7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 2 Monaten

4. Juli 2021

  • Text
  • Autokino
  • Auwiesen
  • Schulgesundheitspreis
  • Nordstern
  • Wahl
  • Nagl
  • Steiermark
  • Stadt
  • Grazer
  • Graz
- Umfrage: Grazer wollen Verkehr und Öffis als Wahlthemen - Neue Geschäfte in der Innenstadt - Streit um Grillverbot auf Auwiesen - Autokino: die erste Klappe fällt am Freitag - Schulgesundheitspreis vergeben

graz 6 graz

graz 6 graz www.grazer.at 4. JUNI JULI 2021 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Neben Umwelt und Wohnen Ich hab nichts mehr!“ Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer scherzte bei der Ernennung Bischof Egon Kapellaris zum Ehrenbürger: Mehr Ehrungen durch das Land gibt’s nicht. SCHERIAU Verkehr und Öffis Siegfried Nagl und Bertram Werle probierten mit den Siegern. FISCHER Halbe Million für Bürgerideen ■ Diese Woche wurden die Siegerideen des ersten Grazer Bürgerbudgets präsentiert. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden zwei Discgolf-Stationen, Bienenwiesen und drei Imkerbereiche sowie fünf neue Fairteiler- Standorte realisiert. In der Harrachgasse kommen Bäume, der Vorgarten des Margaretenbads wird revitalisiert, es werden Wildblumenwiesen errichtet und Waldflächen angekauft. Kostenpunkt: insgesamt 510.000 Euro. Graz-Wahl im Herbst ■ Die letzte Gemeinderatswahl fand in Graz am 5. Februar 2017 statt. Aufgrund der gesetzlichen Fristen konnte der Bürgermeister einen regulären Wahltermin zwischen 19. September 2021 und 10. April 2022 festlegen. ■ 81 Prozent der Befragten in unserer Umfrage gaben an, von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen zu wollen. ■ Bisher wissen laut Umfrage erst 46 Prozent, wen sie im Herbst wählen werden. ■ 2017 erreichte die ÖVP 37,79 Prozent. Auf Platz 2 folgte die KPÖ mit 20,34 Prozent. Danach kam die FPÖ mit 15,86 Prozent, die Grünen mit 10,51 Prozent, die SPÖ mit 10,05 Prozent und die Neos mit 3,94. Die insgesamt 48 Sitze im Gemeinderat wurden auf 19 ÖVP, 10 KPÖ, 8 FPÖ, 5 Grüne, 5 SPÖ und 1 Neos verteilt. Politiker, Beteiligte und Schüler waren bei der Begehung dabei. FISCHER Fertigstellung der VS Neuhart ■ Im Rahmen des Zu- und Umbaus der Volksschule Neuhart wurde die Klassenanzahl von acht auf 16 Klassen verdoppelt und Räumlichkeiten für die ganztägige Betreuung geschaffen. Außerdem fanden Adaptierungen und Sanierungen von Klassen, Nebenräumen und Turnsaal statt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Gestaltung des Innenhofes, der als grüne Waldoase konzipiert ist, beim neu errichteten Erweiterungsbau gelegt. Wer ins Bürgermeisterbüro im Rathaus einziehen möchte, muss auch die Themen Öffis und Radverkehr mitdenken. GETTY derGrazer Welches Thema ist Ihnen besonders wichtig? „Vor allem Dinge wie Begrünung und Verkehrsberuhigung sollten dringend thematisiert werden.“ Christian Weichselbaumer, Künstler, 51 „Gerade in Zeiten von Corona sollten (Jung-) Unternehmen besonders behandelt werden.“ Andreas Pegrin, 29, selbstständig „Man sollte die Wahl nutzen, um die Lärmproblematik in der Innenstadt endlich zu thematisieren.“ Alfred Roller, 84, Pensionist Blitzumfrage „Die Verkehrsberuhigung im Zentrum. In keiner anderen europäischen Großstadt ist das so schlimm.“ Jerca Zmitek, 24, Studentin ? ALLE FOTOS: DER GRAZER „Stadtplanung, Bebauung, Grünraum, Umweltschutz und Bildung. Das wären die wichtigsten.“ Elisabeth Heruntern, 42, Lehrende

