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4. Oktober 2020

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- Grazer strömen wieder in die City - Für Erwachsenenschutz: Grazer Verein kämpft vor dem Verfassungsgerichtshof - Sieben neue REGIOtims in Graz-Umgebung - Überfüllte Busse: Nur Staffelung des Schulbeginns senkt Corona-Gefahr - 150.000 Euro für Männerheim - Endlich Fortschritt beim Bildungscampus in Hart bei Graz - Virtual Escape Room eröffnet - Finale für den neuen Bertha-von-Suttner-Platz - Graz-Wein fährt Rekord-Ernte ein - Neue Wirtin im Mohrenwirt - Steirer-Gin goes to America

36 sport graz

36 sport graz www.grazer.at 4. OKTOBER 2020 Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at 36 Ich freue mich sehr. Das ist wie eine Therapie für mich.“ U21-Teamchef Werner Gregoritsch ist dankbar, dass er nach seinem leichten Herzinfarkt wieder seine Mannschaft betreuen kann. GEPA (3) Der Corona-Stress bereitet ANGST. Funktionären in Hand-, Basket- und Volleyball macht die stete Angst vor Corona-Fällen und Co aktuell die Freude am Sport zunichte. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Wenn ein leidenschaftlicher Sportfunktionär wie HSG-Graz-Manager Michael Schweighofer die Frage nach der aktuellen Corona-Belastung zuerst mit einem tiefen Seufzer beantwortet, weiß man, die Lage ist kompliziert. „Momentan macht es keinen Spaß, es ist ein Ertragen.“ Neben den Grazer Fußball- und Eishockey-Platzhirschen geht das Thema Corona auch den Funktionsträgern und ehrenamtlichen Mitarbeitern der kleineren Ballsportvereine an die Nieren. „Der Aufwand mit Sicherheitskonzepten, Corona-Tests und Co ist wichtig, aber trotzdem spielt immer die Angst mit, dass bloß wirklich nichts passiert. Spielabsagen können ohne lange Vorinformation erfolgen, du musst schauen, dass die Zuschauer Abstand halten, etc. Generell merkt man, dass den Fans das Spiel-Erlebnis gerade wenig Spaß macht, allein, weil viel von der sozialen Komponente wegfällt, wie ein gemütliches Zusammenstehen in der Hallen-Gastro. Man muss aber streng vorgehen, denn als Funktionär kannst du ja zur Rechenschaft gezogen werden, wenn es zu Vergehen gegen die Sicherheitsauflagen kommt“, so Schweighofer. Bestätigt auch Fred Laure, Manager der UVC- Volleyballer. Und ärgert sich auch über „schwarze Schafe“, die sich nicht an die Vorgaben halten. „Dann schummeln sich Fans durch Absperrungen, benutzen gesperrte Zugänge oder halten in der Gastro nicht Abstand.“ Hinzu kommt, wie schon Schweighofer sagte, „die stete Gefahr von Spielabsagen, weil immer ein Corona-Fall auftreten kann“. Ein Beispiel? „Wenn eine unserer Spielerinnen in der Schule Kontakt zu einem Covid-Infizierten hatte, geht die Maschinerie los: Muss sie in Quarantäne? Gilt das auch für Mitspielerinnen, mit denen sie Kontakt hatte?“ Der Sicherheitsaufwand sei zudem „extrem, und du kannst, wie ich, als Covid-Beauftragter auch außerhalb der Halle nicht abschalten, nimmst die Sorgen mit heim“. So geht es auch UBSC-Boss Michael Fuchs. „Die ständige Angst vorm finanziellen Verlust durch Spielabsagen, das dauernde Durchlesen der aktuellen Corona-Zahlen und neuen Vorgaben. Keine Frage, alles, was die Gesundheit schützt, muss sein – aber schlaflose Nächte plagen mich in dieser Zeit schon lange ...“ GRAZ IN BEWEGUNG Sport Splitter philipp.braunegger@grazer.at 99ers: Der Star ist da Michael Rasmussen ist dieser Tage endlich in Graz gelandet. 99ERS ■■ Heute (17.30 Uhr) treffen die 99ers auswärts im ewig jungen Schlager auf den KAC. In Graz angekommen ist vor wenigen Tagen auch, nach einer, wie es von Vereinsseite heißt, „langen und komplizierten“ Anreise, Top-Neuzugang Rasmussen, den sich die Grazer von den Detroit Red Wings geliehen haben. Beim nächsten Heimspiel am 9. Oktober soll er dann in der Liebenauer Eishalle für Begeisterung sorgen – dann geht’s gegen Innsbruck. * * * Siege für Kobierski und Sorger Top: Jan Kobierski bleibt Österreichs Nummer 1 seines Jahrgangs. GEPA ■■ Die Nachwuchsspieler Timo Rosenkranz, Felix Mori, Janosch Mendl, Phi lipp Tischler, Felix Raser und Paulina Maier sowie NexGenDomi-Spieler Jan Kobierski waren die steirischen Vertreter bei der kürzlich vom ÖTV ausgetragenen „Bidi Badu Jugendserie“. Die besten acht Spieler aller Altersklassen qualifizierten sich für dieses Turnier. Kobierski – er gilt als eines der größten Tennistalente Österreichs – sicherte sich sowohl im Einzel als auch im Doppel den Masters-Sieg. Damit ist er jetzt seit Mai 2018 in seinem Jahrgang die Nummer 1 von Österreich – und das ohne Unterbrechung! Aufgetrumpft hat auch Top- Talent Sebastian Sorger beim stark besetzten Tennis-Europe- Turnier der U16 in Maribor. Kam er letzte Woche noch ins Semifinale, holte er sich diesmal gleich den Turniersieg. Auf dem Weg ins rein österreichisch besetzte Finale besiegte Sorger Matthias Ujvary mit 6:2 und 6:4. Auf seinem Weg ins Endspiel gelang ihm zudem das Kunststück, keinen einzigen Satz zu verlieren! Treuer Partner auch in harten Zeiten Gute Fahrt! Michael Schweighofer (l.) und Walter Graf bleiben Partner.REISINGER ■ ■ In schwierigen Zeiten (siehe Geschichte oben) sind Kooperationspartner für Vereine von essenzieller Bedeutung. Gilt auch für das Autohaus Ford Reisinger und die Handballer der HSG Graz. Kürzlich wurde die Zusammenarbeit der beiden Grazer Institutionen verlängert. HSG-Manager Michael Schweighofer nahm dabei einen nagelneuen Ford Focus Cool & Connect Kombi in Empfang. Reisinger-Geschäftsführer Walter Graf freut sich „auf eine erfolgreiche Saison“.

