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4. Juli 2021

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- Umfrage: Grazer wollen Verkehr und Öffis als Wahlthemen - Neue Geschäfte in der Innenstadt - Streit um Grillverbot auf Auwiesen - Autokino: die erste Klappe fällt am Freitag - Schulgesundheitspreis vergeben

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26 eco graz www.grazer.at 4. JULI 2021 Fabian Kleindienst 24 fabian.kleindienst@grazer.at Preise, Umsätze & Arbeitsmarkt: Wir alle haben Familie. Jeder hat ein Interesse daran, dass wir diese Klimakrise bewältigen.“ Stefan Stolitzka, IV-Steiermark-Präsident, betont die Leistungen der steirischen Industrie auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion. IV STMK/FISCHER Die Trendpfeile der Grazer AUFWÄRTS. Das Wirtschaftsbarometer der WKO zeigt, dass Grazer Unternehmen wieder optimistisch in ihre Zukunft blicken. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Karl-Heinz Dernoscheg und Josef Herk präsentierten das aktuelle Wirtschaftsbarometer, Grazer Unternehmen sind optimistisch. FISCHER Knapp 63 Prozent der Unternehmen im Großraum Graz rechneten vor einem Jahr mit einer Verschlechterung ihres Umsatzes. Es sind Zahlen wie diese, die belegen, durch welch schwere Zeit auch die heimische Wirtschaft im letzten Jahr gegangen ist. Und es sind Vergleichszahlen wie diese, die

