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4. April 2021

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- Kirchen und Denkmäler leuchten durch Ökostrom - Osterfrühstück mit Bischof Krautwaschl - Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im Interview - Traditionsunternehmen Kepka verlässt Graz nach 111 Jahren - "der Grazer"-Epaper: 2 Monate Tageszeitung

32 viva graz

32 viva graz www.grazer.at 4. APRIL 2021 Valentina Gartner 32 valentina.gartner@grazer.at Alle reden von Corona-Müdigkeit. Aber die ist nicht zu verstehen, ohne die drastischen sozialen Folgen zu bedenken.“ So Barbara Weißensteiner, Referentin für Pflege & Soziales im Stadtratsbüro, dass soziale Arbeit wichtiger wird. KK Die steirischen Teststationen sind auch morgen geöffnet. FISCHER Corona-Tests während Ostern ■ Um den Steirern die Möglichkeit der kostenlosen Antigen-Tests auch am morgigen Feiertag anzubieten, sind die steirischen Teststationen auch über Ostern in Betrieb. Am Ostermontag, 5. April, sind daher alle Stationen von 8 bis 18 Uhr wie gewohnt geöffnet. Die Anmeldung erfolgt weiterhin über die Website www. oesterreich-testet.at. Die aktuelle Mode wird mit Puppen in der Mall präsentiert. CITYPARK Osterstimmung im Citypark ■ Ostern ist im Handel neben Weihnachten eine der wichtigsten Saisonen im Einkaufszentrum Citypark. „Die Stimmung unter den Händlern ist durchwegs gut. Zusätzliche von uns gesetzte Maßnahmen wie ein Gutscheinheft, Werbemaßnahmen etc. tragen dazu bei“, so Waldemar Zelinka, Centermanager. Promotions und Gewinnspiele heben die Einkaufslaune ebenso wie die stimmungsvoll angelegte Fashion-Street. „Zu wenige machen Untersuchungen zur Krebs-Früherkennung“ Fuchsjäger ist in der Brustkrebs-Früherkennung renommiert. Zu wenige kommen zu Untersuchungen. M. KANIZAJ/LKH-UNIV. KLINIKUM GRAZ INTERVIEW. Der Grazer Michael Fuchsjäger ist neuer Vorsitzender der Europäischen Gesellschaft für Radiologie (ESR). Im Interview zum Weltgesundheitstag spricht er über sein Feld, Krebs-Früherkennung und Corona. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Für die Laien unter uns: Was tut die Radiologie? Fuchsjäger: „Die Radiologie braucht letztendlich jeder Patient. Es ist ein diagnostisches und auch therapeutisches Fach. Mit verschiedenen Methoden – Röntgenstrahlen, Computertomographie, Ultraschall oder Magnetresonanztomographie. Damit schauen wir in den Körper und können bei entsprechenden Krankheitsmerkmalen herausfinden, was ein Mensch hat. Wir sitzen auch in allen klinischen Besprechungen, wo über Therapien und Behandlungen der Patienten diskutiert wird.“ Aktuell ist alles anders. Wie merken Sie die Corona-Krise? Fuchsjäger: „Natürlich stark. Zum einen betreuen wir Corona- Patienten mit Lungenröntgen und Computertomographie-Untersuchungen, um das Ausmaß und den Krankheitsverlauf festzustellen. Zum anderen gab es im ersten Lockdown einen starken Rückgang der Patientenzahlen. Viele Termine, beispielsweise in der Krebs-Früherkennung, haben nicht stattgefunden. Im Anschluss gab es einen Rückstau, den wir aber mittlerweile abgearbeitet haben. Das ist ganz wichtig, denn wir dürfen im Auge einer Pandemie nicht auf andere Krankheiten vergessen – darauf schauen wir jetzt ganz genau und haben deshalb normalen Betrieb.“ Ihr Fachgebiet ist unter anderem die Brustkrebs-Früherkennung. Gehen die Menschen trotz Corona zu den Untersuchungen? Fuchsjäger: „Ganz allgemein wird das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm in Österreich nicht so gut angenommen, wie es sollte. Von unserer Seite läuft der Betrieb normal. Was wir aber schon merken, ist, dass viele aus Angst vor einer Corona-Infektion auf Untersuchungen verzichten. Da kann ich nur betonen: So sicher wie bei uns ist man wahrscheinlich nirgends.“ Sie untersuchen auch Corona-Erkrankte. Was sehen Sie da? Fuchsjäger: „Wir erkennen ganz spezifische Verdichtungen; die Lunge ist dort, wo sie gut belüftet sein sollte, eingetrübt. Entzün- dungsprozesse führen dazu, dass die Lunge in ihrer Funktion eingeschränkt ist. Wir können dann feststellen, wie groß die Areale sind, die nicht mehr funktionieren. Auch abhängig davon entscheiden Intensivmediziner, wann ein Patient an ein Beatmungsgerät muss.“ Sehen Sie viele der sogenannten „Long Covid“-Fälle? Fuchsjäger: „Ja, wir können diese Veränderungen oft länger feststellen. Die Lunge ist nach einer Covid- Pneumonie wirklich krank, noch ausgeprägter als bei einer normalen Lungenentzündung.“ Seit März sind Sie Vorstandsvorsitzender der ESR, davor waren sie Präsident. Was bedeutet das für einen Grazer? Fuchsjäger: „Eine Ehre und eine Besonderheit. Die ESR hat 124.000 Mitglieder – das ist für die internationale Sichtbarkeit des Grazer Klinikums natürlich herausragend.“ Was tun Sie für die ESR? Fuchsjäger: „Wir haben im März den weltweit zweitgrößten Radiologie-Kongress organisiert und planen für den Herbst ein Treffen der führenden Radiologen in Graz.“

