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4. Februar 2021

- Der zentrale Platz in Reininghaus nimmt Gestalt an - Schöckl-Ansturm wandert in den Landtag - Neos-Gemeinderätin Sabine Reininghaus im Interview - Keine Droge: Grazer CBD-Shops atmen auf - Graz Giants Geschäftsführer Christoph Schreiner nimmt den Hut - Offener Brief: „CrossFit-Einrichtungen werden weiter ignoriert“

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2 graz www.grazer.at 4. FEBRUAR 2021 Schöckl-Ansturm wandert in den Landtag Alle wollen raus aus der Stadt und in die Natur: Am Schöckl ist auch im Lockdown immer ziemlich viel los. KK, PODESSER.NET ZU VIEL. Die Grünen beantragen im Landtag eine bessere Öffi-Anbindung, Kombi-Tickets und Geschwindigkeitsbeschränkungen am Grazer Hausberg. Die Testungen auf das Coronavirus laufen weiter auf Hochtouren. FISCHER Aktuelle Corona- Zahlen von Graz ■ Aktuell gibt es in Graz laut Land Steiermark 409 aktive Corona-Fälle. Die Sieben- Tages-Inzidenz liegt bei 75,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, in Graz-Umgebung bei 99,3 Infektionen. Der steirische Durchschnitt beträgt 116,1 Fälle. Die höchste Inzidenz gibt es in Deutschlandsberg mit 253 Fällen pro 100.000 Einwohner. Von Verena Leitold die alles verparken, und Müllberge verena.leitold@grazer.at von Wanderern, die wohl nicht so ganz eins sind mit der Natur. Der überdurchschnittliche Schönleitner schweben deshalb Zuwachs an lockdownmüden und freizeithungrigen größer werdenden Problems vor: drei Dinge zur Lösung des immer Schöckl-Besuchern der letzten Erstens soll die öffentliche Anbindung Wochen und Monate und die damit entstandenen Probleme werden jetzt Thema im Landtag. Der an die Stadt Graz über Mariatrost und Andritz deutlich verbessert werden, um Autofahrer Grüne Abgeordnete Lambert zum Umsteigen zu bewegen. Und Schönleitner fordert Vize- Landeshauptmann und nicht nur die Öffis sollen für die Anfahrt genutzt werden, Verkehrsreferenten sondern auch Anton Lang per Antrag das Fahrrad. „Viele auf, gemeinsam Menschen wollen mit der Stadt Graz und den betroffenen das Gebiet um den Schöckl auch mit Gemeinden dem Rad erkunden, St. Radegund, Stattegg, dazu benötigt es Semriach und aber aus Sicherheits- Weinitzen ein nachhaltiges Besucherlen- Lambert Schönleitner tung von Radwegen gründen die Errichkungskonzept für den Hausberg auszuarbeiten und umzusetzen. Bürgermeister und Anrainer beschweren und einen Anschluss an das Radwegnetz des Grazer Umlandes“, so Schönleitner in seinem Antrag. sich über die Verkehrs- Zweitens wünscht sich der lawinen, die die schmalen Straßen Landtagsabgeordnete attraktivie entlang rollen, unzählige Autos, Kombinationsangebote aus öf- fentlichem Verkehr und Seilbahnnutzung. Auch Vergünstigungen für die Gaststätten am und um den Schöckl, die Menschen zu Gute kommen, die mit den Öffis anreisen, könnte er sich vorstellen. Auf die Bremse steigen Drittens wollen die Grünen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Zufahrtsstraßen zum Berg prüfen lassen. Außerhalb der Ortsgebiete gibt es nämlich keine Tempo-Limits. Es kommt deshalb oft zu gefährlichen Situationen und massiven Lärmbelästigungen. So ist auf der kurvenreichen Schöcklstraße immer noch fast durchgehend ein 100er erlaubt, obwohl es auf dieser Strecke an vielen Stellen kaum möglich ist, mehr als 30 Kilometer pro Stunde zu fahren. Das Ziel sollte sein, „dass ein Konzept entwickelt wird um zu vermeiden, dass irgendwann ein Punkt erreicht ist, an dem der touristische Wert des Gebietes verloren geht“, so Schönleitner, der hofft, dass die Initiative rasch zu einem Ergebnis führt. Optimistisch: Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß LAND/STREIBL Hygiene bei der Kinderbetreuung ■ Nach den vorsichtigen Lockerungsmaßnahmen durch den Bund gibt es auch neue Regelungen für die steirischen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen. Dazu hat das Land bereits 100.000 FFP2- Masken kostenlos an die Einrichtungen geliefert. Mehr als 21.000 Testkits wurden bestellt und werden nach Anlieferung umgehend verteilt. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTS- FÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895), Deborah Posadas-Saucedo (0664/80 666 6491), Helmut Koltai (0664/80 666 6892) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.722 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

4. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 3 Wettbewerb entschieden So wird der zentrale Platz von Reininghaus aussehen „Der Entwurf vereint die erwünschte urbane Platzbildung mit einer reichen, locker gesetzten Durchgrünung“, heißt es in der Jury-Begründung. STUDIO BODEN SPANNEND. Das Grazer studio boden konnte den Wettbewerb der ARE und der Stadt für sich entscheiden: Der Reininghausplatz soll nicht nur das Herzstück des neuen Stadtteils, sondern nach Sieger-Entwürfen ein urbaner Treffpunkt mit viel Grün, Wasser sowie Event- und Freizeitmöglichkeiten werden. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Der neue Stadtteil Reininghaus, in dem bald 10.000 Menschen leben sollen, nimmt immer mehr Gestalt an. Heute wurde auch der Sieger des von Stadt Graz und ARE Austrian Real Estate ausgelobten Wettbewerbs für den Reininghausplatz veröffentlicht. Das studio boden aus Graz überzeugte mit seinem Projekt. Jetzt stehen weitere Detailplanungen und kleine Adaptierungen an, bevor das Herzstück des Quartiers zum urbanen Zentrum des knapp hundert Hektar großen Reininghausareals werden soll. Die Entwürfe sehen einen modernen, offenen Platz vor, der mit der gewerblich bespielten Sockelzone das Pendant zum üppig begrünten drei Hektar großen Reininghauspark bildet. Bäume dürfen aber auch hier nicht fehlen – insgesamt sind rund sechzig Pflanzungen geplant. Außerdem soll es ein Wasserelement geben, das für Abkühlung sorgt. Bürgermeister Siegfried Nagl freut sich jedenfalls über das Wettbewerbsergebnis und den neuen Platz: „Ich kann ihn mir gut als urbanes Freiluftwohnzimmer vorstellen: Bankerlsitzen unterm Blätterdach der Bäume, Abkühlen bei der Wasserfläche, Schach-, Tischtennis- oder Boulespielen, Gustieren und Einkaufen bei einem Markt sowie das Besuchen einer öffentlichen Veranstaltung sollen und können dort möglich sein. Hier ist aber auch Platz für einkalkulierte Veränderung. Der Platz ist nicht statisch. Hier entsteht Neues, hier wird das Leben pulsieren und hier zeigen wir, wie aus einer einstigen Utopie ein Platz für viele weitere Generationen wird.“ An den Quartiersplatz grenzen AHS und Volksschule an – er wird also täglich von tausenden Schülern gequert und genutzt werden. Reininghausplatz ■ Fläche des neuen Platzes: rund 10.000 Quadratmeter ■ Schlicht und elegant mit einem zentralem Wasserelement ■ Der neue Stadtteilplatz wird wichtige Funktionen des öffentlichen Lebens ermöglichen und gleichzeitig den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sein ■ Raum für Veranstaltungen, Märkte, Kunst und verschiedene Freizeitaktivitäten ■ Mischung aus offener Platzfläche und kleinstrukturierten Bereichen mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten ■ Aufgelöstes Baumraster mit Blätterdach über Sitzbereichen ■ insgesamt rund sechzig Baumpflanzungen

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