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4. März 2018

- Vom IS verfolgt: Erfolg in Graz bringt Familie in Terrorgefahr - Aktionstag: Frauen feiern 100 Jahre Wahlrecht - Olympia 2026: Graz bietet sich dem IOC an - Taxistand in der Schmiedgasse muss weichen - NH: Neues Hotel beim Pfauengarten - Tuntenball 2018

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eco Daniel Windisch 28 daniel.windisch@grazer.at & 0664/80 66 66 695 www.grazer.at 4. MÄRZ 2018 Wir würden uns aus touristischer Sicht schon freuen, wenn das nochmals überdacht wird.“ Steiermark-Tourismus-Chef Erich Neuhold ist nicht erfreut übers Aus fürs Rauchverbot in der Gastronomie. STG/SCHERIAU Jurist Christoph Orgler verstärkt PMSP Rechtsanwälte. THAUSING Neuer Partner ■■ Personelle Verstärkung hat sich die Grazer Wirtschaftskanzlei Piaty Müller-Mezin Schoeller Rechtsanwälte GmbH & Co KG (PMSP Rechtsanwälte) geholt. Der als Spezialist in Sachen Arbeitsrecht geltende Rechtsanwalt Christoph Orgler ist als Partner eingestiegen. Orgler wird bei der Verhandlung und Erstellung von Dienstverträgen ebenso beraten und unterstützen wie in Fragen des individuellen und kollektiven Arbeitsrechts. Viele Firmen sind nicht fit für Fans Der Umgang mit begeisterten Kunden zählt nicht gerade zu den Stärken vieler Unternehmen. THINKSTOCK Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Zahl der offenen Stellen steigt: In Graz gab’s im Februar 3608 offene Stellen – 22,8 Prozent mehr als im Jahr davor. THINKSTOCK Arbeitslosigkeit auf Sinkflug ■■ Der positive Trend am Arbeitsmarkt hat sich auch im Februar fortgesetzt. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Steirerland im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 Prozent auf 45.332 Personen zurück. Auch in Graz sank die Arbeitslosigkeit deutlich: 17.858 Arbeitslose bedeuten ein Minus von 15,1 Prozent gegenüber dem Februar 2017. Besonders stark fiel in Graz der Rückgang bei Arbeitslosen bis 25 Jahren (minus 29,1 Prozent) aus – doch selbst in der als „Sorgenkind“ geltenden Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen gab’s ein Minus von sieben Prozent. werbelechner beim Austriacus ■■ Beim steirischen Werbepreis Green Panther holte die Grazer Agentur werbelechner im Vorjahr in der Kategorie Verpackung mit „Yin Gin“ Silber – nun wurde das Projekt auch beim Bundeswerbepreis Austriacus in der Kategorie Verpackungsdesign nominiert. Dafür gab’s vom Werbefachgruppen-Chef Edgar Schnedl Gratulationen und eine Urkunde, die Johanna Javurek-Aberer (werbelechner) und Stefan Liebmann (Yin Gin) entgegennahmen. ■■ Rund 600 Kunden und Freunde aus der Region Graz lud die Volksbank Steiermark am Montagabend ins Grazer Orpheum. Dort präsentierte Gernot Kulis sein aktuelles Kabarettprogramm mit dem Titel „Herkulis“. Auch der Volksbank- Vorstand um Regina Ovesny- Straka, Johannes Monsberger und Monika Cisar-Leibetseder sowie Regionaldirektor Rudolf Grandits hatte viel zu lachen. Edgar Schnedl, Johanna Javurek- Aberer, Stefan Liebmann (v. l.) FISCHER Kabarettabend mit Volksbank M. Cisar-Leibetseder, R. Grandits, R. Ovesny-Straka und J. Monsberger (v. l.) mit G. Kulis (vorne)VOLKSBANK STEIERMARK AG

4. MÄRZ 2018 www.grazer.at eco 29 ➜ TEURER THINKSTOCK (2) Fahrräder +6,6 % Die Preise für Drahtesel sind seit dem Jänner 2017 im Durchschnitt um mehr als sechs Prozent gestiegen. Pauschalreisen –8,8 % Im Jänner konnten Pauschalreisen um einiges günstiger gebucht werden als noch vor einem Jahr. BILLIGER ➜ FAN-FITNESS-TEST. Viele Unternehmen wissen nicht, wie sie mit Lob begeisterter Kunden umgehen sollen. Dabei verschenken sie die Chance, Fans als freiwillige Markenbotschafter zu rekrutieren. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Wie reagieren Unternehmen auf begeisterte Kunden und überschwängliche Komplimente? Dieser Frage ist das auf Begeisterungs-Management spezialisierte Beratungsunternehmen Corporate Grassroots Factory nachgegangen und hat 100 Unternehmen – darunter auch einige Grazer Betriebe – einem „Fan-Fitness-Test“ unterzogen. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Viele Firmen wissen offenbar nicht, wie sie mit Komplimenten umgehen sollen – und verpassen damit auch die Chance, freiwillige „Markenbotschafter“ zu rekrutieren. Grundsätzlich bedanken sich die meisten Unternehmen (55 Prozent) höflich für Komplimente, selten gibt’s kleine Geschenke oder Gutscheine – das war’s dann aber auch schon. Die Begeisterung der Kunden für das Unternehmen aktiv weiterzunutzen, kommt nur den allerwenigsten Betrieben in den Sinn. Konkret haben sich nur fünf Prozent der getesteten Unternehmen als wirklich „Fan-fit“ erwiesen. Auf Kundenlob reagierten sie mit Einladungen für freiwilliges Engagement, etwa in Form persönlicher Fan-Geschichten, mit Fan- Einsätzen als Tester oder mit der Einladung in eine bestehende „Fan-Club“-Community. Weitere 15 Prozent der Unternehmen zeigten sich zumindest offen, mit begeisterten Kunden einen Dialog über ein mögliches Engagement zu führen. Lieblose Textbausteine Sage und schreibe 25 Prozent der Unternehmen sind überhaupt nicht „Fan-fit“ und wissen augenscheinlich auch nicht, wie sie mit Lob umgehen sollen. Begeisterte Kunden bekommen entweder gar keine Antwort (13 Prozent) oder nur einen lieblos vorformulierten Textbaustein (12 Prozent) serviert, wie etwa das reale Beispiel „Derzeit benötigen wir keine Unterstützung“ belegt. „Diese Unternehmen reagieren wie ein unsicherer oder arroganter Mensch: wegdrehen, abfertigen, ungläubiges Kopfschütteln“, erklärt Michaela Mojzis-Böhm, Gründerin der Corporate Grassroots Factory. Gekaufte „Likes“ Die Bedeutung von Online-Bewertungen und sozialen Medien wie Facebook schätzen viele Unternehmen ebenfalls falsch ein. Sie bieten weder Interaktionsmöglichkeiten noch Fan-Aktivitäten an und verspielen damit die Gelegenheit, Begeisterung aktiv sichtbar zu machen. „Manche kaufen lieber ‚Likes‘ oder gefakte Empfehlungen durch Roboter und riskieren dadurch einen großen Reputationsschaden“, ergänzt Karin Volbracht von der Corporate Grassroots Factory. „Dabei können sie durch ein professionelles Fan-Management echte Begeisterung viel glaubhafter spürbar machen.“

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