4. 4. OKTOBER 2020 www.grazer.at sport graz 37 HERO➜ Zlatko Junuzovic, Fußballer Der Grazer feierte nach Verletzung sein Comeback bei Red Bull und schaffte dabei die Champions-League-Quali. Oliver Marach, Tennisspieler Der Grazer schied bei den French Open mit Doppelpartner Raven Klaasen in der ersten Runde aus. ZERO ➜ „schlaflose Nächte“ Neue Realität. Regelmäßige Corona-Tests wie bei den UVC-Spielern (links) oder mit HSG-Shirts gesperrte Sitze im Raiffeisen Sportpark. Funktionäre wie Michael Schweighofer (rechts) haben’s nicht leicht. GEPA (2), UVC Kurvenklang wird Chorgesang ■■ Ein oftmaliger Vergleich ist jener zwischen Kirchenchören und Fankurven in Fußballstadien. Aufgrund der aktuellen Zuschauerbeschränkungen sind diese bei Österreichs Großklubs derzeit verwaist. Auch die Nordkurve des SK Sturm bleibt bei Heimspielen momentan leer. Komponist David Wagner war vor Corona oftmaliger Besucher der Fankurve. Und hat die Lockdown-Zeit genutzt, einige Fangesänge innovativ und kreativ zu vertonen. „55 Gesänge habe ich im Lauf der Zeit archiviert, aus elf habe ich die ‚Grazer Messe‘ geschaffen“, so Wagner. Konzipiert sind die Werke für gemischten Chor, Der aktuellen leeren Nordkurve widmet David Wagner sein Werk. GEPA, KK Klavier und E-Bass. Gesanglich bringt sich bei der „Grazer Messe“ auch Wagners Frau ein. Ein Auszug der Titel: „Du allein“, „Gruabn“, „Samma Sturm“, „Wir stehen“. Wagner hat bereits Pläne für die Zeit, wenn die Stadien wieder voll sein dürfen: „Dann soll es eine Aufführung der Lieder geben.“ Aber der Komponist rät, beim Intonieren nicht zu hetzen: „Die Aufführungsdauer ist genau 19.09 Minuten, passend zu Sturm Gründungsjahr 1909. Also nicht zu flott spielen: denn wenn sie sieben Sekunden zu kurz ausfällt, dauert sie 19.02 Minuten!“ Das Gründungsjahr des GAK ... PHIL Moni Schwarzinger (r.) und Co visieren den UBI-Auftaktsieg an. KOHLMAIER UBI startet gegen die Timberwolves ■■ Sieben Monate Pause sind genug! Heute (17 Uhr) starten die UBI-Graz-Damen in die neue Basketball-Saison und empfangen im Raiffeisen Sportpark die Vienna Timberwolves. Als Favorit. Klare Kante zeigt Neo- Trainerin Vanessa Ellis: „Meine Mannschaft hat sich darauf eingeschworen, hart zu spielen.“ Seit Eröffnung des Sportparks ist man dort in der Liga ungeschlagen. Grazer Paddel-Meister ■■ Stand-Up-Paddeln ist nicht nur ein beliebter Zeitvertreib beim sommerlichen Seebesuch, sondern entwickelt sich mehr und mehr auch zum Trendsport. Das ist aus Grazer Sicht auch gut so – denn bei den Staatsmeisterschaften Anfang September beim Grundlsee schnitten die Athleten des SUP Sportclubs Graz sehr gut ab. Christian Taucher wurde sowohl im 200 Meter Sprint als auch im Technical Race und im Long Distance Race, das über den gesamten See ging, Staatsmeister. Petra Pyffrader wurde Staatsmeisterin im Technical Race der Damen. „Es ist natürlich schön, dass ich schließlich doch recht souverän gewinnen konnte“, freute sich Taucher nach seinen Siegen. Das Ziel des Vereins für die nächsten Jahre? „Noch weitere konkurrenzfähige Athleten aufzubauen.“ Schließlich folgt nächstes Jahr schon die große WM in Ungarn, 2024 soll der Sport endlich olympisch werden. Aktuell trainieren die Grazer etwa sechs- bis achtmal in der Woche auf der Mur. FAB Christian Taucher setzte sich im Sprint gegen die Konkurrenz durch. DAGI TAUCHER

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