4. JULI 2021 www.grazer.at graz eco 27 25 ➜ TEURER GETTY (2) Schuhe + 2,4% Wichtige Info, falls demnächst wieder mal ein Schuhkauf ansteht: Schuhe wurden etwas teurer. Fisch –3,8 % Gute Nachrichten für das sonntägliche Grillfest: Fisch wurde im Durchschnitt zuletzt um einiges billiger. BILLIGER ➜ Wirtschaft zeigen nach oben umso mehr Hoffnung für die kommenden Monate schüren. Denn die Zahlen des aktuellen Wirtschaftsbarometers, das Wirtschaftskammer- Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg diese Woche präsentierten, lesen sich deutlich besser. „Wir haben es geschafft, die Talsohle ist durchlaufen“, betonte Herk. Denn: Von 754 befragten Unternehmen gehen 47,3 Prozent von einer Umsatzsteigerung aus. Graz im Detail Besonders spannend sind vor diesem Hintergrund auch die Zahlen aus dem Raum Graz – immerhin stammen ganze 233 der 754 Unternehmen aus der Region. Auch hier geben Impffortschritt und Lockerungen Hoffnung, wie die WKO Graz um Regionalstellenobmann Paul Spitzer informiert. ☞ Mit Blick auf die Umsätze zeigt sich in Graz, wie schwer die vergangenen Monate die Unternehmen mitgenommen haben. Während 55 Prozent Umsatzrückgänge verzeichnen mussten, konnten sich nur 33,6 Prozent über eine Steigerung freuen – was einen Saldo von -21,4 ergibt. Damit hatte der Raum Graz nach dem Bezirk Liezen (-24,0) am meisten zu kämpfen. Immerhin: Mehr als die Hälfte rechnet mit einem Umsatzzuwachs im nächsten Jahr, nur 16,8 Prozent mit einem Rückgang. Der Saldo ist damit mit 38,2 deutlich positiv – allerdings ist er in allen anderen Regionen außer der Hochsteiermark höher. ☞ Ein Aufschwung zeigt sich jedenfalls in der Auftragslage. 38,2 Prozent konnten ihre Auftragslage jetzt sogar verbessern, 33,5 Prozent hatten weniger Aufträge. Der Saldo liegt damit bei +4,7 Prozentpunkten, deutlich über den -18,2 vom Herbst. ☞ Die steigenden Baupreise sorgten zuletzt für Aufregung, ganz insgesamt scheinen sich weltweite Lieferkettenprobleme in den Preisen niederzuschlagen. 64,8 Prozent der Unternehmen im Raum Graz rechnen mit einer Preiserhöhung in den kommenden zwölf Monaten. ☞ Die Investitionsprämie von Bund und Land scheint jedenfalls Früchte getragen zu haben. Der bisherige Investitionssaldo liegt bei 28 Prozentpunkten, bei den Erwartungen liegt er etwas niedriger, bei 16,7. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe plant, künftig Neuinvestitionen zu tätigen, dabei soll vor allem in die Bereiche Innovation (80,7 % der Betriebe planen Neuinvestitionen) und Digitalisierung (68,0 %) investiert werden. ☞ Am Arbeitsmarkt zeigt sich eine Trendumkehr. Das bestätigen die aktuellen AMS-Zahlen (15.697 sind in Graz arbeitslos gemeldet, 946 weniger als vor einem Monat), aber auch die Daten des Wirtschaftsbarometers. Immerhin 40,3 Prozent planen für das kommende Jahr eine Personalaufstockung, nur 19,9 befürchten einen Abbau. Um die positive Entwicklung aufrechtzuerhalten präsentierten Herk und Dernoscheg auch mehrere Forderungen: Beispielsweise soll die Wasserstofftechnologie vorangetrieben werden, sie sprachen sich auch gegen neue Steuern für Unternehmen aus. W I R T S C H A F T Medizin-Zukunft Große Kanzleifeier EcoNews fabian.kleindienst@grazer.at Praktika-Plattform ■ Praxis ist in einer Ausbildung das A und O. Aber nicht nur da, schon im Vorfeld ist es für Schüler wichtig, sich ein genaueres Bild von einer Arbeit machen zu können, um besser abzuschätzen, ob das eine mögliche Karriere-Option wäre. In Graz haben Schüler jährlich die Möglichkeit auf Praktika, viele wissen darüber aber nicht Bescheid. Gleichzeitig tun sich Betriebe oft schwer, Lehrlinge und Fachkräfte zu finden. Daher fordert der Wirtschaftsbund Graz um Obfrau Daniela Gmeinbauer im Rahmen seines Inhaltsprozesses „Perspektive 2027“ eine Praktika-Plattform, die Betriebe und junge Menschen besser vernetzt. So sollen Jugendliche schneller Praktikumsplätze finden, die ihren Interessen entsprechen. ■ Am Montag lud die Merkur- Versicherung mit dem Humantechnologie-Cluster zur Veranstaltung „Gesundheit von morgen“ ein. Dabei wurden neue Entwicklungen in der Medizin diskutiert, Merkur-Vorstandsdirektor Helmut Schleich lobte den Pioniergeist der Unternehmen und verwies dabei auf den Fortschrittsgedanken im eigenen Unternehmen – dafür holte er sogar die Gründungsurkunde aus dem Archiv. Mehrere Start-ups pitchten ihre Ideen für die Zukunft. Vorstandsdirektor Helmut Schleich mit Gründerurkunde aus 1798 MARIA KANIZAJ Stefan Stolitzka (IV) und Eric Kirschner (Joanneum Research) IV STMK/FISCHER Grüne Industrie ■ Die energieintensive Industrie nimmt in der Steiermark im Vergleich eine besonders wichtige Rolle ein, wie eine von der Industriellenvereinigung (IV) in Auftrag gegebene Studie von Joanneum Research belegt. Dennoch ist viel passiert, wie IV-Präsident Stefan Stolitzka diese Woche betonte: Die CO 2 -Emissionen in der Stahlproduktion konnten beispielsweise stark gesenkt werden. Die IV fordert nun Technologieoffenheit und mehr Fokus auf den Lebenszyklus von Produkten. ■ Die SBF Steuerberatung OG begrüßte am Freitag über 200 geladene Gäste zur Kanzleifeier. Der Einladung von Philip Steinle, Ingrid Böhm und Markus Feldgrill ins Café Promenade folgten bekannte Namen aus den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Politik. Unter den Gästen waren u. a. Hans, Jürgen und Rudi Roth, Bundesrat Karlheinz Kornhäusl und Bezirksvorsteher Gerd Wilfling.

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