4. JUNI JULI 2021 www.grazer.at graz 57 ➜ TOP DREIPLUS, GETTY Millionenschweres Bildungspaket Die Stadt Graz investiert insgesamt 75 Millionen Euro in die Schulstandorte Algersdorf, Smart City und Reininghaus. Dreiste Betrüger Betrüger haben es auf ältere Grazer abgesehen. Sie geben vor, Polizisten zu sein, und fordern Bargeld. FLOP ➜ sind die Themen der Wahl INTERESSANT. Am 26. September wird in Graz gewählt. Unsere große Umfrage zeigt, was den Grazern bei der Stimmabgabe besonders wichtig ist: Mobilität steht da ganz oben auf der Themen-Liste. Von Verena Leitold & Vojo Radkovic redaktion@grazer.at Jetzt ist es fix! Bürgermeister Siegfried Nagl hat diese Woche die Spekulationen beendet und den offiziellen Termin für die Gemeinderatswahl verkündet: Am 26. September werden die Grazer zur Wahlurne gebeten. Während der Parteien- Hickhack schon voll im Gange ist – FPÖ-Vize Mario Eustacchio kündigte das aktuelle Regierungsprogramm, die Agenda 22, auf, Stadträtin Judith Schwentner bezeichnet sich nur mehr als Bürgermeisterkandidatin –, müssen die Wahlprogramme erst geschrieben werden. Welche Themen da aber keinesfalls fehlen dürfen, geht aus der großen Online-Umfrage des „Grazer“ (www.grazer.at, Facebook, Instagram) hervor. Das Ergebnis war eindeutig: Ein Viertel der Befragten gab an, dass der Verkehr die wichtigste Aufgabe der künftigen Stadtregierung sei und deshalb auch im Wahlkampf das vorherrschende Thema sein sollte. Besonders der Öffi-Ausbau, aber auch niedrigere Öffi-Preise wurden da als Wunsch besonders oft genannt. Ebenso die Reduktion des Individualverkehrs. Ex aequo auf Platz zwei schafften es die Themen Umwelt und Wohnen. Je 20,83 Prozent der Befragten ist der Klimaschutz bzw. leistbarer Wohnraum besonders wichtig. Gefolgt von Grünraum: 8,33 Prozent wünschen sich weniger Versiegelung und mehr Bäume und Parks in Graz. Das Thema Migration brachte es auf 6,25 Prozent. Ebenfalls genannt wurden die Themen öffentlicher Raum (4,17 Prozent), Sicherheit (4,17 Prozent), Soziales (4,17 Prozent), Freizeitangebot (4,17 Prozent) und Jugend (2,08 Prozent). Corona und die Pandemie kamen in der Themen-Liste unserer On- line-User gar nicht mehr vor. Keine Dreieckständer Die Parteien haben bereits begonnen, ihre Botschaften zu den jeweiligen Themen unters Volks zu bringen. Mobilitätslösungen aller Couleurs konkurrieren ja bereits seit Wochen. Im Rathaus gibt es Pressekonferenzen im Tages-, teilweise sogar Stundentakt. Zu plakatieren begonnen haben bisher nur die Grünen. Dabei dürfen sie heuer übrigens nicht mehr auf die beliebten Dreieckständer zurückgreifen. „Keinen Plakatdschungel im öffentlichen Raum bei der Gemeinderatswahl“ ist der neuerliche Versuch, die Flut an Dreieckständern in Graz einzubremsen bzw. ganz zu verhindern. 2017 ist ein derartiger Versuch danebengegangen. VP- Gemeinderätin Anna Hopper wird am Donnerstag einen entsprechenden Antrag in den Gemeinderat einbringen. Hopper: „Zusätzliche Dreieckständer und mobile Plakat- ständer verschandeln nur unsere schöne Stadt. Mit diesem Verzicht werden Fußgänger, Radfahrer und vor allem Menschen mit Beeinträchtigungen auf Gehwegen nicht eingeschränkt. Blinde Menschen und Rollstuhlfahrer leiden besonders unter der Plakatständerflut.“ Es gibt in Graz 4500 Werbemöglichkeiten auf Plakatwänden. Das, so die ÖVP, sollte für einen Gemeinderatswahlkampf reichen. Wer auf seinem eigenen Grund oder im Garten gerne ein Plakat aufstellen möchte, ist von einem kommenden etwaigen Verbot nicht betroffen. Im Antrag heißt es, Stadträtin Elke Kahr wird ersucht, bis zur Wahl am 26. September keine Genehmigungen für mobile Großplakatständer, Dreieckständer und A- Ständer jeglicher Art auf Flächen, die im Besitz der Stadt Graz sind, zu erteilen. Das Land Steiermark und die Asfinag werden ersucht, dies für ihre Flächen in Graz ähnlich handzuhaben.

2021