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4. Oktober 2020

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- Grazer strömen wieder in die City - Für Erwachsenenschutz: Grazer Verein kämpft vor dem Verfassungsgerichtshof - Sieben neue REGIOtims in Graz-Umgebung - Überfüllte Busse: Nur Staffelung des Schulbeginns senkt Corona-Gefahr - 150.000 Euro für Männerheim - Endlich Fortschritt beim Bildungscampus in Hart bei Graz - Virtual Escape Room eröffnet - Finale für den neuen Bertha-von-Suttner-Platz - Graz-Wein fährt Rekord-Ernte ein - Neue Wirtin im Mohrenwirt - Steirer-Gin goes to America

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24 eco graz www.grazer.at 4. OKTOBER 2020 Fabian Kleindienst 24 fabian.kleindienst@grazer.at Fern- und Nahwärme sind klimaschonende Alternativen zum Heizen mit Öl oder Gas.“ Landesrätin Ursula Lackner fordert die Möglichkeit zum schnellen Ausbau von Fern- und Nahwärme. LAND STEIERMARK / PURGSTALLER Investieren wir uns Barbara Eibinger-Miedl und Gabriele Lechner (FiW) FISCHER Akademie-Start für Frauen ■■ Jede zweite Unternehmerin musste ihren Betrieb im Zuge der Krise vorübergehend schließen – auch aufgrund geringer Eigenkapitalquote. Die Initiative „Frau in der Wirtschaft“ (FiW) ruft gemeinsam mit dem SFG am WIFI nun eine eigene Unternehmerinnen- Akademie ins Leben, die Kurse sind mit Oktober gestartet. Josef Pesserl, Präsident der steirischen Arbeiterkammer, fordert Bund, Land und Gemeinden zu Investitionen auf. AK STMK/GRAF-PUTZ W I R T S C H A F T Euro ausgeweitet werden. Laut Generaldirektor Martin Schaller hat die Bank auch genügend finanzielle EcoNews Puffer und stabilisiert so auch den redaktion@grazer.at heimischen Wirtschaftsstandort. Raiffeisen zieht Halbjahres-Bilanz * * * Ausschuss endlich im Amt bestätigt Woche im Rahmen der Ausschusssitzung einstimmig wiedergewählt. * * * IV-Präsident fordert mehr Investitionen tungen.“ Wichtig sei ein passendes Umfeld für private Investitionen, die öffentliche Hand könne diese nicht ersetzen. * * * Auszeichnung für Joanneum Research Generaldirektor Martin Schaller zieht trotz Krise eine positive Bilanz. KANIZAJ Wolfgang Wachschütz, Gunther Riedlsperger, Herbert Schrefl (v. l.) F.S. VERSICHERUNGSMAKLER ■■ Das erste Halbjahr stand auch bei der Raiffeisen Landesbank Steiermark im Zeichen des Umgangs mit der Corona-Krise. Dennoch zeigt die aktuelle Bilanz: Das eigene Geschäft lief trotz des Konjunktureinbruchs stabil. Das Kunden-Kreditvolumen konnte um 4,4 Prozent auf 7,4 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Bilanzsumme konnte um 11,3 Prozent deutlich auf 17,03 Mrd. ■■ Im März dieses Jahres fanden bereits die Wirtschaftskammerwahlen statt, bedingt durch die Covid-19-Krise wurden die einzelnen Fachgruppenausschüsse jedoch erst jetzt konstituiert – so auch bei den Steirischen Versicherungsmaklern. Gunther Riedlsperger, Herbert Schrefl und Wolfgang Wachschütz wurden somit vorige Stefan Stolitzka fordert auch mehr private Investitionen. IV-STEIERMARK/MARIJA KANIZAJ ■■ In Anbetracht des präsentierten steirischen Landeshaushalts fordert IV-Steiermark-Präsident Stefan Stolitzka, der Verschuldung richtig zu begegnen: „Investitionen der öffentlichen Hand müssen an den richtigen Stellen erfolgen. Die Digitalisierung voranzutreiben, die technologischen Chancen in der Bewältigung der Klimakrise zu nutzen und auf die internationale Ausrichtung der Wirtschaft zu setzen, sind dabei wichtige Stoßrich- Franz Prettenthaler (r.) mit seinem Projektteam im Dachgarten JOANNEUM RESEARCH ■■ Gestern nahm Franz Prettenthaler, Direktor von LIFE – Institut für Klima, Energie und Gesellschaft der Joanneum Research, den ersten Preis in der Kategorie Forschung des Energy Globe Styria Awards entgegen. Prämiert wurde das Projekt Smart City Rooftop Farming, ein Forschungsprojekt im Bereich Urban Gardening am Dach des Science Towers in Graz.

