paldauer, die jetzt am Grazer Schlossberg spielten, heißen: Franz Griesbacher, Erwin Pfundner, Didi Ganshofer, Renato Wohllaib, Tony Hofer und Harry Muster. Herr Steidl hat leider die Namen der Gründungsmusiker geschrieben. Alle großen Hits der Paldauer wurden von diesen oben erwähnten Musikern gespielt und gesungen. Als großer Paldauer- Fan wollte ich diesen Irrtum richtigstellen. Von Anbeginn sind nur noch der Bandleader Franz Griesbacher und sein Bruder Erwin Pfundner dabei. Gerry Ofner, Graz * * * Urdlwirt nicht Urlwirt Im Bericht über ein Klassentreffen im Szene-Teil bezeichneten wir ein Gasthaus mit dem Namen Urlwirt. Richtig heißt es natürlich URDL-Wirt. (d.Red.) Viel Freude Fahrer Kundigraber (r.) und die Begleiter Weiss (l.) und Schloffer SCHERIAU (2) Das viele Holz im Innenraum macht die alte Bim-Dame so heimelig. SOMMERBIM. Ein voller Erfolg ist die Aktion Sommerbim 2018. Von Freitag bis Sonntag fährt die Oldie-Bim durch Graz – und das gratis! Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Gesichter der Kinder strahlen, die Erwachsenen freuen sich. Aus einer Idee des „Grazer“ ist eine tolle Sommeraktion geworden: Von 13. Juli bis einschließlich Sonntag, 9. September fährt jeden Freitag, Samstag und Sonntag in der Zeit von 9 bis 18 Uhr eine Oldtimer-Straßenbahn auf der Strecke Laudongasse–Hauptbahnhof–Jakominiplatz–Liebenau/ Murpark. Die Fahrt ist gratis und die Bim hält an jeder Haltestelle

5. AUGUST 2018 www.grazer.at graz 19 mit Oldie-Straßenbahn! entlang dieser Strecke. Für den „Grazer“ gab es eine Sonderfahrt von der Alten Remise nach Andritz und zurück. Die Leute auf den Straßen bleiben stehen und schauen der Oldie- Straßenbahn oft mit verklärten Blicken nach. In den Köpfen der Erwachsenen spielt sich vermutlich eine Zeitreise ab. Unsere Bim war noch bis 1. Mai 1993 im regulären Einsatz. Das war auch der Tag, mit dem der Beruf des Schaffners Geschichte war. Wir fuhren mit dem Fahrer Josef Kundigraber und den Begleitern Harald Schloffer und Adolf Weiss durch die Innenstadt nach Andritz. Es war heiß und die Klimaanlage bei unserer Sommerfahrt waren eine offene Tür und offene Fenster. Begleiter Schloffer erzählt, dass die Sommer-Bim sehr gut angenommen wird, vor allem auch von Touristen, und dass jeder, ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, gern mit diesen Straßenbahnen mitfährt. Von den 212 Straßenbahnfahrern, die die Graz-Linien haben, sind 21 auf Oldie-Straßenbahnen geschult, davon zehn als Fahrer, der Rest als Begleiter. Im Normalfall sind in Graz täglich bis zu 66 Straßenbahnen im Einsatz. Mehr Personal gibt es bei den Bussen. Da sind aktuell 432 Buslenker (338 Männer, 94 Frauen) im Fahrbereich tätig. Zurück zu unserer Testfahrt. Man hat gefühlt mehr Platz in der Bim als in den neuen Wagen. Es ist viel aus Holz, was der Straßenbahn ein besonderes Flair verleiht. Das Weichenstellen ist bei den Oldies ein wenig aufwendiger, aber das Rumpeln der Bahn, die Klingel, die der Fahrer mit Fußdruck betätigt, das alles macht die Fahrt mit dieser Straßenbahn zu einem besonderen Erlebnis. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Malik: „Wenn wir auch Die Straßenbahn ist trotz ihrer bald 70 jahre noch voll fit und gern im Einsatz. Die Bim aus dem Jahr 1949 ist eine absolute Attraktion. SCHERIAU über neue Mobilitätssysteme nachdenken, die Straßenbahn war und bleibt das Rückgrat eines öffentlichen Verkehrs in Graz. Mit dieser Sommeraktion bieten wir eine tolle Attraktion für die Bürger und Gäste von Graz mit Museumsmodellen in die attraktive Altstadt zu kommen – vielleicht wird sogar mehr daraus ...“ Und Graz-Linien-Chefin, Vorständin Bar ba ra Muhr meint: „Wir freuen uns, dass sowohl die Touristen als auch die Grazer die Aktion schätzen. Gerade im 140. Jubiläumsjahr der Straßenbahn in Graz ist dies eine zusätzliche Attraktion für alle!“

2021