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4. Oktober 2021

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- Nur wenige Bezirksvorsteher haben fixes Leiberl - Vier Rücktritte: Wirbel um den Grazer Altstadtschutz - Pflegeschule ProPraxis meldete Konkurs an - Grazer Trüffelweine sind gekürt - Hilfe: 2500 Euro für Katze Gretels OP

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4 graz www.grazer.at 4. OKTOBER 2021 Firmenpleiten heuer bisher rückläufig, aber: Pflegeschule ProPraxis meldete Konkurs an Die Corona-Hilfsmaßnahmen sorgen weiterhin für rückläufige Unternehmensinsolvenzen. Heute wurde allerdings die Pleite von ProPraxis bekannt. GETTY, PROPRAXIS KONKURS. Nach langen Streits musste die Pflegeschule ProPraxis Graz Insolvenz anmelden. Ansonsten gingen die Konkurszahlen steirischer Unternehmen 2021 bisher stark zurück, auch wegen Corona. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Viele waren überrascht, als es nach der ersten Hälfte des Jahres 2021 hieß, die Firmenpleiten seien zurückgegangen. Tatsächlich machen sich Staatsunterstützungen und Stundungen vielfach bemerkbar – neue Daten vom Kreditschutzverband KSV1870 zeigen, dass sich der Trend auch im dritten Quartal fortschreibt. Gleichzeitig erwischt es immer wieder auch bekanntere Unternehmen, heute Morgen sorgte beispielsweise die Insolvenz des steirischen Unternehmens Pro Praxis Graz GmbH für Aufsehen. Lange Vorgeschichte Um die Erlaubnis zur Führung der Pflegeschule ProPraxis, Sitz in Seiersberg-Pirka, wird rechtlich seit Jahren mit dem Land Steiermark gestritten, die Bewilligung wurde vom Verwaltungsgericht entzogen. Heuer wurden schon keine Neuanmeldungen angenommen. Ein neuer Antrag zur Bewilligung wurde im September abgelehnt, es wurde Einspruch dagegen eingelegt – das Verfahren läuft noch. Im September wurde laut KSV 1870 die operative Tätigkeit eingestellt, nun ein Konkursverfahren eröffnet. Die Aktiva sollen sich auf 160.000 Euro belaufen, denen Passiva in Höhe von 722.000 Euro gegenüberstehen. 15 Dienstnehmer sind betroffen und 217 Gläubiger, laut KSV1870 Großteils Kursteilnehmer. „Wann und ob der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist unklar - Ich und mein Team werden uns weiterhin für den Erhalt der Schule einsetzen!“, äußerte sich ProPraxis-Geschäftsführerin Daniela Kollegger zum Fall. Insolvenzen aus dem Grazer Umfeld gab es trotz rückgängiger Statistiken zuletzt einige. In Lieboch meldete laut KSV 1870 das Sanitär- und Heiztechnikunternehmen „eco-san GmbH“ Ende September Insolvenz an, in Graz traf es kürzlich auch Vertreter der Bauwirtschaft, die „DIPL.ING. PRÜGGER Baumeister & Bauträ- ger GmbH“ und die ZCI Bau KG meldeten Insolvenz an. Rückläufige Zahlen Grundsätzlich gingen die Firmenpleiten in der Steiermark laut KSV1870 in den ersten drei Quartalen um mehr als ein Viertel, konkret um 27 Prozent, zurück. „Und das, obwohl sich die Vorjahreszahlen aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin bereits auf niedrigem Niveau bewegt haben. Gegenüber dem bis dato letzten „Normaljahr 2019“ fällt der Rückgang mit rund 45 Prozent noch gravierender aus“, berichtet René Jonke, Leiter KSV1870 Standort Graz. 238 Unternehemn waren bisher betroffen, die Steiermark liegt knapp unter dem Bundesschnitt von einem Rückgang an 28 Prozent. Parallel dazu sind