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4. August 2019

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- Film ab! Das Grazer Autokino ist eröffnet - Bauernmarkt-Umbau: So wird der Kaiser-Josef-Platz wieder kaiserlich - Parker ärgert‘s, aber: Schöckl freut sich über Besucherplus von 34 Prozent - Graz-Umgebung setzt auf Bienenschutz - Rasengittersteine: Grazer Parkplätze werden jetzt entsiegelt

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8 graz www.grazer.at 4. AUGUST 2019 Damit es in Zeiten von Bienensterben und Bodenversiegelung wieder mehr „brummt“, werden im Grazer Umland u. a. Blühflächen eingerichtet. GETTY Graz-Umgebung lässt Bienenschutz „erblühen“ INITIATIV. Blühwiesen, Gärten und Blumenkunst: Gratkorn und Laßnitzhöhe fördern Bienenbestand. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Über das umfangreiche Bienen-Förderungsprogramm der Gemeinde Seiersberg-Pirka in Zeiten immer weniger werdender Blühflächen (u. a. werden Kreisverkehre mit Blühwiesen aufgewertet, Nistkästen werden aufgestellt, ein Bienenlehrpfad entsteht am Gedersberg) usw. berichtete der „Grazer“ kürzlich. Mit der gezielten Unterstützung der summenden Honigproduzenten ist die Gemeinde nicht allein. Andere Orte ziehen nach. In Gratkorn spielt die Kampagne der Grünen „Give Bees a Chance“ eine große Rolle. Zum einen ist die Gemeinde seit dem Bienenschutz-Gemeinderatsbeschluss glyphosat- und pestizidfrei, zum anderen wird die Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinde hervorgehoben. So baut die Neue Mittelschule etwa Bienenhotels, die Volksschule ein Sandarium. Entstehen soll außerdem ein Permakulturgarten. Hinter der Kirche gibt es eine Wildblumenblühfläche, den sogenannten „Garten Eden“, die Bienenwiese im Gratkorner Park, und auch Totholz-Räume gelten als nützlicher Lebensraum für Bienen. „Gratkorn ist eine Vorreiter-Gemeinde in Sachen Artenschutz “, meint dazu „Grüne“-Landtags-Spitzenkandidatin Sandra Krautwaschl, und ergänzt weiters: „Kleine Schritte können große Veränderungen bewirken.“ Schmuck und Schutz Aktiv wurde man auch im Grazer Osten. In Laßnitzhöhe verbindet man den Bienenschutz u. a. mit dem Blumenschmuck im Gemeindegebiet. Seltene (aber trotzdem in der Steiermark heimische) Pflanzen nützen als Lockmittel für die kleinen Brummer, angelegt auf einer dafür vorgesehenen Blumenwiese. Auch ein Insektenhotel hat sich etabliert, und weiters gibt es – um noch einmal auf die Synergie Blumenschmuck und Artenschutz zurückzukommen – einen Naschgarten, Kräutergarten und auch die Blumenskulpturen bilden Flächen, auf denen sich Bienen wohlfühlen und wie die Blumen sprichwörtlich gedeihen. Rasengittersteine wie diese sollen in Zukunft in Grazer Randbezirken öfter verlegt werden, um versiegelte Flächen zu „sparen“. GETTY Grazer Parkplätze werden jetzt entsiegelt GRÜN. Straßenamt forciert Rasengittersteine und Ökodrain-Pflaster. Das Ziel: weniger Versiegelung. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die zunehmende Versiegelung ist in Graz ein Dauerthema – vor allem im Sommer, wenn es heiß ist. Und jeder gefällte Baum, jedes neu gebaute Haus erhitzt die Gemüter noch mehr. Dem möchte das Straßenamt jetzt zumindest ein bisschen entgegenwirken: In den Randbezirken sollen nämlich Rasengittersteine und Ökodrain- Pflaster anstelle von asphaltierten Parkplätzen forciert werden. „So wird einerseits entsiegelt, andererseits für Versickerung gesorgt, was in Zeiten von Starkregen von großer Bedeutung ist. Trotzdem hat man aber einen festen Untergrund, der nicht ausgeschwemmt werden kann – die Autos versinken also nicht wie in einer Wiese“, erklärt Straßenamtsleiter Thomas Fischer. Rasengittersteine werden aktuell beispielsweise in Reininghaus, in der Maria-Pachleitner-Straße oder bei der Hummelkaserne verlegt. Ökodrain-Pflaster, also Betonsteine mit größerem Abstand, sodass das Wasser in den Unterbau ent- weichen kann, hat man kürzlich am Schwarzen Weg und in der Ulmgasse verwendet. „Eine super Sache, die wir in Zukunft verstärken werden“, verspricht auch Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Nur am Stadtrand Allerdings sind diese Pflasterungen nur für Randbezirke, nicht aber für die Innenstadt geeignet. „Dort gibt es zu viel Verkehr“, nennt Fischer den Grund. „Wir brauchen die Parkstreifen oft für Umleitungen oder zum Ausweichen bei Baustellen. Rasengittersteine und Ökodrain-Pflaster würden den vielen Autos da nicht standhalten. Außerdem ist in vielen Straßenräumen eine bestimmte Gestaltung hinterlegt, die andere Pflasterungen nicht zulassen würde.“ Straßenamtsleiter Thomas Fischer

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