4. APRIL 2021 www.grazer.at graz viva 33 ➜ IN GETTY (3) Gesundheit checken Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig. Auch während Corona wird auf Sicherheit geachtet. Gesundheit ignorieren Sich nicht regelmäßig gesundheitlich durchchecken zu lassen, kann schnell zur Gefahr werden. OUT ➜ Steirisches Superfood: Kren AUSGEZEICHNET. Kren gehört zu Ostern, das merkt man auch am Absatz in der Steiermark. Gesundheitsfördernde Eigenschaften machen ihn zur Heilpflanze 2021. Von Valentina Gartner & Tobit Schweighofer redaktion@grazer.at Kren ist zu Ostern gar nicht mehr wegzudenken. Gerade in der Zeit vor und rund um Ostern gibt es im Verkauf von frischen steirischen Krenwurzen eine Steigerung von zirka 100 Prozent im Vergleich zum restlichen Jahr. Bei frisch geriebenem Kren sind es zirka 25 Prozent Absatzzuwachs in der Osterzeit. „Steirischer Kren ist eine wahre Wunderpflanze, die durch ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften nicht nur zu Recht als Penicillin des Gartens be- zeichnet wird, sondern auch äußert gut schmeckt,“ betont Agrarlandesrat Hans Seitinger. Diese außergewöhnliche Spezialität aus dem Grünen Herzen Österreichs erfreut sich großer Beliebtheit, wie der konstante Absatz zeigt. Heilpflanze des Jahres Die im Kren enthaltenen Senföle werden im Dünndarm aufgenommen und hemmen das Wachstum von vielerlei Bakterien. Somit kann Infektionen vorgebeugt werden. Ein weiterer Vorteil ist der hohe Vitamin-C- Gehalt, der sich positiv auf das Immunsystem auswirkt. Wer also steirischen Kren genießt, tut nicht nur etwas für seine Geschmacksnerven, sondern auch für seine Gesundheit. Die regionale und nachhaltige Erzeugung, mit der auch dem Klimawandel entgegengewirkt wird, punktet auch. Durch die vielfältigen positiven Wirkungen wurde dieses regionale Superfood zur Heilpflanze des Jahres 2021 gekürt. In der Steiermark wird auf knapp 310 Hektar Kren angebaut. Echten steirischen Kren erkennt man an der Aufschrift Steirischer Kren g.g.A. oder an dem EU-Logo geschützte geografische Angabe am Produktetikett.

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