die geschätzten Verbindlichkeiten um 63 Prozent auf 97 Millionen Euro gesunken, 62 Prozent weniger Dienstnehmer (932) waren von einer Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. Statistisch am Stärksten getroffen sind die zahlenmäßig größten Branchen, die Bauwirtschaft, die Geld/Kreditwesen/Realitätenunternehmensbezogenen Dienstleistungen und das Gastgewerbe. Ausblick Der KSV1870 geht davon aus, dass in den kommenden Wochen und Monaten erste Nachzieheffekte erkennbar sein werden und eine Rückkehr zum Insolvenzniveau pro Woche wie vor der Pandemie bis Jahresende wahrscheinlich ist. Darüber hinaus wird die Gesamtzahl der Unternehmensinsolvenzen zum Jahresende hin leicht unter jener des Vorjahres liegen – auch aufgrund der bis Ende September aufrecht gewesenen „Safety-Car-Phase“. „Aus heutiger Sicht ist ein plötzlich auftretender Insolvenzausbruch im laufenden Jahr in der Steiermark jedenfalls nicht zu erwarten. Wir gehen von einer stetigen Steigerung der Firmenpleiten aus. Dieser Anstieg wird bis ins die Jahre 2022 und 2023 hinreichen“, erklärt Jonke. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. 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4. OKTOBER 2021 www.grazer.at graz 5 Grazer Trüffelweine sind gekürt KÖSTLICH. Vor dem Trüffelfestival von 27. Oktober bis 7. November in Graz wurden heute die offiziellen Trüffelweine dzu gekürt. Zwei Morillons und ein Grauburgunder machten dabei das Rennen. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die Graz-Trüffel braucht sich vor anderen schwarzen Trüffeln nicht verstecken!“, stellte GenussHauptstadt-Chefin Waltraud Hutter heute Mittag einmal mehr im El Gaucho klar. Dort wurden zum vierten Mal die offiziellen steirischen Trüffelweine zur Edelknolle gekürt. „Ein Wein zur Trüffel – nicht aus Trüffel“, präzisierte Weinexperte Alexander Andreadis augenzwinkernd. „Wir wollten nicht typisch zum Rotwein greifen, sondern zeigen, dass wir in der Steiermark Weißweine haben, die hervorragend zur Trüffel passen“, war Weinbaudirektor Werner Luttenberger stolz. Erstmals wurde es den Weingütern überlassen, einen Wein auszuwählen und einzureichen. 25 verschiedene Tropfen – von Grauburgundern über Morrilons, Traminern über Rieslinge – kamen daher. Zehn Finalisten wurden ausgewählt und heute Vormittag von einer fachkundigen Jury verkostet. Das Rennen machten schließlich (in alphabetischer Reihenfolge): Der Riesling vom Weingot Felber Jörgl Ried Hochleit‘n 2018, der Morrilon Ried Hollerberg 2017 vom Weingut Posch und der Grauburgunder Ried Buchberg 2018 vom Weingut Tropper. 12-tägiges Festival Die Tropfen gibt es beispielsweise von 27. Oktober bis 7. November beim Grazer Trüffelfestival zu verkosten. Dieses besteht aus drei Komponenten: Dem internationalen Trüffelmarkt im Paradeishof, wo es neben Edelknollen aus Alba oder Burgund und Co. auch die Graz-Trüffel zu kaufen gibt, sowie den Trüffelwanderungen im Leechwald. Außerdem bieten 19 Partnerlokale der GenussHauptstadt in dieser Zeit spezielle Trüffelgerichte an. Festival-Organisator Giuseppe Perna, Werner Luttenberger, Waltraud Hutter, Kulinarik-Experte Reinhart Grundner und Weinkenner Alexander Andreadis (v.l.) KRUG UNSER THERMALWASSER kostbar wie du Tel: 03333 500-1 office@heiltherme.at www.heiltherme.at

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