4. OKTOBER 2020 www.grazer.at graz eco 25 ➜ TEURER GETTY (2) Obst +7,2 % Wer es gerne süß, aber trotzdem gesund hat, muss im Jahresvergleich aktuell tiefer in die Tasche greifen. Heizöl –26,4 % Klimaschonend ist das Heizen mit Öl nicht gerade, der Preis ist aber deutlich zurückgegangen. BILLIGER ➜ aus der Arbeitskrise raus POSITIV. Arbeiter- kammer-Steiermark- Präsident Josef Pesserl spricht über die neuen Herausforderungen für Arbeitnehmer. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Seit Donnerstag läuft die dritte Phase der Kurzarbeit, im September waren laut AMS noch knapp 45.000 Menschen betroffen. Viele haben auch Missbrauch befürchtet – wissen Sie von Fällen, wo trotz Kurzarbeit normal gearbeitet wurde? „Da hatten wir wirklich nur ganz wenige Reklamationen. Insgesamt hat die Anzahl der Anfragen aber stark zugenommen. Bearbeiten wir normalerweise etwa 1000 Anfragen täglich, waren es in der Coronazeit bis zu 7000. Gerade zu Beginn des Lockdowns waren viele Menschen verzweifelt.“ Was wurde da so geklärt? „Vielen wurde beispielsweise bei einer einvernehmlichen Trennung die Wiedereinstellung versprochen. Das kann man allerdings in der Regel nicht exekutieren, deshalb ist es wichtig, da eine Schadenersatzklausel zu verhandeln.“ Viele sind ins Homeoffice gewechselt. Ein Zukunftsmodell? „Einige haben sich zuerst nach dem Homeoffice gesehnt und dann festgestellt, dass sie einfach den Platz nicht haben – da musste schon mal das Bügelbrett als Schreibtisch herhalten. Es braucht hier jedenfalls klare Regeln für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, beispielsweise zum Thema Arbeitsbeginn und Arbeitsende – die Gefahr der Selbstausbeutung ist im Homeoffice sehr groß. Der nächste Punkt sind entstehende Kosten im Homeoffice. Die dürfen nicht an den Arbeitnehmern hängenbleiben.“ Die Arbeitswelt wird in jedem Fall immer digitaler. „Deshalb investieren wir auch viel Geld, um die Menschen digitalisierungsfit zu machen. Der technologische Fortschritt kann positiv sein, wenn er gut genutzt wird. Da müssen wir auch über das Thema Arbeitszeitverkürzung sprechen: Wir haben aufgrund der technologischen Möglichkeiten eine große Produktivitätssteigerung, dadurch fallen aber auch viele Menschen aus dem Arbeitsprozess raus. Die fehlen dann bei der Kaufkraft – und da reden wir noch gar nicht von gesellschaftlichen und psychischen Konsequenzen.“ Momentan dreht sich alles um die Krise. Wie kommen wir da raus? „Durch Investieren, Investieren, Investieren! In Zukunftsbereiche, denn nur so kann man Arbeitsplätze sichern und schaffen. Da ist die öffentliche Hand gefragt, auch bei der Unterstützung der Gemeinden. Denn Investitionen führen auch zu Folgeaufträgen bei regionalen Unternehmen. Wir können das lösen, wenn wir zusammenstehen.“ Grazer Unternehmen mit Innovationen fürs Fahrrad Das Grazer Unternehmen Bike Citizens startet mit seiner neuen Geschäftsführerin Elisabeth Felberbauer – sie hat die neue Aufgabe inmitten der Corona-Krise übernommen – neu durch. Denn gerade die momentane Situation hat viele Menschen neu für das Fahrrad als Fortbewegungsmittel begeistert. Bike Citizens ist seit Jahren Vorreiter, wenn es um die Forschung rund um den Radverkehr geht sowie um Systeme und Möglichkeiten, mehr Menschen zum Umstieg aufs Rad zu bewegen. Wie so oft ist der Erfolg international aktuell noch größer als in der Heimat selbst – so kooperiert das Unternehmen, das bei uns vor allem mit der Einführung der 4-Tage Woche Schlagzeilen machte, mit mehreren Städten in Deutschland, Ungarn, der Schweiz und auch Österreich. „Unsere Daten sind aber auch in die Radnetzstudie für die Radoffensive der Stadt Graz eingeflossen“, erzählt Felberbauer. Gesammelt werden diese Daten in der Bike-Citizens-App, die Aufschluss über das Radnetz einer Stadt gibt, bei der Navigation durch die wie in Graz oft zerstückelte Infrastruktur hilft oder auch die eigenen Fahrten tracken lässt. Dazu laufen immer wieder auch Kampagnen ab, die von Städten finanziert werden können. Neu ist beispielsweise die „Bike2Work Challenge“, mit der Firmen ihre Mitarbeiter zum Radeln in die Firma anspornen können. In Teams kann man sich Punkte erfahren – das Ergebnis sind Gesundheitssteigerung, Kosteneffizienz und eine bessere CO 2 -Bilanz. Ein anderes Konzept ist die „Ping If You Care!“-Kampagne. Dabei können Nutzer Gefahrenbereiche im Straßenverkehr erfassen, eintragen und so mithelfen, das Radnetz weiter zu verbessern und sicherer zu gestalten. Aktuell gibt es 2300 aktive User in Graz. Was es hier noch braucht? „Das Netz gehört noch deutlich ausgebaut, auch ein Bikesharing-Anbieter fehlt der Stadt absolut“, so Felbinger, die in Zukunft auf eine engere Kooperation mit der Stadt hofft. FAB Die neue Bike-Citizens-Geschäftsführerin Elisabeth Felberbauer FFG/HARRY SCHIFFER

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